Archive für August 2007

weekend in NZ

18.8.07, Samstag. Der gestrige Abend war lang und lustig, dafür wird heute gefaulenzt. Das Geschirr wird versorgt, aber sonst passiert nicht viel. Abends sind wir von unseren deutschen Bekannten eingeladen worden, andere Deutsche kennen zu lernen. Wir lassen uns überraschen.

Hartmut und Waltraut sind sehr nett und herzlich. Sie sind seit über 30 Jahren in NZ und seit ca. 1,5 Jahren in Rente. Aber das sind keine Rentner!! Die Leutchen sind aktiv und jung im Kopf, da kann man nur staunen. Hartmut war Banker und ist aktuellstens informiert, Hut ab. Er verbringt sehr viel Zeit im Internet und beide sind offen und vielseitig interessiert. Neuseeland muss irgendwie gesund sein. Uns fällt immer wieder auf, dass man hier eine gute Mischung aller Altersklassen sieht - Rentner hocken hier nicht isoliert in ihrer Bude, sondern nehmen aktiv am gesellschaftlichen Leben teil. Wer Lust hat oder Langeweile kann arbeiten, viele interessieren sich für Bildung und es wird gereist, was das Zeug hält.

… und wieder ist es spät geworden. Wir verabschieden uns noch von Harald und Ursula, sie fahren in ein paar Tagen für 6 Wochen nach Deutschland. Sie sind seit 3 oder 4 Jahren nicht dort gewesen. Ihr könnt ja ein bisschen gute Laune verbreiten, damit sie nicht allzu sehr enttäuscht sind von der allgemeinen Stimmung :-)

19.8.07, Sonntag. Familientag. Es geht in den Park, Möven und Enten füttern und dann ins Schwimmbad.

Auch heute ist das Wetter gut - 18º Grad und sonnig. Der August ist der kälteste Monat, im September beginnt der Frühling, da freuen wir uns schon sehr drauf.

Damit ihr ein bisschen mitfiebern könnt, habe ich den Plan unseres neuen Domizils eingescannt. Könnt ihr euch als Bild oder als *.pdf reinziehen.

Bilder habe ich auch noch für euch:

Das Katz amüsiert sich an der Wasserquelle …
Katzi

ich bin toll!
katzi

Im Park:
Park

Park

Wir haben unsere Sonnenbrillen vergessen …
Park

rotier, rotier

16.8.07, Donnerstag. Jetzt geht es richtig rund: Stephans Vertrag kommt auch noch, d. h. erst mal eine Runde Papierkrieg einlegen, Alles durchlesen, unterschreiben, sortieren usw. Dann werden die diversen Papierstapel zum Kopieren gebracht, eingetütet und gehen per Post wieder raus - an die entsprechenden Stellen.

Zwischendurch kommt eine Dame von der Umzugsfirma, mit der wir Kontakt aufgenommen hatten. Wir hätten das irgendwie vielleicht auch ohne Firma hingekriegt, aber vielleicht arbeiten wir dann schon, dann wird es extrem stressig. Umzüge kosten hier nicht viel und das ganze Zeuch ist versichert. Das ist es uns schon wert.

Dann noch bei der Radiologie vorbei, Bilder und Bescheinigungen für die Komplettierung des Medical einsammeln. Gottseidank - Alles bestens (irgendwie ist einem ja da immer etwas mulmig, man weiss ja nie …). Dann holen wir Jenny ab, hechten zum Einkaufen und heim. Heute haben wir keine Lust zum Kochen, wir bestellen Essen auf Rädern (Pizza).

17.8.07, Freitag. Wir versuchen mit der Visa-Expertin bei Telecom/Gen-I Kontakt zu bekommen, damit die Abwicklung auch in die Gänge kommt. Da ich einen Mangement-Job habe und daher WICHTIG bin, hat man uns gesagt, dass ich ein sogenanntes “Talent”-Visa bekommen kann, das ginge schneller. Analog würde es für Stephan und Jenny auch schneller gehen. Ja, auch Jenny braucht ein Visum - “Student Visa”.

Der Papierkrieg geht heute weiter, wir scannen die ganzen Sachen ein, um sie am unseren Einwanderungs-Consultant in Auckland wieterzuleiten. Der braucht den ganzen Papierhaufen ja auch. Dann geht es wieder mal zum Einkaufen, heute kommen unsere Kiwi-Kumpels, die haben wir zum Abendessen eingeladen…

Ihr braucht also keine Angst zu haben, dass es uns hier langweilig wird :-)

Happy Weekend!

