verkauft …

17.10.10, Sonntag. Das Essen gestern war gradios – Indisch bis zum Abwinken 🙂 Heute war leider ein Tag zum im-Bett-bleiben! Das Wetter war unter aller Tischkante … wenigstens keine Ablenkung von der Lernerei.
Unsere Kinoleinwand haben wir heute verkauft – aber keine Sorge: auch in der neuen Hütte wird uns was einfallen. Die Platzverhältnisse sind einfach anders, da können wir sie leider nicht verwenden. Jenny’s Kinderbett macht grad den Abgang auf tradeMe (Kiwi-ebay), da kommt auch wieder ein bisschen Geld rein.

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D-Day

15.10.10, Freitag. Erstmal hat Stephan seine Prüfung mit 100% bestanden – YES!!!
Damit hat er auch alle Voraussetzungen erfüllt und darf sich jetzt Microsoft Engeneer nennen (MCSE 2003) – YES!!!
Dann gabs während der Mittagspause den Papierkrieg bei unserer Anwältin, es ist alles, alles in Ordnung, begaubigt und unterschrieben, dem Eigentumsübergang (Haus an uns) am 28.10.10 steht nun nichts mehr im Weg, es gibt kein zurück mehr – YES!!!
Nach der Arbeit haben wir noch Abschied von Radu gefeiert, er geht nächsten Samstag mit seiner Familie nach Australien (Brisbane). Er freut sich sehr – YES!!!  (Wir freuen uns für ihn, aber finden es schade dass sie gehen …). Naja – wir sind eingeladen und werden sie sicher besuchen, wenn wir uns irgendwann mal vom derzeitigen Stress und der finanziellen Ebbe erholt haben 😉
Unser Kind haben wir auf dem Heimweg auch noch eingesammelt, was gegessen und die guten Nachrichten erzählt – dann waren wir alle …

16.10.10, Samstag. Kein Tag zum Verschnaufen – das Trampolin wurde heute zerlegt und abgeholt. Dann war Einkaufen, etc. angesagt und ich muss ja noch fleissig auf die nächste Prüfung lernen (Mittwoch!). Nachher gehen wir Essen – damit bedanken wir uns bei unseren Südafrikanern, dass sie Jenny über die Ferien hatten und natürlich werden wir auf den Hauskauf anstossen 🙂
Happy Weekend, Leute!

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All good

14.10.10, Donnerstag. All good: Seit 9.30Uhr heute morgen haben wir Versicherungsschutz – ja, auch schriftlich. Unsere neue Bank (über die das alles läuft) hat wirklich gute Nerven und einen tollen Kundenservice! Innerhalb von einer halben Stunde war alles geregelt und ich konnte das Papier an unsere Anwältin mailen. Nicht, dass wir mit der vorherigen Bank unzufrieden waren, aber die haben halt das Rennen bei der Finanzierung verloren.

So, Leute: morgen ist der grosse Tag 🙂 Anwaltstermin zum Unterschreiben des endgültigen Vertrags, ganz banal in der Mittagspause (nachdem Stephan – hoffentlich – seine nächste Prüfung bestanden hat). Den Umzug haben wir auch schon relativ organisiert, dieselben Jungs, die uns hierher gewuchtet haben, dürfen uns dann ins eigene Heim schleppen 🙂
Micha hatte schon recht mit seinem Kommentar … derzeit gehts hier richtig ab!

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Versicherung in Kiwiland

13.10.2010, Mittwoch. Nachdem wir dachten, es sei an der Papierfront so ziemlich alles gelaufen (bis auf die letzten Unterschriften), kam grad noch der Brüller.
Wir haben unsere neue Behausung anlässlich unseres Banktermins letzten Freitag auch gleich ab dem 28.10. versichert, das ist das Datum des voraussichtlichen Eigentumsübergangs. Wir wissen auch, dass die Leute hier im allgemeinen extrem versicherungsfaul sind und z.B. noch nicht mal eine KFZ-Haftpflicht vorgeschrieben ist … Der Staat zahlt bei Unfällen und das „Schuldprinzip“ ist hier gänzlich unbekannt.
Heute haben wir erfahren, dass die Noch-Eigentümerin das Haus nicht versichert hat! Falls also zwischen heute und dem 28.10. Brand, Erdbeben oder sonstiges stattfindet, sitzen wir alle metertief in der Tinte 🙁
Also werden wir versuchen, morgen sofortigen Versicherungsschutz zu bekommen und uns die Mehrkosten bei der Dame wieder holen. Oh Mannnnn!!

