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20.4.2007 von sabine.scholl.
19.4.07: Wir waren nicht untätig. Heute also der spannende Termin mit Venture Taranaki. Der Bürgermeister ist in Urlaub, daher keine Audienz. Viel interessanter das Gespräch mit Carrie und Stuart - über die Gegebenheitern und Möglichkeiten in der Region. Sehr interessant. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 2,7 %, die Immobilienpreise sind - im Vergleich zu Auckland und Wellington - einigermassen, Staus gibt es keine. Unglaublich, oder? Stuart wird noch ein bisschen Wind fuer uns machen, mal sehen, was daraus wird.
Wir haben uns noch Adressen für sog. Panel-Doctors geben lassen, da wir durch diese Mühle ja auch noch müssen. Weil es hier kein “Gesundheitsamt” gibt, wird der Gesundheitscheck durch autorisierte Ärzte durchgeführt. Wir sind dann noch Einkaufen gegangen, damit die Küche in Schwung kommt.
Beim Heimkommen liegt ein Mail mit dem nächsten Vorstellungsgespräch im Posteingang - JAU!!!!!!!!!!
20.4.07: Wir kümmern uns um das Medical. Es besteht aus Allgemeinuntersuchung, Röntgenaufnahme und Bluttest. Dafür muss man auch zu drei verschiedenen Stellen. Wäre ja zu einfach, wenn das alles bei einem Arzt ginge. Wir also freudestrahlend in einer größeren Praxis eingelaufen, wo Arztpraxis, Röntgenarztpraxis und Apotheke nebeneinander liegen. Da ging es sehr freundlich zu, man hat uns gleich wieder weggeschickt, um die Formulare (16 Seiten pro Nase) und für jeden 3 Paßbilder, zu besorgen. Da sind wir halt wieder heim, Rechner + Drucker angeworfen, alles ausgedruckt und ab in die Stadt zum Bilder machen. Das Ganze hat uns um ca. 1,5 Stunden zurückgeworfen - aber dann sind wir wieder in der Praxis eingeflogen. Dort ging alles seinen sozialistischen Gang, gemütlich - aber dabei immer freundlich und nett, auch mal Zeit für einen Scherz. Nach weiteren zwei Stunden waren wir alle drei fertig - angesichts des Fragenkatalogs und der Untersuchungen doch recht zügig - es konnte weitergehen zum Radiologen, das war dann in 15 Minuten durch.
Es wird auch immer gleich bezahlt - leider können wir das Medical nicht bei unserer Krankenkasse einreichen, aber es ist insgesamt wesentlich günstiger als in Deutschland. Dann haben wir unseren Marschbefehl fürs Labor (Blutabnahme) bekommen, morgen, Samstag, nüchtern, 9.00 Uhr. Kann man sich in Deutschland nicht vorstellen, oder? Dann sind wir noch in die Apotheke und haben uns ein paar Aspirin besorgt und dabei einen hinreissenden, schwulen, englischen Apotheker kennen gelernt - der war supernett, hilfsbereit und richtig goldig. Wie alle hier, hat auch er uns gleich seine Lebensgeschichte erzählt. Das ist hier so üblich (ich arbeite an einer unverbindlichen Kurzfassung unserer Geschichte, sonst wirken wir noch stoffelig).
Für Strand und schwimmen war es dann schon zu kalt und zu spaet, gegen Abend merkt man doch, dass wir mitten im Herbst sind. Tagsüber ist es recht sommerlich, nicht zu warm und immer ein leichter Wind, nachts gehen die Temperaturen so auf 5 - 8º Grad herunter. Morgen (nach dem Labor) schauen wir uns endlich mal weiter um. Dann gibts auch wieder Bilder!
Bis dahin - gehabt euch wohl, eure Sabine
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18.4.2007 von sabine.scholl.
Nein, wir sind nicht vom Planeten gefallen - obwohl wir ja ziemlich nah am Rand sind. Es war einfach was los:
15.4.07: Der Weg von Kerikeri nach Auckland ohne besondere Vorkommnisse. Es dauert nur einfach relativ lang, da es zwar einen Highway gibt, der aber etwa deutschen Land- bzw. Kreisstraßen entspricht. Um Auckland herum gibt es teilweise einen besser ausgebauten “Motorway”, aber das sind nur ein paar Kilometer.
Bei Marina angekommen, lädt sie uns ein, bei ihnen zu übernachten - klasse, brauchen wir keine Bleibe zu suchen. So machen wir uns einen gemütlichen Abend mit Marina, Malcolm und Olaf. Olaf ist auch ein Neu-Kiwi, in einer ähnlichen Situation wie wir.
16.4.07: Nach dem Frühstück reissen wir uns gegen 11.00 Uhr los und machen uns auf den Weg nach New Plymouth - ca. 450 km entfernt. Bis Hamilton läuft es ganz gut, da sehr gut ausgebaut (Motorway). Dann gehts wieder auf den Highway. Einerseits bremst dies das Fortkommen ganz gewaltig - andererseits sieht man was vom Land. Und das ist wunderschön! Um Hamilton (die Gegend nennt sich Waikato) herum wirkt die Landschaft sehr englisch, viele Hecken, wenig exotisch, liegt auch eher im Landesinneren. Wenn man Richtung Süden auf Highway Nr. 3 wieder an die Küste kommt, wird es (für uns Europäer) interessanter und äußerst sehenswert: wie Schweiz auf Droge fährt man durch malerische Täler mit kleinen Flüssen, viele Schafe, viele Kühe, Berge, Hügel und große Farne, verschiedene Palmenarten - herrlich.
