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4.4.2007 von sabine.scholl.
… das wäre dann der 4.04.07 - heute habe wir es etwas langsamer angehen lassen, da die dringendsten Probleme - Finanzen + Mobilität - geregelt sind. Bei unserer Bankerin haben wir die Versicherung abgeholt. Kündigungsfristen gibt es keine. Wenn man keine Lust mehr hat, kündigt man einfach den Vertrag per Telefon, das reicht. Ob man sein Auto verkauft hat oder nicht, spielt keine Rolle.
Für Jenny haben wir in einem Spieleladen Games getauscht. Das Kind rennt durch die Dinger wie das Messer durch die Butter.
Mit Recruitern + Telecom HR telefoniert, zähe Angelegenheit. Pat, Bereichsleiter von Gen-I (Telecom-Tochter), hat uns zum Kaffee eingeladen, freut sich, uns zu sehen, meint: gerade wurden 500 Stellen ausgeschrieben, da müsste doch was dabeisein. Er räumt aber selbst ein, dass die HR-Leute lahm sind - also auch hier: Geduld, Geduld, Geduld.
Das gleiche predigt unser Einwanderungsanwalt, Peter Beiner, den wir nachmittags in Whangaparoa besuchen - eine wunderschöne Ecke ausserhalb von Auckland.
So gegen 18.00Uhr kommen wir ins Hotel zurück, da stellen wir fest, dass unser Kind Fieber hat (Mittags war sie noch im Pool gewesen!?!?!). Wir betüdeln unser Kind und machen uns einen ruhigen Abend. Mal sehen, was daraus wird. Jetzt hab ich mir noch kurz ein paar Stunden für Euch die Finger wundgeschrieben - gehabt Euch wohl, Fortsetzung folgt, bleiben Sie dran!!!!!!!!!!!
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4.4.2007 von sabine.scholl.
… das ist Dienstag, der 3.04.07. Programm: Alles rund ums Auto. Das geht in Neuseeland schneller, als man denkt. Zunächst zur Bank, das restliche Geld für den Autokauf abheben und Versicherung anleiern. Geld abheben geht - Versicherung nicht. Priya - unsere reizende kleine Bankerin ist untröstlich, aber ohne Registrierung gibt es keine Versicherung. Ist auch nicht notwendig in NZ - wollen wir aber haben. Die Chance, dass wir die Karre auf der falschen Seite der Strassse in den Graben fahren ist sehr real - dann wäre auch unser Geld futsch. Priya bereitet alles soweit vor, dass wir nur noch Kennzeichen und Hubraum telefonisch durchgeben müssen und die Kiste ist versichert. Große Erleichterung. Bevor es weitergeht zu Turners - Datenkarte bei Vodafone nochmal in die Gänge bringen, damit online endlich funzt.
Die komplette Belegschaft des Vodafone-Ladens ist süß und goldig und ahnungslos. Nach einer Weile bekommen wir das Problem (neue Software, anderer Treiber) gemeinsam in den Griff. Da muss man einfach guter Dinge bleiben - rumzetern hilft nicht weiter, im Gegenteil.
Mit dem Taxi ab dafür zu Turners - Wagen sollte ja vor der Mittagszeit bezahlt und abgeholt werden. Klappt alles. Bezahlen, Nummernschilder pressen, registrieren, Schilder anschrauben, 2 l Sprit reinkippen, freundliche gute Wünsche vom Verkäfer - alles in 5 Minuten erledigt. Der Verkäufer ist auch kein geborener Kiwi - er ist Südafrikaner, 57 Jahre alt und vor 2 Jahren eingewandert. Er macht einen Klasse-Job, als ich ihm erzähle, dass Menschen in seinem Alter in D keinerlei Chance auf dem Jobmarkt haben, hat er nur den Kopf geschüttelt. In Kiwiland wird jeder dringend gebraucht.
Telefonat mit Priya: Daten durchgegeben, Versicherung zugesagt - jetzt konnte es losgehen. Um uns mit dem Fahren auf der falschen Straßenseite (und mit dem Kopf nach unten …) vertraut zu machen, sind wir ein wenig durch die Gegend gegondelt, was Essen gegangen und haben uns ein Navi besorgt. Wenn man schon auf der falschen Seite im Auto sitzt und Blinker mit Scheibenwischer verwechselt, sollte man nicht auch noch auf den Weg achten müssen …
Nachdem wir uns dann souverän durch den Verkehr in Auckland geprügelt hatten, wurden noch Mails, und Online-Angelegenheiten geregelt - dann gabs noch eine Runde Pool und Pizza -> und der Tag war erfolgreich “gegessen”!
Ich finde, in den zwei Tagen haben wir eine Menge erlebt und kennengelernt - und was wir gesehen haben gefällt uns sehr. Leute, ihr fehlt uns wie ein Arm und ein Bein … aber wir kommen nicht zurück!!!!!!!!!!!!!!!
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4.4.2007 von sabine.scholl.