Meter für Meter

15.8.07, Mittwoch. Heute stand Blutabnehmen und Röntgen auf dem Plan. Das passiert nicht im Feldlazarett, dafür gibt es mitten in der Stadt sowohl ein Labor als auch ein Radiologie-Zentrum. Sensationell - bei beiden müssen wir kaum warten und in einer ¾ Stunde ist alles erledigt. Morgen können wir die fertigen Formulare und die Röntgenbilder abholen - und Montag kann im Feldlazarett alles ausgefertigt werden. Manchmal geht es eben auch schneller als erwartet.

Dann geht es nach Wellington, da ich ja meinen Vertrag von Gen-I nun schriftlich vorliegen habe, muss ich ACE absagen. Das ist mir zwar unangenehm und ich könnte natürlich einfach ein Mail schicken, aber ich will es persönlich machen. Das halte ich für anständig - die Leute bei ACE waren auch mehr als anständig zu mir.

Ein schwerer Gang - ich bin aber sehr froh, dass ich das gemacht habe. Sie waren alle traurig, weil sie sich auf mich gefreut hatten, fanden es aber gut, dass ich gekommen bin, um abzusagen. Sie haben Verständnis dafür, dass ich dem Ruf des Geldes gefolgt bin, haben mir alles Gute gewünscht und mir angeboten, dass ich jederzeit doch noch zu ihnen kommen kann, wenn ich mich woanders nicht wohl fühle. Das fand ich sehr grosszügig! Beim Rausgehen war ich knapp vor der Tränenschwelle - ihr kennt mich ja: harte Schale, matschiger Kern.

Ich bin auch sicher, dass ich mich bei ACE sehr wohl gefühlt hätte. Wäre auch ein vertrautes Arbeitsfeld gewesen. Gen-I/Telecom hingegen ist der Sprung ins Ungewisse, eine grosse Chance und gleichzeitig eine Herausforderung (Sieg oder Krankenhaus …).

Auf dem Heimweg sind wir bei unserem neuen Heim vorbeigefahren. Es wird. Vorletzte Woche ein paar Holzbalken - heute sind Fenster und Türen drin, am Innenausbau wird gewerkelt und die Garagenzufahrt ist in Arbeit. Unser Mietvertrag beginnt am 7.9. - ich bin sicher, dass das klappt.

Nachtrag zum gestrigen Medical: Beim Messen ist herausgekommen, dass Jenny 4 cm (in Worten: vier) gewachsen ist!!!!!!!!!!!

Heute: 1,5 Meter!

14.8.07, Dienstag. Medical-Tag. Zehn vor Acht Uhr morgens klopft der Kurier - mit meinem Vertrag!!! Der Tag beginnt gut. Jetzt hab ich es schriftlich, ihr dürft in Zukunft “Capability and Development Manager” zu mir sagen. (Wer das fehlerfrei hinkriegt, bekommt einen Punkt!)

Dann beginnt die letzte Phase der Medical-Vorbereitung: Maßband-Check (ok), jeder eine Tasse grünen Tee und dann ab ins Hallenbad - schön Sport und Sauna machen, damit Puls und Blutdruck passen. Wieder zuhause: jeder eine Tasse grünen Tee, viel Wasser und jeder noch einen Apfel. Wir sammeln unser Kind bei der Schule ein und machen uns auf den Weg.

Was soll ich sagen? Punktlandung! Alles passt perfekt, Untersuchung läuft bestens, das Schlimmste ist erledigt!!!!!!!!!!!!! Hosiannah. Morgen noch zum Röntgen und Blutabnehmen (AIDS usw.) - und das wars. Die Schinderei mit dem ungesalzenen Reis, den fleischlosen Menues für Magenkranke und dem ekligen grünen Foltertee hat sich gelohnt UND ein Ende. Wenn alles Weitere so läuft wie es soll, dann ist das Medical bis Montag/Dienstag nächste Woche fertig zum Wegschicken, dann können die Anträge für die Visa eingereicht werden.

Es liegt schon noch ein Stück Weg vor uns, aber die übelsten Hürden sind seit heute abgehakt. Wir können uns auf die neue Arbeit und das neue Domizil freuen!!