Dazu kommt, dass die Straßen nicht mit dem Lineal durch die Landschaft gefräst wurden, sondern sich an die Gegebenheiten (Flüsse und Täler) anpassen. Man mäandert sozusagen nach Süden in die Region Taranaki. Abenteuerliche Kurven und Serpentinen sind sorgfältig mit Geschwindigkeitsvorschlägen versehen - alle Nicht-Ralleyfahrer tun auch gut daran, sich daran zu halten. Nach einer Weile bekommt man ein Gefühl dafür und kann etwas zulegen, mit den Kiwis mithalten erfordert einige Übung. Hinter einem LKW hertrödeln läuft auch nicht (ausser vielleicht bergauf), die fahren in der Regel genauso schnell wie die PKW, Ehrenwort.
Nachdem wir auch ein paarmal Pause gemacht hatten (wir sind ja nicht auf der Flucht!), kamen wir gegen 20.00 Uhr in New Plymouth (kurz: NP) an. Eine hübsche Stadt - Größenordnung: so zwischen Bruchsal und Heidelberg - also richtig unsere Kleinstadtkragenweite. Wir fanden auch ein Motel mit einem freien Zimmer - nicht so einfach, da hier derzeit eine große Schulregatta stattfindet (dicke Sache hier, gleich nach Rugby). Nach Essen + Duschen sind wir dann ins Bett gefallen.
17.4.07: Wir haben Glück: das Hotel hat überraschend ein Selbstversorger-Appartment für eine Woche frei, auf welches wir uns gleich stürzen - zumal man uns mit dem Preis sehr entgegenkommt. Nach dem Umzug melde ich mich bei Venture Taranaki (ihr erinnert euch: die Sache mit dem Bürgermeister…) und mache für den nächsten Tag einen Termin. Carrie erzählt mir bei der Gelegenheit, dass sie meine Unterlagen schon an verschiedene Firmen weitergegeben hat. Hört sich gut an. Ich checke nochmal die Mails (die Onlineverbindug ist hier gut!) - da klingelt mein Handy: Gen-I aus Hamilton ruft wegen meiner Bewerbung an und ob ich Lust hätte, wegen einem Vorstellungsgespräch vorbeizukommen? Klar habe ich Lust, sie melden sich dann per Mail.
Frohgemut, da sich endlich was tut, machen wir uns auf zum Einkaufen. Auf der Rückfahrt gönnen wir unserer Karre noch eine Wäsche - da klingelt mittendrin das Telefon. Diesmal meine Lieblingsrecruiter aus Wellington, wann ich denn nach Welli komme, ob man schon was anleiern soll - NA KLAR!!!!!!!!!!!
Als wir zurück kommen: ein Mail aus Hamilton, ob ich denn Mittwoch zum Gespräch kommen kann? Jetzt wirds aber wild. Also: schnell den Termin bei Venture Taranaki verschoben, in Hamilton angerufen, Termin für 14.00 Uhr bestätigt. So langsam kommt Fahrt in die Job-Angelegenheiten - ein guter Tag. Der dann noch mit auspacken, kochen, Mails beantworten, Kind zum Friseur und Bewerbungszeuch vorbereiten zuende ging.
18.4.07: Auf nach Hamilton, eine 4,5 Std - Reise. Pünktlich eingelaufen. Das Gespräch lief sehr gut. Ich habe einige Infos bekommen - speziell über Gen-I/Telecom - die ich sehr gut für die Zukunft brauchen kann. Leider gibt es für die Position schon einen internen Wunsch-Kandidaten, der den Job wohl bekommen wird. Man hat mich wegen meiner Qualifikationen eingeladen, auch im Hinblick darauf, vielleicht eine andere Verwendung für mich zu finden - nach dem Motto: Gute Leute kann man immer brauchen. Mal sehen, ob und was noch daraus wird. Auf jeden Fall darf ich jetzt den Regional-Manager/-Chef (wichtiger Mensch in der Hierarchie) als Kiwi-Referenz in meinen Bewerbungen verwenden, das ist einiges Wert. Das Gespräch war auch eine sehr gute Übung für mich, und die Serpentinen fahre ich jetzt fast schon mit Kiwi-Geschwindigkeit.
Gegen 20.30 Uhr waren wir wieder in NP - ein paar Mails erledigt und ein Bericht für euch, meine Lieben - jetzt gehts ins Bett!
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14.4.2007 von sabine.scholl.
Freitag, der 13.
Ein weiterer Tag, an dem wir unser neues Land kennen lernen. Ein Tagesusflug - nach Cape Reinga, das ist die nördlichste Nordspitze Neuseelands. Es fing schon gut an, d. h. mit Regen. Winterless North - von wegen! Bei Hundekälte und Platzregen sind wir von unserem Motelzimmer bis an die Straße gelaufen, um auf den Bus zu warten. Der sollte uns 7.50 Uhr direkt vor der Moteleinfahrt abholen. Nachdem wir bis 8.00Uhr gut durchgeweicht waren, fuhr der Bus schwungvoll an uns vorbei. Na toll.
Wir beschlossen, ihm 10 Minuten Zeit zur Umkehr zu lassen, sonst würden wir zur Rezeption zurücklatschen und beim Veranstalter den Hammer kreisen lassen.
