Archive für Juli 2009

Peter am Everest

31.7.09, Freitag. Stephan hat heute die nächste Prüfung bestanden (ITIL), das war nicht einfach! Ich mach die Prüfung in ein paar Tagen, hoffentlich klappt das bei mir auch - Daumendrücken! Meine Kollegen fragen manchmal, warum wir den Aufstand mit den ganzen Qualifikationen machen. Klar, kostet das Geld und ist eine Extra-Belastung mit der ganzen Lernerei. Wir sehen das einfach als eine Investition in die Zukunft, irgendwann bessere Jobs zu haben oder ein bisschen Karriere zu machen. Ausserdem sichert das vielleicht etwas unsere derzeitigen Arbeitsplätze - man weiss ja nicht, wie die globale Krise weitergeht und in meinem Verein hat es schon Entlassungen gegeben. Es herrscht auch überall Einstellungsstop, also denken wir, dass Rumsitzen und Abwarten keine Alternativen sind - das war ja schon immer unser Motto ;-) sonst wären wir auch nicht hier.

Heute Abend ist es soweit - Peter zeigt seine Welttournee-Bilder! Leute, das ist grandios!! Seine Bilder von Prag sind klasse - aber die Nepal-Bilder schlagen wirklich alles. Peter hat dort eine Art Bergwander-Tour gemacht, bis ca. 5.700 m Höhe, 14 Tage bergauf und bergab über Eis- und Geröllfelder, Gletscher und Muränen in der Nachbarschaft von Everest, Lhotse und Ama Dablam. Das Wetter war ihm hold und er hat fantastische Aufnahmen gemacht. Wenn ich bei Gelegenheit dazukomme, werde ich mal ein paar hier reinsetzen.
Kurz vor dem Everest Base Camp hat er auch einen Tag unter Höhenkrankheit gelitten, das muss extrem unangenehm sein. Im Base Camp war er natürlich auch in der höchstgelegenen Bäckerei der Welt, da gibts ein Bild auf dem er nach all den Anstrengungen und Entbehrungen freudestrahlend ein Everest-Croissant mampft. Gottseidank hat er es insgesamt gut überstanden, es war ein Trip, der ihm wirklich was abverlangt hat.
Anschliessend hat Peter eine Woche Land und Leute erkundet und auch hiervon tolle Bilder geschossen. In Canada war dann Familie angesagt - und jetzt ist er wieder hier. Mal sehen, wie lang :-)

1.8.09, Samstag. Jenny ist erkältet, mit Netball wird heut nix. Dazu ist auch noch Regen angesagt - das ist ein Indoor-Tag … ;-)
Happy Weekend, Leute!

Extra-Training

30.7.09, Donnerstag. Das schlimmste der Woche liegt hinter uns … das Wochenende ist in Sicht :-) Heute waren wir mit Jenny beim Extra-Training, sie ist richtig ehrgeizig, was ihre Karate-Karriere angeht. Nächsten Samstag ist es dann soweit!

Was heute sonst noch so los war? Im Radio haben sie sich heute gestritten, ob man das Wort “gruds” nun mit t (gruts) oder mit d (gruds) schreibt. Es handelt sich hier um ein Slang-Wort fuer Unterhose. Nachdem mehrere Tausend Leute getexte, gemailt und angerufen haben, wurde das Problem zur Chefsache erklärt und den haben sie dann auch angerufen. John Key (unser Premierminister) hat ja Humor und ist für solche Spässe zu haben. Dazu muss man wissen, dass er dafür bekannt ist, mit dem Englischen auf Kriegsfuss zu stehen … er kann aber über sich selber lachen und hat die Sache elegant gelöst und entschieden, dass es GRUDS heisst. Jetzt wissen wirs :-)

besser …

29.7.09, Mittwoch. Das ist schon besser, die Woche ist zu 3/5 erledigt :-) Das lässt einen doch irgendwie aufleben …
Der Winter ist hier wieder zurück, mit Wolken, etwas Regen und Kälte, aber solange es immer wieder wechselt, können wir uns nicht beklagen. Letztes Jahr war es ja grauenvoll - mit dem Dauerregen.
Dann also: Schöne Restwoche an ALLE ;-)

geht so.