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Organisation …

12.10.10, Dienstag. Die Stresswelle schwillt langsam an: Abwicklung des Hauskaufs, Umzug organisieren, lernen und Prüfungen machen, wieder ein paar Mal nach Auckland fliegen und Jenny hat ja auch noch so ein paar Termine. Neben den häufigen Zahnarztbesuchen wegen ihrer Spange steht als Nächstes der braune Gürtel in Karate an – natürlich am Tag nach dem Umzug!
Naja, eigentlich sollten wir nicht jammern, ist ja alles selbstgemachtes Elend, oder? Und alles eine Frage der Organisation 🙂

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wieder da: Winter

11.10.10, Montag. Schlimm genug, dass Montag ist – dann kommt auch noch der Winter zurück: mit eiskaltem Südwind – Bääh … 🙁

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Umzug Nr. 1

10.10.10, Sonntag. So ganz, ganz allmählich sinkt es ein … wir werden ein eigenes Haus haben! Und: es ist keine Bruchbude!!! Die Woche wird nochmal stressig, da jetzt weitere Abwicklungsschritte folgen: Die Bank muss die Struktur des Darlehens ausfertigen und das Geld bereitstellen, wir müssen unsere Anzahlung leisten, unsere Anwältin muss alle Papiere prüfen und dann ist es vermutlich Ende der Woche soweit, dass wir unsere Unterschriften leisten. Teurer Firlefanz wie z. B. Notarzeremonien fallen weg. Dafür hat jede Vertragspartei schliesslich einen Anwalt, oder?
Projektierter Umzugstermin: 28./29. Oktober – ihr könnt gerne kommen und mithelfen 😉

Anja war flotter mit dem Wohnungswechsel, sie hatte ja bei uns nur Zwischenstation gemacht und ist heute ausgezogen. Sie hat ein nettes, kleines 2-Zimmer-Häuschen in Wadestown (einem Stadtteil von Wellington) gefunden und kann sich wieder mehr ins Kultur- und Nachtleben der kleinen Großstadt stürzen. Das können wir gut verstehen – bevor wir uns Kind & Kegel zugelegt haben, haben wir es ja ordentlich krachen lassen 🙂

Inge ist wohlbehalten aus der Türkei heimgekehrt – und ist nach der ersten Überraschung auch wieder auf dem Laufenden.

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Abenteuer Haus II

9.10.10, Wir hoffen, dass ihr euch für uns freut 🙂
:-)
 
Heute Abend haben wir mit Simone, Carola & Nicolai EINIGES zu feiern … Es gibt Bilder von Caro und Nic’s Hochzeit (und wir können endlich unser Geschenk loswerden!!), Simone zeigt Bilder vom Mt. Blanc, wir zeigen welche von Rarotonga und dann werden Nic’s frischgebackener Dr. der Meeresbiologie, der Geburtstag und unser Haus begossen 🙂
 
Hier noch ein kleiner Nachtrag zum Geburtstag – Jenny’s Klappkarte für mich, sehr süss!!