Gerade als wir der Straße unsere nassen Rücken gekehrt hatten, brummte der Bus heran uns hupte fröhlich. Also gut. Mit einer freudestrahlenden Entschuldigung bat uns der Busfahrer - ein Maori - in den Bus. Gottseidank war es da angenehm warm und nicht voll besetzt. Auf den kurvigen und ausgeprägt hügeligen Landstraßen - mit teilweise schön überhöhten Kurven versuchte unser blendend gelaunter Fahrer dem amtierenden Ralleyweltmeister Konkurrenz zu machen. Dabei erzählte er launige Anekdoten (when I was a young fellow …) aus seiner Jugend und natürlich über die Land- und Ortschaften, durch die wir fuhren. Das war sehr interessant, denn die Bay of Islands/das Northland ist die Gegend, wo sowohl die Maori als auch die Pakeha (die Weißen) zuerst gelandet sind. Viele Schlachten und Gemetzel später hat man sich dann im Vertrag von Waitangi 1840 auf eine friedliche Koexistenz geeinigt. Auf diesem Vertrag basiert auch heute noch der Umgang der beiden Kulturen miteinander.
Als erster Halt wurde uns “Kauri Kingdom” avisiert - Pitstop, mit der Möglichkeit, eine Tasse Kaffee oder Tee zu bekommen. Bis dahin hat uns unser Maori dann mit einem Original Maori-Song unterhalten, in dem es um Begrüßungen gehen sollte (oder was auch immer). Es hörte sich eher wie ein Grabgesang auf den letzten großen Häuptling an. Als wir sicher waren, dass das Zahnwehlied zuende war, haben wir alle begeistert Beifall geklatscht.
Kauri Kingdom entpuppte sich dann als Verkaufsstelle für Kauri-Produkte. Kauri ist eine Baumart, die es auch heute noch in Neuseeland gibt. Die Kauri-Produkte, die es hier gibt, werden aus 50.000 Jahre alten Kauribäumen hergestellt, die gigantisch groß waren und aus sumpfigen Feldern in der Gegend geborgen werden. Aus einem Viertel-Baum hat man beispielsweise eine großzügige Wendeltreppe geschnitzt und es gibt natürlich jede Menge weitere Produkte: Tische, Teller, Kisten, Salatbesteck, Untersetzer etc. den üblichen Krempel eben. Wir haben die Sachen bestaunt, das Kind gewaltsam vom Kaufen abgehalten (…) und dann ging es auch schon weiter.
Das Wetter wurde langsam besser. Ein Teil des Weges bis Cape Reinga führte über den 90-Mile-Beach. Dieser ist offizieller Teil des neuseeländischen Highway-Netzes - und besteht tatsächlich aus Beach (= Strand). Teilweise fährt man sogar durch das Wasser - das Ganze natürlich mit Top-Speed, klaro. Die älteren Herrschaften in unserem Bus müssen hervorragende Haftcremes benutzt haben - eigentlich hatten Gebissträger keine Chance. Der 90-Mile-Beach heisst übrigens nur so - in Wirklichkeit ist er ca. 64 km lang, je nach Tide und Jahreszeit - der Name hat sich einfach eingebürgert, zumal in Kiwiland nicht in Meilen sondern in Kilometern gerechnet wird.
Nachdem wir auch noch die Treibsand-Bereiche hinter uns gelassen hatten und in die Wüste eingefahren waren, kam der sportliche Teil des Ausflugs: Bougie-Board fahren. Diese “Bretter” sehen aus wie halbe Surfbretter und werden oben auf einer Düne auf den Sand gelegt, dann setzt oder legt man sich drauf (für alte Schlittenfahrer kein Problem) und rodelt mit einem Affenzacken den Berg runter. Geil. Das Problem ist der Aufstieg auf die Sanddüne - ist sehr anstrengend und sieht unwürdig aus. Macht man am besten barfuß, sonst is nix mit Buggl nuff.
Über ein eigentlich unbefahrbares Flußbett ging es in eine Art Steppenlandschaft, wo es auch noch Wildpferde gibt (haben wir leider nicht gesehen). Dann kamen wir zum Cape: sehr felsig, malerisch und wildromantisch. Ein kleiner weißer Leuchtturm tut hier seinen Dienst und wacht über die Stelle, an der der Pazifik und die Tasman-See aufeinandertreffen. Für die Maori ist es ein heiliger Ort, sie sagen, dass die Seelen der verstorbenen (egal wo sie gestorben sind) den 90-Mile-Beach entlang wandern und dann über diese Landspitze zu den Vorfahren eingehen.
Auf dem kurzen Fußweg vom Parkplatz zum Leuchtturm haben wir überlegt, ob wir unser Kind an die Leine legen sollen, es war so windig, wir hätten sie fast als Jennydrachen steigen lassen können.
