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30.6.2008 von sabine.scholl.
30.06.08, Montag. Der Montag ist von der Sorte: das Liegengebliebene von der letzten Woche erledigen und die nächsten Tage so gut wie möglich freischaufeln, damit man nach der Rückkehr nicht wieder absäuft. Natürlich finde ich es nett, dass wir einen Betriebsausflug machen. Allerdings stehen wir kurz vor dem Ende des Finanzjahres = extreme Hektik und Finanzchaos; und der Ausflug geht nach Christchurch, wo derzeit frostige -5 Grad herrschen. Brauch ich eigentlich nicht.
Unser Chef ist allerdings ganz begeistert, na dann. Vermummen ist angesagt ![]()
Falls ich nicht erfroren bin, melde ich mich nach Rückkehr am Mittwoch wieder ![]()
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29.6.2008 von sabine.scholl.
26.6.08, Donnerstag. Mein Kollege Colin - vor ein paar Wochen frisch eingetroffen aus Schottland - hat den Leihwagen geholt, wir treffen uns in Wellington und machen uns auf zum Tagungssort. Cleveres Kerlchen, dass ich ja bekanntermassen bin, habe ich das Navi mitgenommen. Wozu ist man Geek?
Nach einer Weile kommt uns allerdings die Wegführung etwas komisch vor, wir sind auf der anderen Hafenseite von Wellington gelandet - Eastbourne. Sehr nett dort und es grenzt auch irgendwie Wainuiomata, aber leider ist hier die Strasse zuende (weil die Insel hier auch endet). Wir lachen uns einen Ast über das Navi und zuckeln leicht desorientiert weiter in der Gegend rum. Beim Sightseeing finden wir doch tatsächlich dann ein Schild - und wir laufen mit geringfügiger Verspätung doch noch da ein, wo wir sollen. Es ist sehr schön dort, ausserhalb des Ortes und sehr ruhig in einem Tag gelegen. Kein wirklicher “Blick”, aber ein idyllischer Park.

Und überall die verschiedensten Rosenbüsche zu sehen - daher hat das Etablissement ja schliesslich seinen Namen: Rosewood Estates:

Jetzt im Winter ist natürlich alles etwas trostlos, aber ich denke, man kann sich schon vorstellen, wie toll das hier im Sommer bestimmt ist. Hier noch mein Kollege Colin:

27.6.08, Freitag. Wir hatten einen guten Seminartag und freuen uns auf Tag 2. Heute verfahren wir uns auch nicht - sind pünktlich da, die anderen Teilnehmer auch, aber der Dozent ist wieder krank, der Tag fällt aus - wie man uns nach einiger Zeit mitteilt
Was machen wir jetzt mit dem angebrochenen Tag? Ins Büro?!?! Colin verrät mir, dass er heute Geburtstag hat und 55 Jahre alt wird - da beschliessen wir, das erstmal mit einem Frühstück zu feiern. Wir fahren in den Ort und hauen uns gemütlich die Wampe voll, dann fahren wir an den Strand, ist ja nicht weit
Das Wetter ist heute nicht ganz so schön, es geht ein kalter Wind, da machen wir unsg egen Mittag wieder auf den Weg in die Stadt, damit wir die Mittagspause nicht verpassen.
28.6.08, Samstag. Heute ist Jenny wieder mit Netball dran - diesmal ist es ein Unentschieden: 8:8 und Jenny hat auch wieder ein Tor geworfen. Vom Trainer bekommt sie noch eine Auszeichnung: “Bester Spieler des Tages” - da ist jemand stolz wie Harry!
Wer schon immer mal wissen wollte, was Kreischer nachts macht …

… steigt auf dem Pool rum und planscht.
29.6.08, Sonntag. Das Ende ist nah. Draussen ist Weltuntergang, es regnet durchgehend und der orkanartige Wind kommt aus allen Richtungen. Ich habe mich heute morgen trotzdem ins Gym geschleppt (Bin ich euer Held?!?!?!?), da war nix los. Bei dem Wetter geht kaum einer aus dem Haus. Ich war auch froh, als ich wieder da war, wir machen uns einen faulen Tag und ruhen uns für morgen aus, denn da heisst es wieder: zur absoluten Unzeit in die Stadt - FINALE gucken
Drückt die Daumen, Leute!!!!
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25.6.2008 von sabine.scholl.
25.6.08, Mittwoch. Ja - manchmal hat man auch Glück. Ich hab mich ja gestern gross abgemeldet - heute ist der Lehrgang ausgefallen
Morgen und Übermorgen werde ich wohl nicht drumrumkommen … aber immerhin!
Jenny hat ihr Projekt fertig - seht selbst:

