Archive für 7.4.2007

Ortswechsel :-D

Ja, jetzt hat euch der Chronist doch glatt ein paar Tage sitzenlassen - aber keine Sorge, die Linden nein - Schollstraße geht weiter!!

… mit dem 5.4.07, natürlich. Also: Kind immer noch mit Fieber, was tun? Etwas frische Luft ist angesagt, ausserdem müssen wir ja das Fahren auf der falschen Seite üben. Ein Geheimtipp: Muriwai Beach.

Auckland - City of Sails - hat ja Häfen und Beaches nach beiden Seiten (West- und Ostküste) - Tasman Sea und Pazifik. Muriwai liegt an der Westküste, die teilweise recht steil ist, einige Vogelkolonien beherbergt und richtig SCHWARZ ist. Das liegt an dem vulkanischen Ursprung - sieht sehr ungewöhnlich aus und sehr schön! Wenn man etwas an der Steilkante entlanggeht, kommt man sogar an einen Wasserfall - das Süßwasser fällt direkt ins Meer - wie dämliche Touristen auch, wenn sie nicht aufpassen.

Da wir Jenny nicht zuviel zumuten wollten, ging es zurück ins Hotel. Außerdem hatten wir ja noch eine wichtige Verabredung - Abendessen im Drehrestaurant, ganz oben, auf dem Skytower, dem höchsten Gebäude der südlichen Hemisphere. (Da folgen natürlich wieder ein paar Bilder!). Das ist schon ein Klasse-Ausflug: Im Keller des Gebäudes steigt man in den Lift - alles in futuristischem Design - und saust nach oben. Damit man während der Fahrt auch merkt, dass es gewaltig nach oben geht ist im Boden der Liftkabine ein schönes großes Guckloch aus Panzerglas … Stephan - mit seiner Höhenangst - war richtig begeistert.

Oben angekommen, hat man natürlich den Hammerblick und der Boden des äußeren Rings ist auch aus Panzerglas, fein. Dann geht es noch ein Stückchen höher ins Drehrestaurant. Zieht man beim Essen gerne die Schuhe aus (Sabine)- sollte man aufpassen, wo sie landen, ansonsten wartet man einfach eine Stunde, dann kommen sie wieder vorbei. Nach Zwei Stunden muss man das Restaurant wieder verlassen, andere wollen auch noch … Die Preise sind übrigens heftig, das Essen gut, aber keine Offenbarung.

Nach dem Essen ging es mit dem Lift des Grauens (Stephan) wieder nach unten - dann wieder hinauf in unser Zimmer. Da wartete nicht nur unser krankes Kind auf uns - sondern auch noch das komplette Gepäck - welches wieder gepackt werden musste (Horror), da es ja am nächsten Tag ins Northland ging.

Der nächste Tag, 6.4.07: Das mit dem selbstwachsenden Gepäck hatten wir gerade so auf der Reihe, da explodiert unser Kind. Wer Kinder hat oder “Der Exorzist” gesehen hat, kennt dieses Phänomen: Körpersäfte in interessanten Farben werden mit massivem Druck aus allen Öffnungen geschleudert … (nein, keine Bilder). Aber alles hat seine guten Seiten - die Krankheit ist besiegt, das Fieber weg, Eltern glücklich.
Wir haben anschließend den “ExpressCheckOut” gewählt und ein gutes Trinkgeld hinterlassen.

Auf unserem Weg Richtung Kerikeri im Norden halten wir zum Frühstück bei Marina (sie hatte uns vom Flughafen abgeholt). Wir parken auch ein paar Gepäckstücke bei Ihr, die wir im Norden nicht brauchen.
Die Route in den Norden ist bis ca. 25 km hinter Auckland als Motorway (Autobahn) ausgebaut, dann geht es auf der Landstraße weiter. Wir stellen fest: auch in Neuseeland gibt es Staus. Alle Kiwis wollen über Ostern in den Norden, weil es da noch schön warm ist. Wir lassen uns die Laune nicht verderben (relax, mate!), machen ab und zu Pause, genießen die tolle, grüne Landschaft und gondeln vor uns hin - ca. 250 km.

Dank Navi finden wir souverän den Weg ins Kauri Park Motel in Kerikeri. Können wir gleich empfehlen!!! Liebevoll gestaltet und ausgestattet, seht selbst: Kauri Park Motel. Nachdem wir unser Gepäck abgeladen hatten, haben wir noch ganz kurz den Ort unsicher gemacht, bei McD einen Happen gegessen, dann sind wir unter die Dusche und ins Bett gefallen … kann ja sein, dass Reisen bildet - aber müde macht’s auch.

Heute, 7.4.07 (Ostersamstag) war natürlich Einkaufen und Erkunden angesagt. Wir haben uns einen Drucker (s/w-Laser) gegönnt, damit man auch “nicht-online”-Bewerbungen erstellen kann. Dann gabs noch ein paar Lebensmittel, um das Wochenende zu überstehen - und ein paar Ostereier für Jenny.

Heute nachmittag wollte ich endlich ans Meer. Das ist gar nicht so einfach! Ausserhalb der Ortschaft werden die Straßen schmaler, manchmal sind es auch eher Geröllpisten - es ist dann nicht leicht, zu erkennen, ob es Privat- oder öffentliche Straßen sind. Wenn das Navi an der Stelle, an der man sich befindet keinen Weg mehr anzeigt, wird es dann interessant. Wir sind dann halt den Typen gefolgt, die einen Bootsanhänger hinten dran hatten. Ein paar Mal hatten wir Pech - die waren auf dem Heimweg … dann sind wir einem gefolgt, der zu einer schönen Bucht (Opito Bay) gefahren ist.

Die Straßen sind schon eine Klasse für sich - der Allradantrieb unseres Subaru hat sich schon rentiert. Kleine Anekdote am Rande: die Karre, Subaru, 125 PS, Gewicht: 1,4t gilt hier als Rennwagen - speziell bei der Versicherung.

Wir wünschen euch allen schöne Ostern, Ihr fehlt uns!!!!!! Vielen Dank für die lieben Kommentare und Mails - da weiss man, für wen man schreibt ;-))

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