P.S. Grüsse an Holger im spanischen Exil, lass es krachen, Baby!

der nächste halbe Millimeter

13.8.07, Montag. Heute habe ich ein Mail bekommen: Mein Vertrag nähert sich der Druckreife. Stephan hat nichts gehört. Aber das ist kein Grund zur Besorgnis. Einige haben per Mail gefragt, warum das mit den Personalabteilungen so ein Problem ist. Hier die Erklärung: Immer dran denken - hier herrscht extremer Personalmangel, in ALLEN Bereichen. Das heisst, dass es einen sehr, sehr lukrativen Markt für Personalvermittler gibt. Selbst Aushilfssekretärinnen werden per Recruiter gesucht und vermittelt. Die Recruiter verdienen sich goldene Nasen, DENN: sie erhalten nicht nur Knete, wenn sie jemanden erfolgreich vermittelt haben, sondern in vielen Fällen schon dann, wenn ein geeigneter Kandidat zum Vorstellungsgespräch erscheint … . Als Mitarbeiter einer Recruitment Agency bekommt man ein gutes Grundgehalt und ordentliche Honorare (Prozente). Wer ist prädestiniert für so einen Job? Na klar - Personalsachbearbeiter! Den Rest könnt ihr euch denken …

Heute haben wir auch schon mal recherchiert, wie das mit Fahren und Parken aussieht, wenn wir dann in die Stadt zum Arbeiten müssen. Da alle Infos im Internet zu finden sind (Wellington), haben wir leichtes Spiel gehabt. Es wird wohl auf einen Platz in einem Parkhaus hinauslaufen. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es auch - sind sehr gut ausgebaut - aber so wie es aussieht, ist das Auto (noch) günstiger.

Parken ist überhaupt eine sehr interessante Sache hier. Hat man kein Kleingeld für die Parkuhr, bezahlt man einfach per SMS über das Handy. Für Vielparker, die oft an verschiedenen Stellen parken müssen, gibt es die Möglichkeit monatlich pauschal zu zahlen. Man bekommt eine kleine gelbe Box fürs Auto, auf der man dann einfach die Ankunftszeit einstellt und so lange parken kann, wie es an der Stelle erlaubt ist.

Zettelpuppen gibt es auch, aber die sind GANZ anders als in Deutschland. Sie haben nämlich mehrere Aufgaben: Neben der Parkkontrolle sind sie ganz offiziell (!) wichtige Botschafter der Stadt, die den Menschen den Weg weisen und im Ernstfall Erste Hilfe leisten. Wer’s nicht glaubt - soll sich den oben stehenden Link anschauen und es selber ausprobieren - es stimmt. Auch hier gilt also wieder: Es geht auch anders! (In Deutschland werden die urbanen Einzelkämpfer-Ladies wohl bald mit automatischen Waffen ausgestattet, die passende positive Einstellung haben sie ja schon.)

Gesundheitstechnisch haben wir noch eine Schippe draufgelegt - von 2 Tassen auf 3 Tassen Grünen Tee - für das hoffentlich morgen stattfindende und hoffentlich finale Medical. Kann ich mich noch an ein Steak erinnern? Was war eigentlich Pizza nochmal? Mit Käse im Rand?

Wuthering Heights - Sturmhöhe

11.8.07, Samstag. Seit gestern Abend haben wir einen ordentlichen Wind. Der sich im Lauf des Tages zu einem richtigen böigen arktischen Sturm auswächst. Wir schauen in der Nachbarschaft herum, ob sich irgendwo Besorgnis zeigt. Nö, die Leute haben die Ruhe weg. Wir holen unsere Gartenmöbel rein - viel mehr an Vorsichtsmassnahmen fällt uns nicht ein. Radio und Fernsehen erwähnen das Wetter nur am Rande.

Boris und Julika kommen, sie wohnen ja in der Stadt in einer Senke, da bekommen sie nicht viel Wind mit - auf unserer Sturmhöhe sind sie sehr beeindruckt. Unsere Bretterbude ächzt aber bleibt stehen. Beim Film gucken drehen wir die Lautstärke halt weiter auf …

12.8.07, Sonntag. Als wäre nichts geschehen, scheint heute morgen die Sonne. Wir nehmen unsere Umgebung in Augenschein und prüfen auch, ob unser Carport noch da ist.

Vom Nachbarn hat es einen abgebrochenen Ast neben unser Auto gelegt und der Zaun zu einem anderen Nachbarn ist etwas lädiert. Ansonsten alles in Ordnung. Schon erstaunlich. Wenn es hier Ziegeldächer gäbe, hätten alle Häuser heute eine Glatze. Offensichtlich haben sich die Kiwis schon was bei der Bauweise gedacht.

Stephan reinigt heute den Backofen - hatten wir schon mehrfach versucht, ohne wirklich befriedigende Ergebnisse zu erzielen.

Er hat vom Einkaufen Reiniger-Zeuch mitgebracht, was in Europa wahrscheinlich unter das Kriegswaffenkontrollgesetz fällt und bestimmt ganze Landstriche verwüsten kann. Aber: das Teufelszeug funktioniert. Mission accomplished. Opfer: 2 Schwämme, 3 Paar Latex- und Küchenhandschuhe.

