22.3.26, Sonntag. Hier also Teil II:
Zwischendurch hat Susanne mit ihrem Vater und mir eine Fahrt zum Tanken zu den tschechischen Nachbarn gemacht. Wir sind dabei an einem interessanten Restaurant vorbeigekommen – eine olle Tupolev!
Das war nett gemacht – und die gutbürgerliche Küche war sehr gut. 
Anonsten ging es weiter mit dem Berg von Erledigungen, Kündigungen, Korrespondenz und Entscheidungen. Am Tiefpunkt kam Andi aus der Deckung und fragte mich wie es mir geht … und kurze Zeit später war er an meiner Seite, ein echter Musketier und Gentleman. Das hat mir sehr geholfen.
Andi hat ja selbst vor nicht allzu langer Zeit einschlägige Erfahrungen mit familiären Verlusten und Nachlassangelegenheiten gemacht und konnte mir so beim Bezwingen der restlichen Bürokratie und vor allem der sonstigen Rennerei beistehen. Gutes Wetter hatte er auch mit im Gepäck.
Mittlerweile war dann auch der Krieg im Nahen Osten ausgebrochen, so dass die neue Sorge – Komme ich noch heim? Wie komme ich heim? – auch noch zu allem anderen dazukam. Da war ich sehr froh, dass Stephan die Situation vom HQ in NZ aus im Griff hatte und alles koordinieren konnte.
Am 3.3. hatte ich zur Inge-Feier geladen, da haben wir den Tag genutzt, um nochmal Inges Lieblingsecken in Dresden zu besuchen. Was ihr seit ihrem Umzug (in 2018) in das betreute Wohnen am meisten gefehlt hatte, war der Neumarkt – ihr so geliebter Kiez.
Mit knuffigen Kneipen (Gebratener Speck war immer Inge’s Liebling beim Kiwifrühstück) 
und natürlich der Kunsthofpassage:
interessante Cafes wechseln sich ab
mit kleinen Läden
Mit Susanne haben wir dann noch einen Barock-Rundgang gemacht, zur Semperoper 
und durch den Zwinger, 
dann Richtung Frauenkirche. 
Auch innen eine Augenweide – Licht und Farben sorgen für eine wunderschöne, verspielte und heitere Atmosphäre.
Ich glaube, Inge hätte dieser Rundgang sehr gefallen – sie hat Dresden mit seiner Kultur in allen Facetten geliebt.
Abends haben wir uns dann im Schillergarten zusammengefunden, um Inges Leben zu feiern
Der blaue Schal, den Inge mir mal aus Usbekistan mitgebracht hatte, und der orangefarbene Pulli waren meine visuelle Hommage an meine farbenfrohe Schwester an dem Abend – und obwohl sich einige der Freunde nicht kannten, sind alle ins Gespräch gekommen und es war eine schöne Atmosphäre. Wir haben Anekdoten ausgetauscht, zusammen gelacht und geweint und Bilder angeschaut. Ich bin mir sicher, dass Inge mit dem Abend zufrieden war und auf uns herabgelächelt hat.
Inge 1944 – 2026 🩷
Wie ich dann doch noch heimgekommen bin … erzähle ich euch in Teil III.
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