Nach diesem Halt ging es zum Mittagessen nach Taipa in die Doubtless Bay (auch ein geschichtsträchtiger Ort, an dem vor 160 Jahren viele wichtige Leute angekommen sind). Dort sollte es ein Lunch-Büffet geben. Selbstredend gab es noch einen Appetizer-Song auf Maori. Der örtliche Fischerverein hatte sich wirklich Mühe gegeben - das Büffet war optisch einwandfrei. Für unsere englischen Buskameraden war es sicher auch ein kulinarischer Höhepunkt. Stephan war nach den ersten Bissen so mürbe, dass er sich ernsthaft überlegt hat, doch noch eine deutsche Wurstbude zu eröffnen. Da ich die englischen Würstchen kenne, habe ich nur kurz probiert, um mich zu vergewissern, das es sich um die übliche Sägemehlvariante handelt (Importware?). Jenny war trotz unserer Warnungen stark enttäuscht und hat dann versucht das “Steak” zu essen. Es sah schon irgendwie steakähnlich aus, aber die Konsistenz ließ eher auf alte Lappen mit künstlich appliziertem Fleischgeschmack schließen.
Nebenan konnte man von alten Damen selbstgestricke Eierwärmer und selbstgemachten Honig kaufen - hat mich an einen typisch englichen Wohltätigkeitsbasar erinnert.
Nach diesem köstlichen Mahl ging es weiter (mit Maori-Songs selbstverständlich) zum Puketi Kauri Forest, einem schönen Naturschutzgebiet, in dem ursprünglicher Urwald bestaunt werden konnte. Das war wirklich eindrucksvoll. Damit die Natur nicht geschädigt wird, kann man durch diesen Wald nur über einen aus Holz gezimmerten Weg laufen, sehr sinnvoll, so können die Touris nix zertrampeln. Abenteuerlich war allerdings der Weg dahin. Leider befindet sich dieses Urwald-Reservat in den Bergen. Um dorthin zu kommen rasten wir mit dem Bus ca. 10 km mit Vollgas über einspurige unbefestigte Serpentinen-Schotterpisten mit senkrechten Steigungen den Berg rauf. Nichts für schwache Gemüter (wir saßen schliesslich in einem gewöhnlichen Bus und nicht in einem Jeep). Den Berg runter war dann auch nett - begleitet von einem Maori-Frülings-Wald-Lied, so fröhlich wie eine Wettervorhersage in der Antarktis. Jetzt wissen wir, warum es den Kiwis vor nix graut. Vielleicht hat unser fröhlicher Busfahrer auch obszöne Trinklieder geträllert, wer weiss das schon so genau. Seine Witze über die Australier waren allerdings nicht schlecht (was für uns die Schwaben sind, sind für die Neuseeländer die Australier).
Alles in allem war es ein schöner und interessanter Ausflug, wir haben wunderbare Natur gesehen, die mystische Seite der Maoris kennen gelernt … und mit der Kulinarik werden wir auch noch zurande kommen.
Abends habe ich noch eine Online-Bewerbung losgelassen - ich bin mal gespannt, was demnächst an Rückläufen passiert. Es ist ja erst Tag 13 - und angefangen mit den Bewerbungen habe ich am Tag 6. Da die Ausschreibungen noch laufen und diese Woche noch Ferien sind kann ich jetzt noch nichts erwarten. Also, Leute - macht euch keine Sorgen, ich bin auch nicht der einzige Bewerber, es wird sicher sortiert und irgendwann wird es mit Gesprächen losgehen - dann kommt auch der Job. Momentan haben wir halt keine Ahnung und keine Erfahrung, wie es hier läuft, die Kiwis machen einen mehr als entspannten Eindruck (Drogen?), habens nie eilig, aber alle freuen sich riesig, dass wir da sind. Also sehr spannend, die Geschichte.
14.04.07 - Samstag. Ja, jetzt wird es Zeit, an Abschied von Kerikeri zu denken - morgen (Sonntag) geht es wieder Richtung Auckland. Wir holen bei Marina unseren geparkten Krempel ab, übernachten in der Nähe, dann machen wir uns auf den Weg nach Taranaki/New Plymouth (den Bürgermeister besuchen!). Also wurde heute nochmal gewaschen. Jenny wollte unbedingt ins Kino, daher haben wir sie hier im Dorfkino abgeliefert. In der Zwischenzeit haben wir uns nach Waitangi aufgemacht um die heilige Stätte der Gründung (Birthplace of our Nation) Neuseelands zu besuchen. Es wird auch bei jeder Bewerbung verlangt, dass man mit den Grundsätzen des Vertrags von Waitangi einverstanden ist. Da Waitangi nicht weit weg ist sind wir also dahin gepilgert. Wir hatten nochmal Glück mit dem Wetter und sind froh, dass wir diesen “Kulturtrip” gemacht haben.
Waitangi ist eine ganze Anlage, die sehr liebevoll gepflegt wird und einen Einblick in die damaligen Geschehnisse gibt. Man sieht den original Flaggenmast und die beiden Treaty Houses - eines im englischen Stil und eines im Maoristil. Dort gibt es auch ein großes geschnitztes Kriegskanu und weitere Maorikunst zu sehen. Wenn man Lust hat, kann man auch Folklore-Vorführungen besuchen - das war aber nicht so unser Ding, ausserdem mussten wir unser Kind ja wieder vom Kino abholen. Jenny meinte dann, dass unser Heimkino besser war (Bild UND Sound!). Snob.
Dann haben wir den Abend bei einem internationalen schottischen Nobelrestaurant (McDonalds) ausklingen lassen und haben uns wieder in unsere Hütte getrollt - morgen geht es schliesslich wieder auf große Fahrt, Berge von Zeuch müssen wieder gepackt werden - und euch musste ich ja schliesslich auch noch Bericht erstatten. Die Onlineverbindung ist hier übrigens eine Katastrophe, also nicht wundern, wenn wir derzeit keine Mails beantworten - bin froh, wenn ich die Bewerbungen und die Berichte auf die Reihe kriege. Hoffentlich wirds in Taranaki besser …
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13.4.2007 von sabine.scholl.
