doch Winter

25.5.10, Dienstag. Jetzt ist der Winter endgültig eingezogen: massive Regenfälle und Überflutungen – die Vorbereitungen für die Sintflut laufen 🙁

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wie an der Schnur …

24.5.10, Montag. Jau – der Tag lief heute wie am Schnürchen. Mal wieder kurz nach Auckland, diesmal mit einem Kollegen. Plan war: wir fliegen gemeinsam hin, holen den Mietwagen ab, fahren ins Labor, ich mit Taxi dann wieder zum Flughafen und er bleibt noch bis morgen Abend. Klang gut und sparsam. Um weiter Geld zu sparen, haben wir sogar diesmal Flüge bei Jetstar buchen können, die sind etwas billiger, aber meistens ausgebucht. Wir fanden uns ganz toll.
Tatsächlich wurde es heute Morgen verflucht eng. Mein Flughafenbus war 5 Minuten zu spät dran, einchecken konnte ich nicht am Automaten (geht nur für Air New Zealand), sondern musste an den Schalter rennen. Das hat um Haaresbreite grad so funktioniert, sie waren grad am Schliessen. Jetstar ist da knallhart – auch wenn bis zum Abflug noch eine Stunde Zeit ist, wenn das Zeitfenster zuende ist, gibt es kein Erbarmen. Nach einem Kaffee bin ich dann zum Gate und hab mich gewundert, dass ich meinen Kollegen nicht gesehen hab. Ich hab mir keine Sorgen gemacht, es war ja noch Zeit und (ihr kennt mich ja, blind wie ein Maulwurf) viel Gewusel, da hab ich mir gedacht: Hauptsache, wir treffen uns in Auckland am Mietwagenschalter. Der Flug war ein Desaster, Turbulenzen, tobende Kinder und die Lady neben mir hatte Flugangst, das ist bei Turbulenzen unschön. Sie hat die meiste Zeit relativ friedlich hyperventiliert, aber ab und zu ordentlich geflattert 🙁
In Auckland hab ich nach der Landung mein Handy wieder angemacht, es hat gar nicht mehr aufgehört zu quieken – lauter verzweifelte SMS von meinem Kollegen, der den Flug verpasst hat *&%$#@!!! Er hat dann einen anderen Flieger genommen – allerdings konnte ich nicht 1,5 Std. auf ihn warten, sonst wäre mein Ausflug nach Auckland sinnlos geworden. Mittlerweile war es kurz nach 10.00 Uhr, mein Rückflug ging um 14.30 Uhr, das lohnt nicht, bei einer Fahrzeit zum Labor von ca. 45 Min einfach. Damit war das Sparen vorbei, ich bin in ein Taxi gesprungen und ab dafür. Kollege ist dann gegen 12.00 Uhr aufgetaucht und wir haben die Mittagspause gestrichen.
13.15Uhr mit Taxi wieder zum Flughafen – das Wetter in AKL katastrophal (Regen, Unwetter, Sturm) – also wurde das auch schon wieder eng, da der Verkehr nur im Schneckentempo rollte. Auf dem Flughafen bin ich grad noch durch Security und Gate gehechtet, die Dame am Gate hat gemeint, sie wollten mich grad ein letztes Mal ausrufen lassen.
Der Flug dann vom Feinsten: 3 schreiende Babies (durchgehend, selbstverständlich). Bei den Turbulenzen gabs eine Schippe drauf, Bilanz: 2 Leute lagen mit Kreislaufkollaps in den Seilen, eine weiterer hat eine Sauerstoffmaske bekommen, keine Ahnung, was da los war … und 3 oder 4 haben sich das Mittagessen nochmal durch den Kopf gehen lassen und ihre Tüten gut gefüllt. Halb taub und mit zugeklemmter Nase hab ich den Flieger fluchtartig verlassen und hab erst wieder richtig Luft geholt, als ich im Bus Richtung Stadt gesessen hab.
Ein rundum gelungener Tag, der Rest der Woche kann nur besser werden. Hoffentlich.

Stephan hat heute seinen neuen Job angetreten. Soweit ok, die Kollegen scheinen recht nett zu sein. Der Haken: Mein Guter muss doch häufiger als gedacht mit Schlips und Kragen auftreten. Zum Trost hab ich ihm versprochen, dass ich ihm zeige, wie man Hemden bügelt.
Überschwängliche Freude … 😉

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Open Day im College

23.5.10, Sonntag. Leider hat das Wetter heute morgen nicht so ganz mitgespielt, es ist grau, aber wenigstens regnet es nicht. Es ist Einiges los, es haben sich bestimmt 100 Leute eingefunden, die sich für das College interessieren.
Marsden College
 
Jenny will heute mal wieder überhaupt gar nicht fotografiert werden (Teenager!). Das College sieht eigentlich gar nicht wie eine Schule aus, sondern eher wie eine Handvoll Wohnhäuser – hier der Haupteingang:
Marsden College
 
