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30.8.2007 von sabine.scholl.
30.8.07, Donnerstag. Heute haben wir die beiden Visa für Stephan und Jenny weggeschickt - mal sehen, wie lange es dauert. Ja - und schweren Herzens haben wir uns dazu durchgerungen, auch in Neuseeland Steuern zu zahlen. Das heisst, wir haben jeder eine Steuernummer beantragt. Das Steuersystem ist hier übrigens denkbar einfach: Kein Ehegattensplitting, Kinderfreibeträge oder sonstiger Bulls**t. Keine sonstigen Lohnnebenkosten wie Arbeitslosenversicherung, Rentenbeiträge oder sonstiger staatlicher Besch**ß. Nach dem Arbeitsleben - mit 65 - gibt es die Einheitsrente (ist natürlich nicht doll, aber keiner verhungert damit). Wer mehr will, muss halt im Laufe seines Arbeitslebens vorsorgen.
Das Gesundheitssystem ist ähnlich: Jeder ist beim Staat grundversichert und die Leute haben sogar eine etwas höhere Lebenserwartung als in D. Wer mehr will, kann selbstverständlich durch eine private Zusatzversicherung für Luxus sorgen.
Die Steuererklärung ist übrigens ca. eine DIN A5 Seite gross, das schafft jeder. Das kommt dem Bierdeckelprinzip doch bedenklich nahe (ihr erinnert euch an den Professor aus Heidelberg?)
und funktioniert prima.
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29.8.2007 von sabine.scholl.
29.8.07, Mittwoch. Heute haben wir den letzten Berg Papierkrieg (wg. Container etc.) erledigt. Es sind dann nur noch Kleinigkeiten, wenn dann das Visum vorliegt. Mit meinem neuen Chef habe ich für den Montag einen Termin vereinbart, offiziell anfangen werde ich (wenn nix mehr dazwischenkommt, inchallah) am 10.9..
Gestern Abend habe ich versucht, die Mondfinsternis für euch einzufangen. Es war sehr eindrucksvoll, der Mond orangerot. Aus den 20 vollschwarzen Bildern - die Kamera war halt völlig überfordert - habe ich mit allen Mitteln der Hexenkunst (Bildbearbeitung) ein bisschen was hervorgezaubert …


… und während wir draussen waren hat unsere mondsüchtige Katze wohl Drogen genommen:

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28.8.2007 von sabine.scholl.
28.8.07, Dienstag. Nicht nur Vollmond - sondern auch noch Mondfinsternis. Für unser Entertainment hat Neuseeland wirklich weder Kosten noch Mühen gescheut
. Der heutige Tag stand wieder ganz im Zeichen der Selbstverwaltung. Stephans Papiere sind jetzt (hoffentlich) vollständig, dann kann es an der Front auch weitergehen. Für Jenny haben wir einen Zahnarzt gesucht, sie verliert jetzt immer wieder Milchzähne, da müssen wir die Entwicklung mit der Zahnspange im Auge behalten.
Nachsendeantrag haben wir heute in Auftrag gegeben und so verschiedene weitere Kleinigkeiten erledigt. Wir möchten halt auch soweit es geht den Rücken frei haben, wenn es dann mit der Arbeit losgeht und der Umzug steht ja auch noch an. Gerade hatten wir uns an das faule Leben gewöhnt ….
Das Wetter wird spürbar wärmer, in drei Tagen ist hier Frühlingsanfang, das merkt man. Es wird nachts nicht mehr so kalt und man kann schon wieder mit kurzen Hosen und T-Shirt nachmittags rumlaufen. So gefällt uns das! (@Cabrio-Fraktion: Saison hat begonnen - die ersten “oben ohne” haben wir schon gesichtet). Ein “Hu Hu” an alle Daheimgebliebenen und an alle Reisenden …
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27.8.2007 von sabine.scholl.
26.8.07, Sonntag. Unser wöchentlicher Ausflug ins Schwimmbad - mit Sauna und Spa (die Rutsche ist auch klasse!). Nachmittags ist Jenny bei den Nachbarn, sie geht mit deren Tochter Tracy in die gleiche Schule. Jenny darf auch mit, als Richard und Sonja zum Baumarkt fahren. Unterwegs erzählt Jenny soviel von unserem neuen Haus, dass Richard vorbeifährt. Als sie zurückkommen, überfallen sie uns ganz aufgeregt und beglükwünschen uns wortreich - wir sind ganz perplex. Bis sich herausstellt - das war ein Missverständnis: sie dachten, wir haben die Burg gekauft … .
Abends kommen Boris und Julika vorbei, sie bringen Fish and Chips mit. Ein gemütlicher Abend.
27.8.07, Montag. Wir kümmern uns um einen Parkplatz. Arbeitsplätze gibt es jede Menge in Wellington - aber keine Parkplätze. Also haben wir beschlossen, einen Platz im Parkhaus auzumieten. Das ist nicht billig, kostet ungefähr soviel wie in Karlsruhe.
Für Stephan kramen wir noch Visaunterlagen zusammen und mailen sie zu unserem Consultant, Peter Beiner. Er ruft an und hat gute Neuigkeiten: Immigration hat mit ihm telefoniert, mit meinen Unterlagen ist alles bestens - nächste Woche wird es mit meinem Visum soweit sein! JAU!!!!!!!!
Unser Antrag für die Auswahl zum dauerhaften Aufenthalt (EOI for pool selection) wird auch gleich gestellt. Wenn alles glatt läuft, haben wir vielleicht noch vor Weihnachten die Permanent Residence = Dauer-Aufenthaltserlaubnis. Das wär ein Ding.
Nachmittags kommt noch eine Dame von der Umzugsfirma und bringt uns Kartons, dann dürfen wir wieder ein paar Interessenten unsere Bude zeigen (Nachmieter). Bei uns ist es derzeit daueraufgeräumt (sehr ungewohnt …).
Ja, Leute, die Lava ist wieder in Bewegung :-).
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25.8.2007 von sabine.scholl.
25.8.07, Samstag. Den Vormittag verbringen wir mit Vorbereitung von Stephans Visa-Antrag, nachmittags treffen wir uns mit unserem neuen Landlord (Vermieter) auf der Baustelle unseres neuen Hauses. Er bietet uns an, sogar noch eine Woche früher einzuziehen - aber das koennen wir jetzt leider nicht mehr umbiegen, denn der ganze Umzug ist schon fertig organisiert. Wir drehen eine kurze Runde durchs Haus - ich habe euch ein paar Bilder mitgebracht:
In der Strasse entstehen noch mehr neue Häuser, so sieht eine Kiwi-Baustelle aus:

Der Blick von der Haustür aus,
rechts geht es in zwei der Zimmer, hinter der linken Wand ist die Garage,
geradeaus ein Einbauschrank.

Kurzer Blick in eines der Zimmer:

Ein Blick in die Garage:

Viel Stauraum - die Wandschränke:

Erstes Bad: mit Dusche, Wanne und Heatrail (Handtuchwärmer) …

Im großen Schlafzimmer, der Blick zu Bad Nr. 2 und begehbarem Schrank.

Ein Eindruck von Jennys Zimmer

Die Küche wird noch … es gibt sogar eine kleine Pantry (Abstellkammer)

Von der Küche aus - links der Essbereich, rechts das Wohnzimmer:
Wie man sieht, ist der Garten noch nicht fertig aber schön geräumig.

Ein Teil vom Wohnzimmer …

… und noch ein revolutionäres Detail:

Den Blick werden wir dann in Zukunft vermissen:

Aber man kann nicht alles haben. Das, was wir erreicht haben ist toll und macht uns glücklich. Unser Mut und unsere Investitionen wurden wirklich belohnt.
Zeit, einen Gruss an Margit und ihre Familie zu senden, sie haben noch viel mehr Mut als wir (sie kommen mit zwei Kindern und einem Hund und siedeln auf der Südinsel!) und werden nächsten Freitag im gelobten Land eintreffen. Alles Gute, haltet durch, die letzten Tage und der Abschied sind mörderisch. Wenn ihr gelandet seid, habt ihr das neue Leben vor euch!
Der nächste Reisende ist Max - er macht sich auf nach Benidorm und fährt hoffentlich nicht in den Graben, wenn er sich wieder über die exzellenten Fahrkünste seiner Mitmenschen aufregt!
Inge startet ein grosses Abenteuer: sie reist zum Berg Ararat - und dabei durch sehr interessante Länder (Armenien, Iran usw.). Wir hoffen, sie gewöhnt sich nicht an Tschador oder Burka und kommt gesund wieder - damit sie gleich weiter nach Bulgarien jetten kann. Alles Liebe und gute Reise!
Holgi treibt sich in Spanien rum, mit Angina, leider - gute Besserung!
Komisch, irgendwie habe ich das Gefühl, dass Alle aus Deutschland verschwinden!?! Auch wenn ich mich wiederhole: Seid umweltbewusst, der Letzte macht dann bitte das Licht aus
Unwort des Jahres: Fachkräftemangel …
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24.8.2007 von sabine.scholl.
24.8.07, Freitag. Um uns vor dem Wochenende noch ein Erfolgsergebnis zu gönnen, sind wir in die Stadt gefahren, um die NZ-Führerscheine zu machen. Es gibt doch so einige Unterschiede im Strassenverker, so haben wir uns entsprechend vorbereitet. Den Führerschein kann man beim Ministerium oder bei autorisierten Stellen machen - wie z. B. AA. Das ist sowas ähnliches wie der ADAC in Deutschland.
Wir hatten unsere Anträge ausgefüllt, eine Telefonrechnung (wegen der Adresse) eingepackt, den Augentest beigefügt (hatten wir zusammen mit dem Medical gemacht, braucht man auch nur für LKW) und sind losgezogen. Leider konnte ich den Test nicht machen, mein Pass liegt bei Immigration und ein Personalausweis wird nicht akzeptiert. Stephan hat den Test gemacht - und hat ihn mit Bravour bestanden!!! Ein Teilerfolg wenigstens, er hat jetzt Auto, Motorrad und mittelschwere LKW. Sobald ich meinen Pass wieder habe (mit Visum hoffentlich!) gehe ich halt wieder hin. Dann machen wir auch noch Class 5 (die schweren LKW).
Das Ganze läuft hier sehr locker und zügig ab, kein Vergleich mit dem Geschiss, was in Deutschland gemacht wird. Das heisst nicht, dass man hier nix wissen muss - es geht hier um den Rahmen, in dem das Ganze abläuft: unbürokratisch. Von den Kosten reden wir mal gar nicht. Kleine Info am Rande: wenn man hier den LKW-FS (Class 5) macht, darf man Alles fahren, was Räder hat (außer Motorrad). Der FS gilt dann auch in Deutschland als LKW-Führerschein, Klasse 2. Nett, nicht? Kostet 80 NZD (40 Euro). Noch Fragen?
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23.8.2007 von sabine.scholl.
23.8.07, Donnerstag. Der Tag an dem der Antrag eingereicht wurde … . Ich kanns kaum glauben, aber wir haben es geschafft. Das Papiermonster ist auf den Weg gebracht. Das neue F-Zeugnis wird nachgereicht (das Alte zur Info beigelegt). Als Nächstes sind dann Stephans Papiere dran. Er kriegt ein Anhängsel-Visa, wenn wir separat beantragen würden, müssten wir seine ganzen Papiere übersetzen und extra die Qualifikationen anerkennen lassen - ein teurer Spass. Ausserdem unnötig, da er ja sein Joboffer hat.
Die Papiere kamen heute gegen Mittag, wir haben alles kopiert (3.587 Seiten), ein paar Fehler korrigiert und noch ein paar Sachen hinzugefügt, Pass dazu, eingetütet und ab dafür.
Nachmittags lernen wir brav Führerschein, dann haben wir Jenny und die südafrikanischen Kddies wieder. Meiny arbeitet ja und ihr Mann - Rudi - kümmert sich derweil um die Kinder, er fängt erst am 10.9. an zu arbeiten. Zur Zeit ist er aber krank. Er hat eine ganz seltame Erkältung/Grippe mit Fieber, die nicht weggeht. Es ist auch nicht ansteckend. Die Ärzte sagen, das das viele Leute im Winter haben. Meiny war mit der Aussage nicht zufrieden und hat recherchiert, sie arbeitet schliesslich im Gesundheitswesen und sitzt an der Quelle.