Das Wetter zeigt sich momentan von seiner übelsten Seite: heftiger Sturm, Regen und feuchtkalt. Bäh. Da bin ich echt froh, dass ich unter diesen Bedingungen nicht in der Wallachei rumgeigen muss.
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24.6.2008 von sabine.scholl.
24.6.08, Dienstag. Bei dem %$#@!-Wetter zieht sich die Zeit wie Kaugummi. Heute war Aufregung im Haus MAF: Irgendein Blödmann hat ein Paket geschickt. Das landete bei meiner Kollegin am Nachbarscheibtisch. Sie hat es aufgemacht und grünes Pulver in einer verschlossenen Plastiktüte entdeckt. Da sie kein grünes Pulver bestellt hatte, hat sie das Ganze an die Poststelle zurückgegeben. Sie vermutete, das es sich bei der Substanz um 1080 handelt, so wird hier das Gift genannt, mit dem man versucht der Opossumplage beizukommen. Das Zeug ist aber - wenn man es nicht schluckt - ungefährlich. Manche Leute finden das nicht gut …
In der Poststelle hat dann ein Schlaumeier das ganz grosse Rad gedreht und Grossalarm ausgelöst. Wir also 14 Stockwerke die Treppen runter, dann hatt sich die komplette Belegschaft eine Sunde die Beine in den Bauch gestanden, während 5 (!) Löschzüge der Feuerwehr, die Bullerei und die Journaille angerückt sind und mit schwerem Gerät (Seuchenanzüge, Atemschutzausstatung und Kameras) rumgewuselt sind. Saukalt wars - wir hatten Glück, dass es grad nicht geregnet hat. Wen es interessiert: News Da ist auch ein kleines Video dabei. Nein, ich war nicht im Fernsehen …
Ich meld mich mal vorsichtshalber ab - ab morgen bin ich ja fuer 3 Tage in der Wallachei (Wainuiomata) auf Lehrgang - also keine Suchmeldung rausgeben
Nächste Meldung kommt dann vermutlich erst am Wochenende. Das Kaff findet man sogar auf Google Earth und für das Etablissement gibt es eine Webseite: Rosewood Estate. Cheers!
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23.6.2008 von sabine.scholl.
23.6.08, Montag. Beginnt wie befürchtet … grau und regnerisch. Jetzt hat uns der Winter richtig erwischt und der Wetterbericht verheisst keine Besserung ![]()
Heute Abend hatten wir ja noch unser Elterngespräch. Jenny macht sich weiterhin sehr gut - sie ist jetzt ein Jahr hier in der Schule und hat sich bestens eingelebt. Die Ergebnisse waren wie erwartet, Mathe und Sport sehr gut - der Rest etwas über Durchschnitt. Es gibt hier keine Zwischenzeugnisse oder Noten aber immer wieder Tests mit Punkte-Ergebnissen (z. B. 95/100), damit die Schüler immer wissen, wo sie stehen. Es wird auch sehr individuell gefördert, das ist schon klasse.
Gegen 20.00 Uhr waren wir zuhause, ein reizender Anfang für eine Monsterwoche. Ich bin dann ab Mittwoch 3 Tage auf Lehrgang - das geht bis abends ultimo - der irgendwo in der tiefsten Pampa stattfindet. Bis ich da zuhause bin, bin ich alt. Nächste Woche muss ich dann auch noch 2 Tage nach Christchurch (Betriebsausflug). Ich hoffe, dass danach mal endlich etwas Ruhe einkehrt. Vielleicht nehm ich dann wirklich mal ein paar Tage frei (ich bin zu alt für den Sch****). Manchmal wünsche ich mir schon meine Selbständigkeit zurück, da konnte man sich diesen Unfug sparen.
Susanne geht es ein bisschen besser, wenigstens muss sie bei diesem Wetter nicht vor die Tür ![]()
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22.6.2008 von sabine.scholl.
22.6.08, Sonntag. Das Wochenende ging so zuende, wie es angefangen hat. Die Party/Weihnachtseinladung mit Stephan’s Kollegen war sehr nett und es wurde auch spät. Heute morgen hatte sich dann halb Deutschland zum Telefonieren verabredet - das war richtig schön!!! Anschliessend ging es zum Gym und zum Wocheneinkauf. Danach kam dann ein Hilferuf von unseren Südafrikanern, ihre Karre ist mitten im Einkaufszentrum verendet. Mit Kind und Kegel und neu gekauften Möbeln im gemieteten Anhänger. Wäre an sich ja kein Weltuntergang - aber das Ganze war zeitkritisch, denn Rudi musste pünktlich zur Arbeit, er arbeitet ja im Knast und musste rechtzeitig zum Schichtbeginn. Welch Logistik. Nebenbei mussten wir noch Jenny helfen, die ja an ihrem diesjährigen Science-Projekt arbeitet. Da kommen wir unter der Woche gar nicht dazu - und Donnerstag ist Abgabetermin. Uns war heute also nicht langweilig und wir sind platt. Erwähnte ich schon, dass wir urlaubsreif sind?
Das Wetter hat auch nicht mitgespielt, sehr stürmisch und verregnet - aber wenigstens geht es Susanne ein bisschen besser. Mal sehen, was die Woche so bringt … ![]()
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21.6.2008 von sabine.scholl.
21.6.08, Samstag. Nein, das hat mit der EM nix zu tun. Das ist das Ergebnis von Jenny’s Netball-Spiel, sie haben heftig verloren
Der einzige Licktblick: Jenny hat das Tor geschossen