11.4.07 - ein weiterer Abenteuertag in der Bay of Islands. Auf dem Programm: Schwimmen mit Delfinen und nachmittags eine gemütliche Rundfahrt durch die Bay, Post ausliefern. Aufstehen um 6.00 Uhr - was macht man nicht alles im Urlaub? Um 7.30 Uhr waren wir pünktlich in Paihia an der Pier. Los gings mit einem Panoramaboot mit Düsenantrieb (um Delfine, Wale und Taucher nicht zu verletzen). Die Fahrerei war schön aber langweilig, denn die Tiere hielten sich versteckt. Keine Flosse zu sehen. Skipper und Taucher funkten heftig mit Gleichgesinnten (anderen Ausflugsbooten) - aber die Mistviecher wollten einfach nicht. Wir sind dann sogar aufs offene Meer rausgefahren, Jenny und ich durften (mit anderen natürlich) auf dem Bug des Bootes Wellenreiten, das hat richtig Spass gemacht - war aber schön kalt und windig, auch nicht mehr als 20º Grad. Stephan hat im Boot gedöst, um den verlorenen Schlaf nachzuholen.
So gegen 11.00 Uhr - als die meisten Passagiere dann schön grün im Gesicht waren und die ersten nach den Tüten griffen, hatte der Skipper ein Einsehen und kehrte um, zurück in die Bay. Dann kam plötzlich Spannung in die Geschichte - per Funk wurden Delfine gemeldet! Ganz hektisch fuhren 5 Boote auf die Stelle zu und ruckzuck waren ca. 60 Schwimmer im 20º Grad warmen Wasser und prügelten sich um ganze 2 (in Worten: ZWEI) Delfine. Eigentlich wollte ich ja mit ins Wasser - aber diesen Stau habe ich mir dann doch nicht gegeben. Das war in Cuba wirklich ein schöneres Erlebnis.
Lustiger war es, voller Schadenfreude zuzuschauen, wie sich die Leute im Wasser den … abgefroren haben, während sie vergeblich hinter den Tieren hergepaddelt sind - und als das Boot zur Abfahrt gehupt hat kamen alle wieder hergekrault, durchgefroren bis auf die Knochen. Auf dem kleinen, offenen Boot gab es natürlich keine Umkleidekabine - nur eine Art Dixieklo …
Also: 20 Mann, immer schön einer nach dem anderen zum Umkleiden in das bewusste Etablissement - ich habe noch nie soviel Quadratmeter Gänsehaut auf einmal gesehen. Zumal wir dann wieder Fahrt aufgenommen haben, um rechtzeitig zum Mittagessen auf einer Insel zu sein. Gefühlte 10º Grad, würde ich sagen (nackt im Wind …). Nach einer Stunde “Mittagspause” sind wir dann aufs Post-/Passagierschiff, welches die verschiedenen Inseln in der Bay abfährt, die Post verteilt und einsammelt und der Skipper dabei den Touris Geschichten erzählt. Da das Wasser recht ruhig war, sind wir sogar mit dem Postschiff nochmal durch “Hole in the Rock” gefahren - eine starke Leistung. Auf dem Rückweg sind wir an einem der vielen Vogelbrutfelsen vorbeigefahren (fast die ganze Bay ist Naturschutzgebiet) dort hat sich sogar ein Seehund auf den Felsen geräkelt. Das war schon toll, Natur pur.
Nach dem ganzen Tag auf See waren wir froh, als wir wieder zuhause waren, müde und kaputt hat es gerade noch für eine online-Bewerbung gereicht.
12.4.07 - ein Arbeitstag. Wir sind ja schließlich nicht zum Vergnügen hier. Manchmal ist mir auch mulmig - ob die hier wirklich auf mich bzw. uns gewartet haben? Auf gehts also - Bewerbungen müssen geschrieben werden. Das ist auch nicht so einfach, denn man muss die Jobangebote schon genau anschauen, CV und cover letter immer wieder umschreiben und anpassen. Dazu kommt noch der Kampf mit der Internetverbindung, oft kann man die Bits einzeln rumschubsen - je nach Wolkendecke. Hier im Northland ist die Anbindung einfach nicht so gut. Sogar Handy ist manchmal schwierig. Auch der Kontakt mit den Recruitern muss gehalten werden - heute habe ich ein Mail mit 2 Anhängen and eine Lady geschickt, das hat 25 Minuten gedauert (keine Übertreibung).
Mit einer Recruiterin aus Taranaki habe ich telefoniert, die hat sich richtig gefreut, dass ich zwei Bewerbungen auf Angebote in ihrer Datenbank losgelassen habe. Da werden wir dann nächste Woche auch mal hingondeln. Auf diese Information hin hat sie gemeint, dass wir unbedingt beim Bürgermeister vorbeischauen müssen. Was sagt man dazu? Eigentlich wollte ich ja nur einen Job. Na mal sehen, was sich daraus entwickelt.