Drinnen ist es voll, die Atmosphäre sehr freundlich und ungezwungen, es gibt Kaffee und Kuchen und Anne (die Chefin) hält in der Caffeeteria eine kurze Begrüssungsrede. Dann kann man sich von ein paar Schülern in grüner Uniform (sehr chic! Nein, kein FLecktarn!) eine „Führung“ geben lassen oder einfach so durch die Klassenzimmer wandern. Vom Balkon hat man einen schönen Überblick, das Gebäude rechts unten ist das Mathematikzimmer.
Marsden College
 
Dahinter sieht man die neue Sporthalle, die gerade fertig wird. Der Platz davor wird dann noch in ein Spielfeld für Netball, Basketball etc. umgewandelt. Bis zum neuen Schuljahr wird alles fertig sein.
Marsden College
 
Der Blick geht weiter nach rechts, da gibt es weitere Klassenzimmer und das einzele Häuschen ist (aus gutem Grund wahrscheinlich …) das Chemiezimmer:
Marsden College
 
Hier das Geschichtszimmer, gleich mit Kaiser’s Reichskriegsflagge (Version 1903 – 1919), da mussten wir schon schmunzeln 😉
Marsden College
 
Wir werfen auch noch einen Blick in die anderen Räume – Sprachen, Technik, Englisch, Computer und die Bibliothek, hier noch ein Blick ins Mathe-Haus:
Marsden College
 
Anschliessend drehen wir noch eine Runde durch das Schulgelände – es gibt sogar einen Bach – wirklich idyllisch.
Marsden College
 
Kein Wunder, dass diese Schule so erfolgreich ist: im Durchschnitt erhalten 3% der neuseeländischen Schüler in der Abschlussklasse eine akademische Auszeichnung – an diesem College waren es dieses Jahr wieder 30%. Das Lernen muss hier wirklich Spass machen, mit Druck ist sowas nicht zu erreichen. Jenny freut sich auch auf die Schule – die Schuluniform findet sie „ok“, was bei Teenagern wahrscheinlich mit „sehr schön“ zu übersetzen ist 😉

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fleissig

22.5.10, Samstag. Heute kriegen wir Fleisspunkte … früh aufgestanden, denn Jenny ging es wieder gut und sie wollte unbedingt zum Netball. Hat nix geholfen: verloren!
Im Gegensatz zu gestern ist heute wieder ein Sommertag an der Reihe gewesen, damit hatte keiner gerechnet. Also haben wir ordentlich gewerkelt und Waschtag veranstaltet.
Hoffentlich wird es morgen nochmal schön – es ist Open Day = Tag der offenen Tür bei Jenny’s College. Dann gibts auch mal wieder ein paar Bilder!

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laaaaang

21.5.10, Freitag. Lange Woche – gefühlte 10 Tage am Stück … Stephan hat seine Prüfung überstanden, sein Gefühl: nicht schlecht. Das Ergebnis bekommen wir leider erst in 14 Tagen. Geduld, Geduld.

Geduld beweist auch Immigration mit Charlie – er ist immer noch da. Er hatte ja Einiges in unserer Garage zwischengelagert, diese Kisten wurden inzwischen von einer Trödel-/Flohmarkt-Firma abgeholt. Den Erlös von der Versteigerung der Sachen will Charlie für den Kauf eines Tickets nach Buenos Aires verwenden (Er ist zwar Amerikaner, will aber auf gar keinen Fall in die USA zurück). Wir hoffen für ihn, dass das klappt, sind aber nicht sicher, ob das gutgeht. Als die Leute zur Abholung da waren, hatten sie die Kisten geöffnet, ordentlich geflucht und gemeint, dass sich die Fahrt nicht gelohnt habe … Naja, mal sehen, ob er eine Rechnung oder ein paar Dollar bekommt.
Stefan bereitet sich auf die Rückkehr nach Deutschland vor, sein Auto hat er in tradeMe gesetzt, dafür wirds auch höchste Zeit. Abflug ist am 1.6. Heute hat er allerdings nochmal einen Ausflug in die Stadt unternommen, was der Karre wohl nicht bekam 🙁 Bis heute lief die Schüssel einwandfrei, kaum steht sie zum Verkauf …

Jenny hat sich grad mit einer Monstererkältung ins Bett gelegt, ich glaube, dass Netball-Spiel morgen können wir vergessen. Das Wetter auch: kalt, nass, windig – BÄH
Ich fühl mich auch nicht 100%, trotzdem: Happy Weekend, Leute

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Steuersenkung!!

20.5.10, Donnerstag. Mit Spannung erwartet, wurden heute der Haushalt für das neue Finanzjahr und das neue Steuerprogramm vorgestellt. Die Mehrwertsteuer wurde zwar von 12,5 auf 15% angehoben ABER: Der Spitzensteuersatz ging von 38% auf 33% runter und die Zwischenstufen wurden auch richtig abgesenkt. Ab dem 1. Oktober gibts damit richtig mehr Geld in der Haushaltskasse und ich werde von meiner Gehaltserhöhung im Juli mehr übrigbehalten 🙂
Die Steuern für Unternehmen wurden übrigens auch runtergedreht: von 30 auf 28%. Ich bin zwar kein Freund von Mehrwertsteuererhöhungen, aber insgesamt denke ich, dass diese Massnahmen der Wirtschaft helfen werden.
Wer es noch genauer wissen will – Klick!

