on call

14.4.08, Montag. Stephan hat diese Woche zum ersten Mal Bereitschaft (on call). Das heisst, das jederzeit (ja – auch mitten in der Nacht) das Telefon klingeln kann und irgendein Problem gelöst werden muss. Wenn es dumm läuft und irgendein Zivilist mit unegalen Fingern einen Server ins Nirvana befördert hat, darf Steffi auch in die Stadt fahren und Hand im Rechenzentrum anlegen. „Handy hat nicht funktioniert“ (also: Verschlafen) zählt nicht, sonst gibt es massiv Mecker vom Meister. Kann auch interessante Konsequenzen haben: Wenn der Server von Shell verendet und nicht rechtzeitig reanimiert wird, können die Tankwagenfahrer keine Routen planen (ca. 3 Uhr morgens), dann gibt es halt keinen Sprit…

Kaum waren wir beim Abendessen klingelt natürlich schon das Telefon. Irgend ein DAU hat es fertiggebracht, mit Excel einen Firmenserver abzuschiessen. Muss ein ganz wichtiger Typ sein – Alles muss so schnell wie möglich wieder laufen, da er von zu Hause aus daran weiterarbeiten muss. #?@! Stephan hats hingebogen. Gut, dass ich nicht am Telefon war. Ich hätte dieser aufgeblasenen Kröte schon genau erklärt, was ich davon halte: 1. Wenn man keine Ahnung von OLE in Excel hat, sollte man die Finger davon lassen. 2. Wenn 8 Stunden im Büro nicht ausreichen, um seine Arbeit zu erledigen, sollte man sich schämen, auf sein Gehalt verzichten und andere nicht belästigen.

In grossen Firmen gibt es halt viele dieser tollen Mr. Wichtigs, die sich erst gut fühlen, wenn sie andere durch Reifen springen lassen können. Meistens haben diese Leute auch kein Zuhause und terminieren „hochwichtige Meetings“ auf Freitagnachmittag um 16.00Uhr. (Kein Wunder, dass die keiner daheim haben will …). Ihr seht also, diese Nieten in Nadelstreifen gibt es nicht nur in Deutschland – die sind international tätig …

Über sabine.scholl

Dies ist der Neuseeland-Blog von Sabine, Jenny und Stephan Scholl. Ausgewandert April 2007 :-)
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1 Antwort zu on call

  1. Inge sagt:

    Wie wäre es, wenn Stephan sich für den roten Rennraser ein Blaulicht zum aufs Dach setzen geben ließe????Dann könnte er noch 42 Sekunde eher vor Ort sein, um die Fehler von irgendwelchen Analphabeten oder echten „Profis“ wieder zu beseitigen…Man kann Stephan daher nur wüschen, daß er immer ein gutes Händchen und Köpfchen hat. Euch eine schöne Woche. Bussi INGE

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