Ansonsten klappt es wirklich gut hier in NZ - Jenny lernt sehr schnell Englisch, obwohl sie doch den ganzen Tag mit uns zusammen ist. Wir lassen sie fernsehen (unser Hotel hat Sky Movies) … . Stephan kommt zurecht, er meint, er muss sich manchmal sehr konzentrieren, um alles zu verstehen. Ich komme einwandfrei klar, ich empfinde den Kiwi-Akzent als sehr angenehm, einige sprechen starken Dialekt, der sich witzig anhört aber absolut verständlich ist. Wir haben auch noch kein böses Wort gehört, die Kiwis sind wirklich sehr feundlich, offen, gesprächsbereit und nett. Auch wenn man sich mal blöd anstellt, verlieren sie nie die Geduld. Das Autofahren ist auch kein Problem, man gewöhnt sich schnell um, verliert aber die Orientierung. Wahrscheinlich gibt sich auch das mit der Zeit, wozu haben wir ein Navi. Das Fahren an sich ist eher anarchisch geprägt und kommt uns daher sehr entgegen.
So, das wars für heute - bis zum nächsten Mal.
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13.4.2007 von sabine.scholl.


hier noch ein paar Bilder vom Skytower:

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10.4.2007 von sabine.scholl.
9.4.07 - Waschtag. Ja - auch Auswanderer müssen ihre Klamotten waschen. Nachdem wir seit 2 Wochen in der Weltgeschichte herumstromern (Jenny ja schon seit mehr als 3 Wochen!), waren unsere Klamotten fällig. Wir haben zwar jede Menge Zeuch mitgenommen, aber auch das geht irgendwann mal aus. Die netten Leute an der Hotelrezeption haben mir gezeigt, wo der Waschraum ist und haben mich dann mit der Technik allein gelassen. Was ich zunächst für eine Waschmaschine gehalten hatte, entpuppte sich als Trockner, das merkwürdige Objekt daneben als Waschmaschine. Na, dann. Wer lesen kann, kann auch diese Technik bedienen …
Ich also die Maschine vollgeschaufelt, ordentlich Pulver rein, ein paar Knöpfe gedrückt und ab dafür. Kaum habe ich dem Monster den Rücken gedreht, fängt es an zu piepen. Was habe ich falsch gemacht? Bei einem Computer wüsste ich jetzt genau, wo ich anfangen müsste - bei dieser Maschine …
Deckel auf, da schäumt es mir schon entgegen. War wohl etwas zuviel Pulver. Im nachinein denke ich, dass ich es im vorhinenein hätte wissen können (wenn der Hund nicht … aber ihr kennt ja meine Sprüche). Im Gegensatz zu der Weltregion, wo wir herkommen, ist das Wasser in Neuseeland ganz weich, also fast völlig kalklos. Da genügt dann ein kleines, dürftiges Schäufelchen mit Waschpulver. Benutzt man die gewohnten Mengen, schämt einem das Ganze um die Ohren.
Nachdem dieses Problem gelöst war, habe ich meine neu erwobenen Kenntnisse noch 4 Mal angewendet und einen Riesenberg Wäsche gewaschen. Bei dem schönen Wetter mit den sommerlichen Temperaturen ist auch alles schnell getrocknet und die Abenteuer können in sauberen Klamotten weitergehen. Ich habe nur gewaltig Muskelkater vom ungewohnten Wäscheaufhängen …
Zum Abschluss des Abends habe ich noch eine schöne Bewerbung - auf Visitenkarten-CD - erstellt.
10.4.07 - Abenteuertag. Das erste Abenteuer des Tages bestand darin, die Bewerbung abzugeben. Wir sind zweimal bei dem Unternehmen vorbeigefahren - aber niemand da (Betriebsferien??) und Briefkasten zum Einwerfen gab es auch nicht. Dann halt mit der Post. Die freundliche Dame riet mir, das Kuvert nicht mit der normalen Post zu schicken, da sich die Visitenkarten-CD wie eine Scheckkarte anfühlt und deswegen vielleicht nicht den Bestimmungsort erreicht. Also gut. Dann eben per Kurier. Das ist hier völlig normal - und entspricht etwa vom Stellenwert her einem Einschreiben in Deutschland.
Das zweite Abenteuer fand in Paihia statt: ein Ausflug mit dem Schnellboot zum “Hole in the Rock”. Das ist eine interessante Felsformation, ein natürlicher Felsbogen, durch den man durchfahren kann - wenn der Seegang nicht zu stark ist. Ein klassisches Touristenabenteuer - aber es war wirklich sehenswert! Der Skipper hat launige Kommentare abgegeben, und während der Fahrt lief klassischer Hardrock - den Gegebenheiten angepasst: Beim Auslaufen “Start me up”, beim Sichten des Lochs “Eye of the Tiger” und auf der Heimfahrt “Sweet Home Alabama”. Sehr Kiwi-mässig + echt cool.
Zum Tagesabschluss habe ich wieder eine ausgefeilte Bewerbung losgelassen - diesmal online und euch, meinem geschätzten Publikum Bericht erstattet!
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7.4.2007 von sabine.scholl.
Ja, jetzt hat euch der Chronist doch glatt ein paar Tage sitzenlassen - aber keine Sorge, die Linden nein - Schollstraße geht weiter!!
… mit dem 5.4.07, natürlich. Also: Kind immer noch mit Fieber, was tun? Etwas frische Luft ist angesagt, ausserdem müssen wir ja das Fahren auf der falschen Seite üben. Ein Geheimtipp: Muriwai Beach.