Morgen Daumendrücken für Stephan’s Prüfung!!!

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Kiwigeschichte

19.5.10, Mittwoch. Strömender Regen, kühl. Ausgerechnet heute bin ich mal wieder auswärts unterwegs, zu unserem Labor. Auf dem kurzen Weg zum Bahnhof bin ich schon fast durchgeweicht, na dann. Die Fahr dauert fast eine Stunde, der Zug hält an jedem Baum und eine Haltestelle vor der Endstation steige ich aus. Auf dem Heimweg warte ich an der Station und erlebe meistens, wie der Zug aus Richtung Wellington kommt und 10 Minuten später, wenn er wieder auf dem Weg zurück ist, steige ich dann ein.
Heute hat mich der Schaffener auf dem Hinweg (nach Upper Hutt) gesehen und hat gefragt, ob ich nach Wellington will – na klar! Er hat dann gemeint, ich solle einsteigen und die Runde zur Endstation und zurück mitfahren, damit ich nicht solange in der Kälte warten muss. Das fand ich supernett und habe sein Angebot dankend angenommen! Mein Ticket hat ihn auch nicht interessiert, ich hatte ja letztes Mal schon eins.
Also Leute – das wäre mir in Deutschland GARANTIERT NICHT passiert!!!!! Gescheite Häuser können sie hier nicht bauen – aber in den kleinen, liebenswerten Nettigkeiten sind sie hier einfach unschlagbar 🙂

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Der IPad-Effekt

18.5.10, Dienstag. Gefühlt auch nicht viel besser als der Montag … aber wenigstens läuft Stephan’s Lehrgang jetzt. Heute hat mich einer der höheren Manager, für den ich ein erfolgreiches Projekt gemacht habe, zu einem Kaffee eingeladen. Er hat mich gelobt und sich nochmal gross bedankt, das fand ich ausgesprochen nett. Da er ein absoluter und eingefleischter Zivilist ist, was Computer und IT anbelangt, hab ich mein IPad mitgenommen und es ihm vorgeführt. Das war der echte Brüller, Leute!! Der Gute hat sich überhaupt nicht mehr eingekriegt und hat mich genötigt, auf dem Rückweg zum Ministerium noch beim Computerladen vorbeizugehen, wo sie die Dinger (offiziell aus den USA importiert) im Schaufenster stehen haben. Wenn ich ihn nicht weggezerrt hätte, hätte er spontan und erbarmungslos zugeschlagen – ich hab mich königlich amüsiert 🙂
Nachher hat er dann gemeint, dass er morgen mit seiner Frau hingeht und dann … 😉

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Lehrgangsauftakt

17.5.10, Montag. Stephan ist heute morgen bei seinem Lehrgang angetreten, aber Montage laufen ja oft nicht ganz so, wie sie sollen. Der Dozent war nicht da. Im Lauf des Vormittags hat sich herausgestellt, dass der gute Mann aus Melbourne einfliegen sollte und gestern Nachmittag auch pünktlich um 14 Uhr am Flughafen war. Später – nach dem Einchecken und der Security, haben die Piloten beim Abflug-Check festgestellt, dass sich ein Riss in der Windschutzscheibe befindet. Längeres Palaver, dann: Alle Mann raus, Flug gestrichen. Als die Leute dann nachts mit dem nächsten Flieger Richtung Wellington lossegeln sollten, gab es Computerprobleme. Laut Computer waren sie nämlich längst weggeflogen und konnten nicht zum 2. Mal wegfliegen …
Heute morgen wurde die Sache dann wohl ausführlich diskutiert, die völlig übernächtigten Zombies durften irgendwann vormittags dann doch „nochmal“ fliegen und der Dozent kam dann (Zeitverschiebung ist ja auch noch einzurechnen!) – bestens gelaunt selbstverständlich – gegen 15.30 Uhr beim Veranstalter an.
Der Tag ist damit natürlich im Eimer – auch für Stephan und die anderen Teilnehmer. Der Hintern ist durchgesessen & die Birne leer 😉
Der Tag muss nun im Zeitraffer nachgeholt werden, denn am Freitag ist Prüfung und das Thema nicht einfach (ITIL fúr Fortgeschrittene, allerneueste Version).
Ein grandioser Wochenanfang sozusagen …

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Pokal!!

16.5.10, Sonntag. Ein extremer Faultiertag 🙂 Gegen Abend hat es auch angefangen ordendlich zu regnen – gute Ausrede, um auf dem Sofa rumzulungern.
Stephan ist heute doppelt glücklich: morgen geht es mit dem neuen Job los (auch wenn er gleich erstmal eine Woche auf Lehrgang ist) + BAYERN ist jetzt auch noch Pokalsieger!!! Wenn man das Spiel gesehen hat, muss man auch sagen: sie haben es mehr als verdient 🙂

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