28.7.09, Dienstag. Geht so - keine Pannen heute. Peter, unser Weltreisender, kommt am Wochenende endlich mal vorbei zum Bilder zeigen. Wir haben uns schon ein paarmal auf einen Kaffee in der Stadt getroffen, er ist immer noch völlig begeistert von seiner Reise.
Interessanterweise hat er, als er sich in Prag rumgetrieben hat, sich mit einer Internetbekanntschaft getroffen. Die Dame kennt er seit über 3 Jahren - ausschliesslich übers Netz. Es hat wohl ziemlich gefunkt zwischen den beiden und Peter denkt jetzt darüber nach, ob er sich hier wieder einen Job suchen soll - oder ob er für einige Zeit nach Prag geht.
Wir können ihm bei der Entscheidung nicht viel helfen - ich denke, da er ja sonst keine Verpflichtungen hat, sollte er seinem Bauchgefühl folgen!! Ausserdem ist er ja in der ehemaligen Tschechoslowakei geboren (seine Eltern sind dann später mit Kind und Kegel nach Canada ausgewandert) und spricht die Landessprache fliessend. Spannende Angelegenheit :-)

Happy Montag …

27.7.09, Montag. Es fing schon damit an, dass heute morgen in unserem Badezimmer das Licht ausgefallen ist. Von da an gings bergab - und fies kalt wars auch noch. Von den Pannen im Büro (Computer- und sonstige Desaster) erzähl ich gar nicht. Ich hab dann um 16 Uhr pünktlich mein Etablissement verlassen, damit Heimweg und Jenny-abholen wenigstens zügig verlaufen, dem Berufsverkehr etwas aus dem Weg. Selbstverständlich habe ich heute morgen mein Handy daheim liegengelassen, macht ja normalerweise nix - heute hätt ichs gebraucht!
Der Bus zum Parkhaus war ganz flott, das erste Highlight des Tages. Dann steh ich da rum (im kalten Parkhaus) - und wer nicht beikommt, ist mein Gatte. Ich denk noch, er könnt ja wenigstens anrufen, da fällt mir ein, dass die blöde Handgurke daheim in der Küche liegt. Dann latsch ich halt im Kreis rum, um nicht zu erfrieren. Kein Stephan. So langsam wirds knapp mit der Zeit und der Berufsverkehr immer dichter, soweit ich das sehen kann.
Theoretisch könnte ich ja mit unserem Auto los, aber Stephan steht dann später ohne da, ich hab den falschen Schlüssel - damit kann ich zwar aufschliessen, kann aber die Alarmanlage nicht ausschalten (geht nur mit der Fernbedienung). Ausserdem hab ich keine Magnetkarte, um mit der Karre aus dem Parkhaus zu kommen. Vor meinem geistigen Auge seh ich mich schon mit heftig jodelnder Alarmanlage an der Ausfahrt mit dem semi-intelligenten Parkhausfuzzi lauthals diskutieren … nee, danke. MegaMurks.
Um 5 vor 17 Uhr mach ich mich auf den Weg zum Taxistand - ich muss sehen, dass ich irgendwie aus der Stadt und zur Schule komme, Jenny muss ja spätestens 17.50 Uhr bei der Nachmittagsbetreuung abgeholt werden … sonst gibts grossen Mecker. Telefonnr. hab ich (ausser meiner eigenen und unserer Festnetznr.) auch keine im Kopf - alle im Handy gespeichert - und kann deshalb noch nicht mal jemanden anhauen, ob ich mal telefonieren kann. Der Tag hängt mir grad kilometerweit zum Hals raus, da kommt Stephan um die Ecke gehechtet. 1 Minute später hätten wir uns garantiert verpasst. Seinem Chef waren Punkt 16 Uhr noch “gaaanz wichtige Sachen” eingefallen %$#@!

Wir haben es dann grad noch geschafft, Jenny rechtzeitig einzusammeln - jetzt haben wir keinen Bock mehr und ich sitz vor der Heizung, um mich wieder aufzutauen … Happy Montach euch allen ;-)

12:3

26.7.09, Sonntag. Das Wetter hat sich wirklich ins Zeug gelegt - wir geniessen ein paar herrliche Tage :-) Das Netball-Spiel gestern wurde 12:3 gewonnen - Chapeau!!!
Anschliessend wollten Jenny und ihre Freundin rote Strähnen in den Haaren, also … Farbe gemischt, Alufolie geschnitten und gepinselt ;-)
Hier sind sie, die beiden Grazien …
red!
 
Und warten gespannt darauf, dass die Einwirkzeit vorbeigeht und das Ergebnis sichtbar wird!
red!
 