Wir sind auf die Woche gespannt: Medical am Dienstag (hopefully) und Arbeitsverträge. Wir wünschen Matthias (KA) und Matthias (Dresden) gute Besserung und Holgi einen schönen Lern-Urlaub in Spanien :-)

der halbe Millimeter

10.8.07, Freitag. Ja, wir sind schätzungsweise einen halben Millimeter weiter, denn wir haben einen Termin fürs Medical. Der grüne Tee und der ungesalzene Reis hängen uns mittlerweile kilometerweit zum Hals raus und drücken auf die Laune. Bis zu unserem Termin am Dienstag werden wir es noch durchhalten … .

Der Papierkrieg von Gen-I lässt auch auf sich warten, aber wir denken, das sind jetzt einfach die letzten Meter, die wir auch noch überstehen. Wir wünschen euch ein schönes Wochenende, stay tuned!

erstarrte Lava

8.8.07, Mittwoch. Da es mit dem Medical so gar nicht vorwärts geht, nutze ich den Vormittag, um vielleicht doch noch einen Arzt aufzutreiben, der das zügig durchziehen kann. Nach 15 (!) Anrufen bei verschiedenen Praxen bin ich kein Stück weiter. Nicht für Geld und gute Worte. Dann versuchen wir es nochmal persönlich in unserem Feldlazarett. Keine Chance, unser Doc befindet sich auf einem Workshop. Wann und ob er wieder erscheint? Keine Anhnung und kein Plan. Morgen anrufen. Na toll. Relax, mate …

Stephan mäht den Rasen.

9.8.07, Donnerstag. Auch heute wieder kein Millimeter zu machen. Das Feldlazarett vertröstet uns auf morgen, wir sollen uns um 9.00 Uhr telefonisch melden. Dann sei der Doc wieder da. Inschallah.

Heute bin ich in der Stadt zum Mittagessen verabredet mit einer Dame aus aus Auckland. Sie ist reizend, kennt sich in der IT-Branche sehr gut aus und wir plaudern ein Stündchen. Viel konkrete Infos kommen leider nicht dabei heraus, da sie ja in Auckland arbeitet und ich meinen Job hier antreten werde. Aber interessant wars auf jeden Fall - und ich erfahre doch Einiges über mein neues Unternehmen im Allgemeinen.

Stephan und ich freuen uns überhaupt darauf, wieder zu arbeiten. Ihm ist es dabei auch etwas mulmig wegen der Sprache und der Ansprüche, die (vielleicht) an ihn gestellt werden. Ich ziehe ihn natürlich gnadenlos auf - wer beim Sprachtest (IELTS) eine exzellente 7,5 hingelegt hat darf nicht jammern! Ich freue mich einfach nur auf meinen Job. Ich weiss natürlich um was es geht, habe allerdings keine klare Vorstellung davon, wie das Ganze abläuft. Das wird sich schon zeigen, Sorgen kann ich mir immer noch machen ;-).

Da sich schon einige um die besten Plätze (siehe letzte Kommentare!) in unserer neuen Hütte raufen, werden wir wohl erstmal ein Sammellager in der Garage einrichten und dann per Los entscheiden. Da wir, wie ihr wisst, sehr verfressen sind, werden wir natürlich diejenigen bevorzugen, die gut kochen können …

WICHTIG: Habt ihr bei der Umfrage für Heikos Diplomarbeit mitgemacht? Hier nochmal der Link: UMFRAGE. Keine Sorge: es ist anonym und wir können den armen Jungen doch nicht hängen lassen, oder?

Das Wetter ist auch heute wieder superschön, Katzi sonnt sich, Jenny zupft Unkraut und verdient sich damit einen Zuschuss zum Taschengeld (siehe unten).
Katzi

Jenny bei der Arbeit

Jenny bei der Arbeit

und weiter …

7.8.07, Dienstag. Mit der Wahnsinns-Geschwindigkeit halb erstarrter Lava geht es voran. Jobfront: Stephans Referenzen sind beide erledigt und sehr gut angekommen. Gen-I hat sogar schon angerufen und den Wunsch geäußert, dass Stephan zum 1.9. anfangen soll. Der Papierkram (schriftliches Angebot) dauert allerdings noch ein paar Tage, man bittet um Geduld. Meine Referenzen sind auch beide eingetroffen und freudig abgenickt - per Mail wurde nochmal bekräftigt, dass sie mich haben wollen. Der Papierkram dauert aber … (s. o., Lava).