Es handelt sich aller Wahrscheinlichkeit nach um eine Kiwi-House - Erkrankung. Viele ältere Häuser sind im Winter sehr feucht. Durch die einfach-verglasten Fenster bildet sich täglich viel Kondenswasser. Das ist natürlich kein gesundes Raumklima. Deswegen hatten wir gleich nach unserem Einzug einen Luftentfeuchter gekauft - das ist kein sinnloser Luxus hier, ausserdem spart es Heizkosten. Bei unseren Südafrikanern kommt auch noch dazu, dass sie ein extrem trockenes Klima gewohnt sind (sie sind ja auch noch nicht lange da).
Rudi hat sich von allen am meisten zuhause aufgehalten, deswegen hat es ihn nun erwischt. Jetzt trocknen und entfeuchten sie was das Zeug hält und sie werden auch sobald es geht umziehen. Man hilft sich auch gegenseitig, wo es geht: mal Informationen austauschen und mal Kinder übernehmen (bei unseren vielen Terminen in der Stadt hat Rudi oft ausgeholfen) - und wir sind froh, dass wir so nette Leute kennen gelernt haben.
Mit netten Leuten in Kontakt zu kommen ist hier aber auch wirklich nicht schwer - und ganz, ganz wichtig, sonst kommt man in einem neuen Land nie richtig an. Ich habe ja schon mal von einer deutschen Familie erzählt, die schon ein Jahr da ist und die Mutter hochschwanger war. Sie hat inzwischen ihr Baby (ein Junge) bekommen - alles bestens. Sie haben jetzt auch die PR (unbegrenzte Aufenthaltserlaubnis) erhalten, wohnen in einem netten Haus - alles im grünen Bereich und trockenen Tüchern. Aber: sie wirken irgendwie unglücklich und wenn man mit Nicole redet, hat sie immer etwas, über das sie sich beklagt. Wir haben den Eindruck, dass sie wohl lieber wieder in Deutschland waere und dass sie sich vor der Auswanderung nicht genügend informiert haben. (Wenn man in ein fremdes Land einwandert, sollte man sich nicht wundern, wenn man mit einem deutschen Führerschein nicht fahren darf und einen internationalen FS braucht. Wenn man als Ausländer kommt hat man nicht automatisch freie Krankenversicherung usw. usw.. Vermeidbare Fehler!). Sowas können wir nicht nachvollziehen - für uns überwiegen bei weitem die Vorteile :-).
Natürlich ist einem manchmal mulmig. Da hilft nur: Augen auf für das Schöne, das Neue und bereit sein für Erfahrungen. Wie Holger im Kommentar schon sagte - wir haben auch schon einiges erreicht! Die Jobsuche lief zunächst etwas holprig, das Medical war nervig - aber der Rest? Ging wie das Messer durch die Butter, mit vielen positiven Überraschungen.
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22.8.2007 von sabine.scholl.
22.8.07, Mittwoch. Kennt ihr das Phänomen? Man macht eine “to do”-Liste mit allem, was man zu erledigen hat und beginnt damit diese Liste abzuarbeiten - aber die Liste ist unendlich. Vorteil von Listen: Man fühlt sich zeitweise gut, weil man denkt, dass man alles im Griff und einen Überblick hat. Nachteil: Solche Listen wachsen von alleine, die Sachen, die man erledigen muss, werden immer zahlreicher und der gefühlte “Überblick” ist nur eine kurzlebige Illusion.
So fühlen wir uns derzeit. Morgens kümmere ich mich um den Containerangelegenheit, da ich Rückmeldung aus Deutschland habe, dass die Spedition alles veranlassen wird. Ich telefoniere mit der netten Dame von unserer Abwicklungsfirma in Wellington, die mir zügig ein Formular mailt, was ich für die Zollabwicklung etc. ausfüllen muss. Die Erkenntnis: die Deutschen haben das Erstellen von konfusen Monsterformularen nicht erfunden. Die Kiwis können das auch. Leise schliesse ich die pdf-Datei und schreib es auf die Liste. Wie sagte Scarlett O’Hara am Ende von “Vom Winde verweht”: “Ich werde morgen darüber nachdenken!”
Dann ist es schon Zeit, den Termin beim Notar wahrzunehmen, damit die neuen Führungszeugnisse in die Gänge kommen. Der Typ ist mal richtig cool, die Sache ist in 5 Minuten gegessen, wir können die Formularen sogar aus seinem Büro faxen. Die Unterschriftenbeglaubigung (für beide!) kostet 50 NZD. Preise wie vorm Krieg. Mal wieder ein Teilschritt auf der Liste abgehakt.