Die Katzen freuen sich auch über den Sonnenschein und spielen :-) Bienchen ist ungewohnt gesellig - hier ein kleines Filmchen dazu:


Kreischer pennt auf dem Sofa, Sport ist ja nicht so ihr Ding …

Jenny und Hilldene sind ganz stolz auf ihre Strähnen!! (Gottseidank, wenn das nix geworden wäre, hätte Meiny - Hilldene’s Mutter - mich wahrscheinlich gelyncht … wir haben natürlich vorher gefragt, aber man weiss ja nie.) Das Ergebnis kann sich sehen lassen:
red!
 
Man sieht es noch nicht so richtig, weil die Haare noch etwas nass sind, aber es ist gut geworden, nicht fleckig oder falscher Farbton etc.
Ein trauriges Ereignis hatten wir gestern auch noch - wir haben unsern Subaru verkauft. Das war ein klasse Auto, zuverlässig und bequem hat er uns ja von Anfang an hier in Neuseeland über ca. 40.000km begleitet. Es ist einfach eine Karre, von der man sich schwer trennt - kennt ihr sicher auch, das Gefühl.

Heute ist Reiten angesagt, Jenny ist mit Carola zu deren Pferd unterwegs. Simone kommt nacher noch dazu, dann essen wir und gönnen uns einen Film :-)

Nachtrag: in der vergangenen Woche haben Stephan und ich eine weitere Prüfung auf unserem Fortbildungstrip hinter uns gebracht. Leider bekommen wir das Ergebnis erst in 4 Wochen, deswegen hab ich es nicht gleich erwähnt. Bestanden haben wir beide sicher - wie immer geht es um die Prozente! (Ich werde natürlich berichten!!!)

Wasser

24.7.09, Freitag. Endlich rum - war eine lange Woche! Simone ist auch wieder unter den Lebenden - sie war die ganze Woche krank gewesen (Monster-Erkältung). Ganz tapfer hat sie sich freitags zur Arbeit geschleppt. Zusätzlich zur Schweinegrippe ist die Erkältungs- und Grippewelle ziemlich heftig dieses Jahr - ein gefühltes Drittel der arbeitenden Bevölkerung scheint auf der Nase zu liegen. Diese Welle wird euch auch erwischen, aber wahrscheinlich erst richtig, wenn es bei euch Herbst und Winter wird. Bereitet euch mit viel Vitaminen darauf vor!

25.7.09, Samstag. Nachdem das Wetter an den letzten beiden Tagen “Untergang” gespielt hat, sieht es heute gar nicht schlecht aus - gestern morgen hatten die Wassermassen von oben sogar die Stadtautobahn überflutet.
Ich hab das Gefühl, hier in Neuseeland bestehen die Winter entweder aus Dauerregen (letztes Jahr) oder die gleiche Menge Wasser kommt in Schüben, begleitet von ordentlichen Stürmen (vorletztes + dieses Jahr)

Happy Weekend ;-)

Regenvariationen

23.7.09, Donnerstag. Die schönen Tage sind vorbei. Jetzt ist mal wieder richtig Sturm (120 km/std) und Regen in allen Variationen angesagt. Das ist sehr ungemütlich und sorgt für Verkehrschaos … :-(
Naja, nur noch morgen durchhalten - dann ist Wochenende. Wahrscheinlich wird Jenny’s Netball-Match mal wieder ins Wasser fallen, es werden noch Wetten angenommen ;-)

an der Tanke

22.7.09, Mittwoch. Die Rezession ist zwar nicht lustig und die blöde Schweinepest (viele kranke Kollegen!) zieht einen rigendwie auch runter, aber an der Tanke kann man momentan nicht maulen. Wir haben unsere Karre für unter $50 vollgetankt - das hat mich an die guten alten D-Mark Zeiten vor vielen, vielen Jahren erinnert …
Zugegeben, der Tank ist nicht gross (35l maximal) und die Karre braucht grad mal 5,5l auf 100 Kilometer - aber immerhin! 29 Liter getankt für umgerechnet € 20,04 (NZ$ 43,50) ist in Ordnung, oder? Damit sind wir gut 1,5 Wochen unterwegs, das ist klasse :-)

95%

21.7.09, Dienstag. Heute wieder megakurz - aber immerhin: 95% !! Geschafft :-)
Ansonsten ist es recht stressig derzeit, alle Arbeitgeber wollen “mehr für weniger” … Trotzdem waren wir brav im Gym und Jenny in Karate. Demnächst steht “grading” an, d. h. eine Prüfung, bei der sie den nächsten Gürtel bekommen kann.