Wir wissen ja, dass Arbeitskräfte in NZ fehlen, aber dass es so dramatisch ist?! Scheinbar schon: das Medical wurde wieder verschoben - auf Freitag. Mist. Da hungern wir, trinken grünen Tee, machen verstärkt Sport und dann verschieben sie uns das Medical immer wieder vor der Nase … . Das erinnert mich an die Geschichte mit dem Esel und der Karrotte.

Hausfront: Wir haben es geschafft!!! Ab dem 7.9. sind wir stolze Mieter eines 4-Zimmer-Hauses! Dafür müssen wir noch nicht mal soooo weit umziehen, es sind nur ca. 2,5 km Luftlinie. Damit kann Jenny gottseidank an ihrer Schule bleiben, das war ganz oben auf unserer Prioritätenliste. Die Bude ist auch kein klassisches Kiwihome (z. B. mit Zwangsbelüftung und -befeuchtung oder interessanten elektronischen Spezialeffekten). Es ist ein Neubau mit genügend Platz innen und aussen, so dass man da eine Weile wohnen bleiben kann (und nicht über Gäste stolpert, wenn man morgens aufsteht). Es gibt sogar eine Badewanne!!!! Das haben wir doch etwas vermisst.

Wir haben da Riesenglück gehabt, denn der Markt im Großraum Wellington ist leer. Selbst Bruchbuden im Gang-Ghetto sind selten, auch sogenannte “Executive Homes” sind rar. Bei diesen “Homes” handelt es sich um tolle Luxushütten, die man aber nicht bezahlen kann. DIE ordentliche Burg zum bezahlbaren Preis haben wir uns jetzt geschnappt. Leider ist es noch eine Baustelle, zu sehen gibt es nicht viel. Wir haben das Ding vom Plan weg gemietet, nachdem wir uns das Neubaugebiet, umliegende Häuser gleicher Art und Güte und die Gegend angeschaut hatten. Kleiner Nachteil: den Superblick über die Lagune, Mana Island und das Meer haben wir dann nicht mehr. Vorteil: man ist schneller am Strand (5 Min) und der Strassenplaner stand nicht unter Drogeneinfluß. Wir wohnen dann auch wieder auf einem Hügel, der Garten ist trotzdem eben und es ist Platz für einen Pool. YES!!! Geheizt wird übrigens mit einer sogen. “Heatpump” (Klimaanlage/Konverter), das ist die sparsamste und effektivste Möglichkeit in Neuseeland zu heizen.

Zu eurer Erbauung habe ich die Makler-Bilder des Nachbarhauses eingefügt. Unsere Hütte sieht (wenn sie fertig ist) so ähnlich aus - inklusive Aussenanlage) und hat die gleiche Innenausstattung (Handtuchwärmer, Herd und Geschirrspüler sind dann auch drin).
Wann kommt ihr?

Whitby

Whitby

Whitby

Millimeter …

6.8.07, Montag. Wir sind einen Millimeter weiter: Bei Stephans Reference Check kam eine von zwei Refernzen zurück. Hoffen wir mal, dass die Zweite heute Nacht eintrudelt, dann könnte es an dieser Front mal weitergehen. An meiner Front hat sich nichts getan. Derweil ist für Stephan noch ein neuer Interview-Termin angesagt - diesmal beim Ministry of Health - allerdings erst nächste Woche. Man weiss ja nie …

Hausfront: wir haben ein Objekt ins Auge gefasst, mal sehen, wie sich das entwickelt.

Nachdem es gestern schön sonnig war, schüttet es heute wie aus Eimern. Naja, ist ja auch Winter. Wenigstens ist es nicht kalt, nur ungemütlich. Bei der Gelegenheit überprüfen wir unseren Stromverbrauch und stellen fest, dass (obwohl wir ja mit Strom heizen) der Verbrauch im Rahmen bleibt. Sparen haben wir ja in Deutschland gelernt …

Wir haben ja auch bei unserem Auto manchmal so richtig das “verbotene-nicht-politisch-korrekte”-Luxus-Gefühl. Es ist halt kein Diesel, komfortabel, mit Klimaanlage und sogar ein Automatik-KFZ (9,5 l/100 km) UND wir können es uns trotzdem leisten, weil der Staat hier nicht so gierig ist.

Genauso sieht es übrigens mit dem Einkaufen aus. Wenn man nicht täglich dreimal Filetsteak futtern muss, kommt man hier richtig günstig davon - und ernährt sich dabei noch frischer und besser. So. Jetzt gibts Abendessen :-)