Stolz holen wir unser Auto ab:

Our car:

Auf dem Dach des Sky City …

Ein Frosch im Wasser:

Ein Blick vom Hoteldach:

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4.4.2007 von sabine.scholl.
Am Ankunftsabend sind wir völlig platt und todmüde, zwingen uns aber, bis so gegen 20.00Uhr wachzubleiben, damit das mit der Zeitumstellung gut klappt. Der Jet-Lag von Dubai beträgt ja nochmal 8 Stunden - als Folge wachen wir in der ersten Nacht ab 2.00Uhr immer wieder auf. Die “Gesamt-Schlaf-Zeit” war aber wohl in Ordnung - wir wachen an unserem ersten “richtigen” Tag in Neuseeland einigermassen fit auf - und stürzen uns voll Neugier ins Leben.
Wir stellen fest, dass die Ortswahl mit dem Sky City Hotel perfekt war: mitten in der Innenstadt, nichts ist weit weg.
Es beginnt der 2.04.07 (Montag): Erstmal Frühstück, am besten ORGANIC (= Biofrühstück), weil gesund und frisch und als Gegenmassnahme zu dem Plastikfraß im Flieger (wobei das bei Emirates noch geht …).
Die Belegschaft des Cafés ist supernett und freundlich, wuselt sofort los, um unsere Bestellung zu bearbeiten (Omlette + Butterbagel) - nach ca. 20 Minuten bekommen wir serviert. Auch die anderen Besuchertypen lassen sich durch die Wartezeit nicht aus der Ruhe bringen: man liest entspannt die Zeitung, schäkert mit der Bedienung. In Deutschland wäre ein solcher Laden schon längst pleite. In NZ ist die entspannte Atmosphäre ein Teil des LIFESTYLE. Wer “schnell” will, kann ja zu Starbucks gehen - die neuseeländische Kaffeekultur hat für jeden Etwas zu bieten.
Als nächstes sind wir zur Bank gepilgert. Es war natürlich die falsche Zweigstelle - aber das macht ja nix - die Daten wurden geschwind elektronisch zum neuen Branch-Office geschickt, bis wir mit der Bankerin in ihrer Büroecke saßen, war alles bereit. Man wird hier als Kunde freundlich und wie ein Partner behandelt, sitzt gemeinsam vor dem Monitor und weiss genau, was die Bank für Daten hält. Wenn man möchte, darf man sogar das online-banking üben (wär was für Rudi!!).
Kontoanlage + Bankkarte erledigt, haben wir etwas Bargeld mitgenommen und unsere Handys aufgeladen - jetzt sind wir alle erreichbar. Mit der Datenkarte (freischalten) zieht es sich etwas - im Zweifel kann man auch über den Hotelzugang online gehen. Wir sind relaxed. Nach weiterer Entspannung am Pool treffen wir uns mit Marina, die mit uns zu Turners fährt.
Gebrauchte Autos besorgt man sich in Neuseeland auf zwei Arten: Man geht zu Händlern oder Märkten - oder man kauft da, wo die Händler kaufen: bei www.turners.co.nz. Preiswerter geht es nicht - man spart zwischen 2 - 3.000 Dollar. Ein bisschen Glück gehört natürlich auch dazu - dass das Auto, was man kaufen würde auch dabei ist und nicht jeder darauf steigert ….
Ein Auto als Statussymbol ist hier übrigens sehr selten - die meisten Karren haben einen Wert von ca. 6.000 Dollar (grob gepeilt ca. 3000 Euro). Da bald Ostern ist, war dies eine große Versteigerung mit 117 Autos - die nächste Veranstaltung erst wieder nach Ostern, d. h. wir mussten zuschlagen, um schnell mobil zu werden und auch um in Urlaub fahren zu können.
Damit man mitmischen kann, meldet man sich mit (irgendeinem) Führerschein an, bekommt einen Bieterschein, mit dem man probefahren und später mitbieten kann. Wir betraten dann die heilige Halle - so gross wie zwei Fussballfelder - in der die ganzen Autos, Teststationen, Tribühnen etc. verteilt waren. Eine kleine Teststrecke (ca. 150m) gab es auch.
Als alte Strategen hatten wir uns natürlich genau zurechtgelegt, was wir kaufen würden: Toyota Camry, Honda Accord u. U. noch einen Nissan Primera, da in Neuseeland japanische Autos vorherrschen.
Camry gab es keinen, Honda Accord gab es einen - als Startnr. 1 der Auktion … und dann gabs noch zwei Nissan Primera, original Seelenverkäufer.
Sabine hatte sich in der “Besuchszeit” vor Beginn der Auktionen noch einen Subaru Legacy B4 angeschaut und probegefahren. Als Preisbereich waren hier 8.000 - 9.500 NZD angegeben (also eigentlich eine Nr. zu groß für uns …). Die Auktion ging dann pünktlich um 18.00 Uhr los - wirklich faszinierend, ein Riesenspass. Marina, Stephan + Jenny wurden langsam nervös, als Auto für Auto vorbeiging (teils verkauft, teils hatten sie den Verkaufspreis nicht erreicht und standen noch zur Verhandlung), dachte ich für mich ‘mal sehen, was mit dem Subaru so abgeht …’. Tatsächlich musste der Auktionator mit dem Startpreis bis auf 7.000 NZD runter, bis überhaupt jemand geboten hat. Dann ging es in Sekunden - und bei 7.800 NZD gehörte mir das gute Stück!!! Ganz stolz habe ich meine Anzahlung geleistet, dann sind wir alle zusammen zu einem kleinen Foodcourt gefahren, um bei indischem bzw. chinesischem Essen das Schnäppchen zu feiern.
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