Wir machen noch unseren Einkauf, dann müssen wir zuhause sein, da sich eine Maklerin mit Interessenten für unser Haus angemeldet hat. Mist. Schon wieder aufräumen.
Nachdem die Leutchen wieder draussen sind, holt Stephan Jenny und ihre südafrikanischen Kumpels von der Schule ab und geht in den Park. Ich nutze die Zeit, mich auf die Führerscheinprüfung vorzubereiten. Die wollen wir nächste Woche machen. Unser internationaler FS gilt nur für ein Jahr, dann brauchen wir einen neuseeländischen. Wir wollen das jetzt hinter uns bringen, wo wir noch nicht arbeiten und Zeit haben (ha ha).
Abends kommt Meiny, um ihre Kiddies abzuholen - dann ist es auch schon wieder Zeit fürs Abendessen. Über den Tag hinweg hab ich noch ca. 20 Mails geschrieben - und wie sieht die Liste aus? Hat sich verändert, ist aber nicht kürzer geworden … eher etwas länger.
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21.8.2007 von sabine.scholl.
21.8.07, Dienstag. Vormittags grosses Rotieren bezüglich Umzug - alles muss umgestellt werden, der Alptraum ist ja Allen bekannt, die schon mal umgezogen sind … (@Stefan + Ute: das trifft euch auch bald!!)
Gottergeben legen wir los und rufen erstmal an, in der Erwartung, irgendwelche Formulare zu bekommen, die dann wiederum in x-facher Ausfertigung sonstwohin geschickt werden müssen und und und.
Überraschung: das geht alles flott, problemlos und sehr freundlich am Telefon, von Müll über Telefon bis Strom usw.. Wir sind verblüfft und hocherfreut. Kundenservice wird hier wirklich ganz grossgeschrieben. Wir bestätigen noch das Angebot der Umzugsfirma und schicken ein Mail nach Deutschland, damit dnser Container auf den Weg gebracht wird.
Nachmittags fahren wir beim Makler vorbei und zahlen die Kaution für das neue Haus - dann wird es spannend: 15.30 Uhr haben wir Termin im Feldlazarett, die letzte Runde fürs Medical. Dr. Huu Hoai Nam Nguyen (er heisst wirklich so!) schaut sich die Laborergebnisse an - alles bestens - unterschreibt die ganzen Berge von Papier und das wars. Endlich.
Die Freude ist dann doch kurz. Wieder zuhause ist ein eMail eingetrudelt. Unser Einwanderungsberater hat festgestellt, dass die polizeilichen Führungszeugnisse abgelaufen sind. Die lagen ja bei ihm und er hat jetzt beim Zusammenstellen entdeckt … (1 Woche - in Worten: EINE). Nach dem mittelstarken Tobsuchtsanfall füllen wir zähneknirschend die Formulare für neue Führungszeugnisse aus, machen für morgen einen Termin beim Notary Public (Notar), damit die Unterschriften beglaubigt werden und überweisen unseren Obulus auf das Konto des Bundesamts für Justiz.
Meine Fresse, die Götter müssen richtig Spass mit uns haben.
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20.8.2007 von sabine.scholl.
20.8.07, Montag. Heute soll das Medical fertig werden. Gespannt rufen wir bei unserer Urwaldklinik an, ob denn die Laborergebnisse eingetroffen sind - und wir vorbeikommen können, um alles fertig zu machen. Keine Ahnung und kein Plan, man vertröstet uns auf einen Rückruf. Die Rückrufe, die dann nie kommen, kennen wir ja schon. In den Hosentaschen zeigt sich ein leichter Faustansatz.
Aber dann - ein Wunder - ein Rückruf: Ergebnisse sind aufgetaucht, sie sind in Ordnung und morgen können wir mit unserem Papierkrieg vorbeireiten und alles fertig mitnehmen. JAU!!!
Heute gehts nicht so richtig vorwärts - aber immerhin …
Dann meldet sich eine nette Dame wegen der Weitervermietung unserer Hütte, ob sie vorbeikommen und Bilder machen kann. Na klar. Entsprechende Hektik bricht aus - die Burg muss präsentabel werden! Den Rest könnt ihr euch vorstellen.
Madam ist sehr zufrieden, macht ihre Bilder und zieht wieder ab. Das, was wir eigentlich vorgehabt hatten ist natürlich liegen geblieben. Das Angebot der Umzugsfirma muss geprüft und bestätigt werden, der Container aus Deutschland muss losgeschickt werden und wir müssen nochmal beim Makler vorbei wegen unserer neuen Burg, Kaution abliefern und - wird das neue Heim der First Family rechtzeitig fertig? Bleiben Sie dran!!
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