Auckland - City of Sails - hat ja Häfen und Beaches nach beiden Seiten (West- und Ostküste) - Tasman Sea und Pazifik. Muriwai liegt an der Westküste, die teilweise recht steil ist, einige Vogelkolonien beherbergt und richtig SCHWARZ ist. Das liegt an dem vulkanischen Ursprung - sieht sehr ungewöhnlich aus und sehr schön! Wenn man etwas an der Steilkante entlanggeht, kommt man sogar an einen Wasserfall - das Süßwasser fällt direkt ins Meer - wie dämliche Touristen auch, wenn sie nicht aufpassen.
Da wir Jenny nicht zuviel zumuten wollten, ging es zurück ins Hotel. Außerdem hatten wir ja noch eine wichtige Verabredung - Abendessen im Drehrestaurant, ganz oben, auf dem Skytower, dem höchsten Gebäude der südlichen Hemisphere. (Da folgen natürlich wieder ein paar Bilder!). Das ist schon ein Klasse-Ausflug: Im Keller des Gebäudes steigt man in den Lift - alles in futuristischem Design - und saust nach oben. Damit man während der Fahrt auch merkt, dass es gewaltig nach oben geht ist im Boden der Liftkabine ein schönes großes Guckloch aus Panzerglas … Stephan - mit seiner Höhenangst - war richtig begeistert.
Oben angekommen, hat man natürlich den Hammerblick und der Boden des äußeren Rings ist auch aus Panzerglas, fein. Dann geht es noch ein Stückchen höher ins Drehrestaurant. Zieht man beim Essen gerne die Schuhe aus (Sabine)- sollte man aufpassen, wo sie landen, ansonsten wartet man einfach eine Stunde, dann kommen sie wieder vorbei. Nach Zwei Stunden muss man das Restaurant wieder verlassen, andere wollen auch noch … Die Preise sind übrigens heftig, das Essen gut, aber keine Offenbarung.
Nach dem Essen ging es mit dem Lift des Grauens (Stephan) wieder nach unten - dann wieder hinauf in unser Zimmer. Da wartete nicht nur unser krankes Kind auf uns - sondern auch noch das komplette Gepäck - welches wieder gepackt werden musste (Horror), da es ja am nächsten Tag ins Northland ging.
Der nächste Tag, 6.4.07: Das mit dem selbstwachsenden Gepäck hatten wir gerade so auf der Reihe, da explodiert unser Kind. Wer Kinder hat oder “Der Exorzist” gesehen hat, kennt dieses Phänomen: Körpersäfte in interessanten Farben werden mit massivem Druck aus allen Öffnungen geschleudert … (nein, keine Bilder). Aber alles hat seine guten Seiten - die Krankheit ist besiegt, das Fieber weg, Eltern glücklich.
Wir haben anschließend den “ExpressCheckOut” gewählt und ein gutes Trinkgeld hinterlassen.
Auf unserem Weg Richtung Kerikeri im Norden halten wir zum Frühstück bei Marina (sie hatte uns vom Flughafen abgeholt). Wir parken auch ein paar Gepäckstücke bei Ihr, die wir im Norden nicht brauchen.
Die Route in den Norden ist bis ca. 25 km hinter Auckland als Motorway (Autobahn) ausgebaut, dann geht es auf der Landstraße weiter. Wir stellen fest: auch in Neuseeland gibt es Staus. Alle Kiwis wollen über Ostern in den Norden, weil es da noch schön warm ist. Wir lassen uns die Laune nicht verderben (relax, mate!), machen ab und zu Pause, genießen die tolle, grüne Landschaft und gondeln vor uns hin - ca. 250 km.
Dank Navi finden wir souverän den Weg ins Kauri Park Motel in Kerikeri. Können wir gleich empfehlen!!! Liebevoll gestaltet und ausgestattet, seht selbst: Kauri Park Motel. Nachdem wir unser Gepäck abgeladen hatten, haben wir noch ganz kurz den Ort unsicher gemacht, bei McD einen Happen gegessen, dann sind wir unter die Dusche und ins Bett gefallen … kann ja sein, dass Reisen bildet - aber müde macht’s auch.
Heute, 7.4.07 (Ostersamstag) war natürlich Einkaufen und Erkunden angesagt. Wir haben uns einen Drucker (s/w-Laser) gegönnt, damit man auch “nicht-online”-Bewerbungen erstellen kann. Dann gabs noch ein paar Lebensmittel, um das Wochenende zu überstehen - und ein paar Ostereier für Jenny.
Heute nachmittag wollte ich endlich ans Meer. Das ist gar nicht so einfach! Ausserhalb der Ortschaft werden die Straßen schmaler, manchmal sind es auch eher Geröllpisten - es ist dann nicht leicht, zu erkennen, ob es Privat- oder öffentliche Straßen sind. Wenn das Navi an der Stelle, an der man sich befindet keinen Weg mehr anzeigt, wird es dann interessant. Wir sind dann halt den Typen gefolgt, die einen Bootsanhänger hinten dran hatten. Ein paar Mal hatten wir Pech - die waren auf dem Heimweg … dann sind wir einem gefolgt, der zu einer schönen Bucht (Opito Bay) gefahren ist.
Die Straßen sind schon eine Klasse für sich - der Allradantrieb unseres Subaru hat sich schon rentiert. Kleine Anekdote am Rande: die Karre, Subaru, 125 PS, Gewicht: 1,4t gilt hier als Rennwagen - speziell bei der Versicherung.