Wie ihr sehen könnt, hat Jenny es nicht so schwer genommen. Unseren Winter seht ihr auch, Kaiserwetter. Schade, dass es der kürzeste Tag des Jahres ist.
Wir haben heute gewühlt wie die Feinde, unter der Woche ist ja alles liegen geblieben. Dazu kam heute auch noch eine Mitteilung, dass die jährliche Inspektion am Donnerstag stattfindet. Das ist hier so üblich, wenn man eine Immobilie von einer Hausverwaltung mietet. Also hat Stephan sich auf den Garten gestürzt, das hatte uns gerade noch gefehlt. Unter der Woche ist nix mit Rasen mähen - bis wir nach Hause kommen, ist es dunkel. Jetzt müssen wir heute Abend noch zu der Einladung von Stephan’s Kollegen … also auch noch aufröteln. Momentan ist das hier kein Erholungsheim.
Für morgen ist grosse Wäsche und Wocheneinkauf angesagt, dann wars das auch schon wieder mit dem Wochenende. Ich habe fest eingeplant, am nächsten Wochenende zu gammeln - das ist mal nötig.
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20.6.2008 von sabine.scholl.
20.6.08, Freitag. Es gibt auch Lichtblicke in den Chaostagen: Das 3:2 heute Morgen war der Knaller, damit haben wir nicht gerechnet!!! Wir haben leider nur die 2. Halbzeit gesehen - aber es war richtig KLASSE. Dafür waren wir auch zur Unzeit unterwegs - da wir den Kanal nicht empfangen können, waren wir zu einer sehr unchristlichen Zeit in einer Kneipe in der Stadt. Die Leute, die da griesgrämig im Dunkeln ihr Frühstück in sich reingeschaufelt haben, glauben jetzt bestimmt, dass die Deutschen ein ziemlich durchgeknalltes Volk sind. Wir haben ordentlich gegrölt, lauthals auf die Portugiesen geschimpft (Ronaldo - %$#@!) und auch sonst adäquat pubertäres Fanverhalten gezeigt.
Im Laufe des Vormittags gab es dann auch noch weiter gute Nachrichten - Susanne durfte wieder aus dem Krankenhaus. Sie musste zwar noch einiges an Blut dalassen und wurde noch mehrfach untersucht, wir konnten sie aber nachmittags auf dem Heimweg mit nach Hause nehmen. Die medizinische Versorgung ist hier sehr gut - alle medizinische Untersuchungsmethoden (z. B. CT) vorhanden und verfügbar. Das Essen entspricht wohl internationalem Standard-Krankenhaus-Frass. Naja, man kann nicht alles haben
Von allen Seiten gab es gute Wünsche, Mütter von Schülern (die wir gar nicht kennen) haben uns angerufen, um zu fragen, wie es Susanne geht, ob sie irgendwie helfen können oder sich um Jenny kümmern sollen - die Hilfsbereitschaft ist unglaublich. Karten hat Susanne auch von allen bekommen. Hier kümmern sich die Menschen wirklich umeinander, das ist wirklich sehr ausgeprägt. Mit ein Grund, warum Land und Leute sehr liebenswert sind.
Jenny ist schon ganz aufgeregt, sie ist in die Netball-Mannschaft der Schule gewählt worden - das ist etwas Besonderes - und hat morgen ein Spiel. Sie ist stolz wie ein Spanier, hat schon ihr Trikot vorgeführt und will jetzt “Silver Fern” werden. Netball ist eine seltsame Mischung aus Volleyball und Hallenhalma, hier megapopulär und “Silver Ferns” ist der Name der neuseeländischen Nationalmannschaft. Die sind weltweit sehr erfolgreich und werden hier fanatisch verehrt (wie die ALL BLACKS beim Rugby).
Happy Weekend ![]()
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19.6.2008 von sabine.scholl.
19.6.08, Donnerstag. Ja, momentan gehts etwas durcheinander. Susanne ist krank, die Ärmste. Da sind Chaostage angesagt. Daher heute nur ultrakurz. Wir brauchen Urlaub!!!
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18.6.2008 von sabine.scholl.
18.6.08, Mittwoch. Da ist dann Hochzeitstag … leider konnten wir das diesmal nicht so geniessen, denn wir mussten ja arbeiten
Wir machen uns trotzdem einen schönen Abend - und es sind ja nur noch 2 Tage bis zum Wochenende
Nächste Woche ist mal wieder Teacher/Parent Interview, also ein Gespräch mit Jenny’s Lehrerin, uns und Jenny. Das halbe Schuljahr ist ja bereits wieder vorbei, da darf Jenny ihre Leistungen präsentieren und wir bekommen einen Einblick in ihre Entwicklung. Das ist auch sehr gemütlich, ohne Hektik und findet in einer sehr freundlichen Atmosphäre statt. Da hier gesunder Menschenverstand herrscht, gehen die Schulen davon aus, dass man tagsüber arbeitet und bieten Abendtermine (18.30 Uhr) an, damit man in Ruhe miteinander reden kann. Nett, oder?
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