wie an der Schnur …

24.5.10, Montag. Jau – der Tag lief heute wie am Schnürchen. Mal wieder kurz nach Auckland, diesmal mit einem Kollegen. Plan war: wir fliegen gemeinsam hin, holen den Mietwagen ab, fahren ins Labor, ich mit Taxi dann wieder zum Flughafen und er bleibt noch bis morgen Abend. Klang gut und sparsam. Um weiter Geld zu sparen, haben wir sogar diesmal Flüge bei Jetstar buchen können, die sind etwas billiger, aber meistens ausgebucht. Wir fanden uns ganz toll.
Tatsächlich wurde es heute Morgen verflucht eng. Mein Flughafenbus war 5 Minuten zu spät dran, einchecken konnte ich nicht am Automaten (geht nur für Air New Zealand), sondern musste an den Schalter rennen. Das hat um Haaresbreite grad so funktioniert, sie waren grad am Schliessen. Jetstar ist da knallhart – auch wenn bis zum Abflug noch eine Stunde Zeit ist, wenn das Zeitfenster zuende ist, gibt es kein Erbarmen. Nach einem Kaffee bin ich dann zum Gate und hab mich gewundert, dass ich meinen Kollegen nicht gesehen hab. Ich hab mir keine Sorgen gemacht, es war ja noch Zeit und (ihr kennt mich ja, blind wie ein Maulwurf) viel Gewusel, da hab ich mir gedacht: Hauptsache, wir treffen uns in Auckland am Mietwagenschalter. Der Flug war ein Desaster, Turbulenzen, tobende Kinder und die Lady neben mir hatte Flugangst, das ist bei Turbulenzen unschön. Sie hat die meiste Zeit relativ friedlich hyperventiliert, aber ab und zu ordentlich geflattert 🙁
In Auckland hab ich nach der Landung mein Handy wieder angemacht, es hat gar nicht mehr aufgehört zu quieken – lauter verzweifelte SMS von meinem Kollegen, der den Flug verpasst hat *&%$#@!!! Er hat dann einen anderen Flieger genommen – allerdings konnte ich nicht 1,5 Std. auf ihn warten, sonst wäre mein Ausflug nach Auckland sinnlos geworden. Mittlerweile war es kurz nach 10.00 Uhr, mein Rückflug ging um 14.30 Uhr, das lohnt nicht, bei einer Fahrzeit zum Labor von ca. 45 Min einfach. Damit war das Sparen vorbei, ich bin in ein Taxi gesprungen und ab dafür. Kollege ist dann gegen 12.00 Uhr aufgetaucht und wir haben die Mittagspause gestrichen.
13.15Uhr mit Taxi wieder zum Flughafen – das Wetter in AKL katastrophal (Regen, Unwetter, Sturm) – also wurde das auch schon wieder eng, da der Verkehr nur im Schneckentempo rollte. Auf dem Flughafen bin ich grad noch durch Security und Gate gehechtet, die Dame am Gate hat gemeint, sie wollten mich grad ein letztes Mal ausrufen lassen.
Der Flug dann vom Feinsten: 3 schreiende Babies (durchgehend, selbstverständlich). Bei den Turbulenzen gabs eine Schippe drauf, Bilanz: 2 Leute lagen mit Kreislaufkollaps in den Seilen, eine weiterer hat eine Sauerstoffmaske bekommen, keine Ahnung, was da los war … und 3 oder 4 haben sich das Mittagessen nochmal durch den Kopf gehen lassen und ihre Tüten gut gefüllt. Halb taub und mit zugeklemmter Nase hab ich den Flieger fluchtartig verlassen und hab erst wieder richtig Luft geholt, als ich im Bus Richtung Stadt gesessen hab.
Ein rundum gelungener Tag, der Rest der Woche kann nur besser werden. Hoffentlich.

Stephan hat heute seinen neuen Job angetreten. Soweit ok, die Kollegen scheinen recht nett zu sein. Der Haken: Mein Guter muss doch häufiger als gedacht mit Schlips und Kragen auftreten. Zum Trost hab ich ihm versprochen, dass ich ihm zeige, wie man Hemden bügelt.
Überschwängliche Freude … 😉

Über sabine.scholl

Dies ist der Neuseeland-Blog von Sabine, Jenny und Stephan Scholl. Ausgewandert April 2007 :-)
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1 Antwort zu wie an der Schnur …

  1. Inge sagt:

    Was eine Geschichte….vielleicht sollte man mal prĂŒfen, ob es nicht eine Speedbootverbindung gibt und Ihr könnt außenrum brettern….. Aus Erfahrung: plĂ€rrender Nachwuchs im Flieger ist – aus Sicht der Kinder aber verstĂ€ndlich- eine Plage. Trotzdem eine gute Woche. Bussi INGE

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