Wir wünschen euch allen schöne Ostern, Ihr fehlt uns!!!!!! Vielen Dank für die lieben Kommentare und Mails - da weiss man, für wen man schreibt ;-))
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4.4.2007 von sabine.scholl.
… das wäre dann der 4.04.07 - heute habe wir es etwas langsamer angehen lassen, da die dringendsten Probleme - Finanzen + Mobilität - geregelt sind. Bei unserer Bankerin haben wir die Versicherung abgeholt. Kündigungsfristen gibt es keine. Wenn man keine Lust mehr hat, kündigt man einfach den Vertrag per Telefon, das reicht. Ob man sein Auto verkauft hat oder nicht, spielt keine Rolle.
Für Jenny haben wir in einem Spieleladen Games getauscht. Das Kind rennt durch die Dinger wie das Messer durch die Butter.
Mit Recruitern + Telecom HR telefoniert, zähe Angelegenheit. Pat, Bereichsleiter von Gen-I (Telecom-Tochter), hat uns zum Kaffee eingeladen, freut sich, uns zu sehen, meint: gerade wurden 500 Stellen ausgeschrieben, da müsste doch was dabeisein. Er räumt aber selbst ein, dass die HR-Leute lahm sind - also auch hier: Geduld, Geduld, Geduld.
Das gleiche predigt unser Einwanderungsanwalt, Peter Beiner, den wir nachmittags in Whangaparoa besuchen - eine wunderschöne Ecke ausserhalb von Auckland.
So gegen 18.00Uhr kommen wir ins Hotel zurück, da stellen wir fest, dass unser Kind Fieber hat (Mittags war sie noch im Pool gewesen!?!?!). Wir betüdeln unser Kind und machen uns einen ruhigen Abend. Mal sehen, was daraus wird. Jetzt hab ich mir noch kurz ein paar Stunden für Euch die Finger wundgeschrieben - gehabt Euch wohl, Fortsetzung folgt, bleiben Sie dran!!!!!!!!!!!
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4.4.2007 von sabine.scholl.
… das ist Dienstag, der 3.04.07. Programm: Alles rund ums Auto. Das geht in Neuseeland schneller, als man denkt. Zunächst zur Bank, das restliche Geld für den Autokauf abheben und Versicherung anleiern. Geld abheben geht - Versicherung nicht. Priya - unsere reizende kleine Bankerin ist untröstlich, aber ohne Registrierung gibt es keine Versicherung. Ist auch nicht notwendig in NZ - wollen wir aber haben. Die Chance, dass wir die Karre auf der falschen Seite der Strassse in den Graben fahren ist sehr real - dann wäre auch unser Geld futsch. Priya bereitet alles soweit vor, dass wir nur noch Kennzeichen und Hubraum telefonisch durchgeben müssen und die Kiste ist versichert. Große Erleichterung. Bevor es weitergeht zu Turners - Datenkarte bei Vodafone nochmal in die Gänge bringen, damit online endlich funzt.
Die komplette Belegschaft des Vodafone-Ladens ist süß und goldig und ahnungslos. Nach einer Weile bekommen wir das Problem (neue Software, anderer Treiber) gemeinsam in den Griff. Da muss man einfach guter Dinge bleiben - rumzetern hilft nicht weiter, im Gegenteil.
Mit dem Taxi ab dafür zu Turners - Wagen sollte ja vor der Mittagszeit bezahlt und abgeholt werden. Klappt alles. Bezahlen, Nummernschilder pressen, registrieren, Schilder anschrauben, 2 l Sprit reinkippen, freundliche gute Wünsche vom Verkäfer - alles in 5 Minuten erledigt. Der Verkäufer ist auch kein geborener Kiwi - er ist Südafrikaner, 57 Jahre alt und vor 2 Jahren eingewandert. Er macht einen Klasse-Job, als ich ihm erzähle, dass Menschen in seinem Alter in D keinerlei Chance auf dem Jobmarkt haben, hat er nur den Kopf geschüttelt. In Kiwiland wird jeder dringend gebraucht.
Telefonat mit Priya: Daten durchgegeben, Versicherung zugesagt - jetzt konnte es losgehen. Um uns mit dem Fahren auf der falschen Straßenseite (und mit dem Kopf nach unten …) vertraut zu machen, sind wir ein wenig durch die Gegend gegondelt, was Essen gegangen und haben uns ein Navi besorgt. Wenn man schon auf der falschen Seite im Auto sitzt und Blinker mit Scheibenwischer verwechselt, sollte man nicht auch noch auf den Weg achten müssen …
Nachdem wir uns dann souverän durch den Verkehr in Auckland geprügelt hatten, wurden noch Mails, und Online-Angelegenheiten geregelt - dann gabs noch eine Runde Pool und Pizza -> und der Tag war erfolgreich “gegessen”!
Ich finde, in den zwei Tagen haben wir eine Menge erlebt und kennengelernt - und was wir gesehen haben gefällt uns sehr. Leute, ihr fehlt uns wie ein Arm und ein Bein … aber wir kommen nicht zurück!!!!!!!!!!!!!!!
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4.4.2007 von sabine.scholl.

Stolz holen wir unser Auto ab:

Our car:

Auf dem Dach des Sky City …

Ein Frosch im Wasser:

Ein Blick vom Hoteldach:

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