:-)
Dazu gab es noch ein paar Feder-Ohrringe, sehr schick 🙂

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Happy Birthday, Sabine

8.10.10, Freitag. Vielen herzlichen Dank euch allen für all die guten Wünsche 🙂 Ich hab mich sehr gefreut, dass mich noch (fast) keiner vergessen hat 😉 In den nächsten Tagen werde ich den Email-Berg abarbeiten, versprochen!!
Ich habe übrigens ein tolles Geschenk bekommen: ein Haus 🙂
Abgewickelt ist das Ganze noch nicht ganz – aber heute haben wir den wichtigsten Schritt auf dem Weg zum Eigenheim getan! Wie schon geschildert, läuft so ein Deal hier ja ganz anders als in D.
In dem Vorvertrag, in welchem man sich über den Kaufpreis einigt, werden darüberhinaus auch verschiedene Bedingungen und Fristen vereinbart – sogenannte „Conditions“. Erst wenn alle Bedingungen erfüllt sind, kann der Eigentumsübergang stattfinden. Typische Bedingungen sind beispielsweise: der Verkauf einer anderen Immobilie bis zu einem bestimmten Datum, die Finanzierungszusage einer Bank, Gutachten von Sachverständigen, Dokumentation der lokalen Verwaltung über Genehmigungen und geologische Gegebenheiten etc.
Solange die Bedingungen nicht erfüllt sind, können sowohl Käufer als auch Verkäufer relativ leicht aus dem Vertrag aussteigen. Es ist eine Standardprozedur, die über Anwälte abgewickelt wird. Für eine Immobilienabwicklung ist dann hinterher ein Pauschalhonorar fällig, zwischen NZ$500 und NZ$1500 (ca. €230 – €720). Der Bericht der Verwaltung kostet knapp NZ$300 und ein Sachverständiger nochmal zwischen NZ$300 und NZ$600. Falls es komplizierter wird, können noch weitere Kosten dazukommen, beispielsweise bei Erbpacht oder bei Land, welches von Maori beansprucht wird etc.. Bei uns gibt es keine Komplikationen und da wir eine Bankzusage bekommen haben und unsere Anwältin alle Gutachten und Papiere auf Herz und Nieren geprüft und grünes Licht gegeben hat, sind wir ab heute „unconditional“ – der restlichen Kaufabwicklung stehen keinerlei Bedingungen mehr im Weg 🙂 Happy Birthday!!!

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Abenteuer Haus

6.10.10, Mittwoch. Nach einem superlangen Tag bin ich im Hotel grad noch zum Essen gekommen und dann nach dem Duschen tot ins Bett gefallen. Stephan hat die Stellung gehalten und abends Finanzverhandlungen geführt, da wir beschlossen haben, Nägel mit Köpfen zu machen.

7.10.10, Donnerstag. Einige Telefonkonferenzen später … bin ich wieder im Lande und morgen schreiten wir zum ersten Teil der Tat. Ein Immobilienkauf läuft hier ganz anders ab, als in Deutschland.
Wenn man eine Burg gefunden hat, die die persönlichen Kriterien erfüllt und von der man denkt, dass sie den finanziellen Möglichkeiten entspricht, macht man ein Preis-Angebot. Das läuft in 99% der Fälle über einen Makler, Privatverkäufe sind extrem selten. Der Grund ist u.a., dass Makler für die zugesicherten Eigenschaften des Objekts garantieren müssen. In einem Land, in dem über 80% der Gebäude sogenannte „leaky buildings“ (= undicht und feucht) sind, ist das sehr wichtig. Keine Übertreibung – selbst die Regierung hat diesen Prozentsatz eingeräumt und bastelt (relativ unfähig) an neuen, interessanten Bauvorschriften. Steinhäuser gibt es – gerade im Grossraum Wellington – so gut wie gar nicht. Die modernen Holzhäuser sind so billig zusammengezimmert, dass man schon beim Besichtigen (oder Vorbeifahren) den ersten Infarkt bekommt. Wir wohnen ja derzeit selbst in einem fast neuen Haus (gerade mal 2,5 Jahre alt), welches undicht ist und an einigen Stellen ziemlich bröselt. Wenn ich Zeit hab, mach ich mal ein paar Bilder. Unser Vermieter befindet sich seit über einem Jahr in einem ausgedehnten Rechtsstreit mit dem Bauträger und versucht seine 7-Jahres-Garantie geltend zu machen. Passieren tut nix – die Burg bröselt weiter vor sich hin … Viele Bauten sehen auch nur aus wie Holzhäuser, sind es aber nicht. Billigster Press-Span trifft es eher.
Alte Gebäude, z. B. aus der Kolonialzeit um ca. 1900, sind entsprechend superteuer (teurer als Neubauten), da sie ordentlich (und mit richtigem Holz) gebaut sind. Das ist – grob umrissen – die Situation hier in NZ. Wie schon öfter betont: das Land hier ist klasse und zum Leben in den meisten Bereichen wesentlich angenehmer als Deutschland, aber die Sache mit den Häusern ist hier ziemlich übel. Neu bauen kommt für uns nicht in Frage, da das Abenteuer eine Nummer zu gross für uns ist. Der Pfad durch die hiesigen (und regional extrem unterschiedlichen und teilweise unsinnigen) Bauvorschriften ist sehr teuer und kaum überschaubar. Ausserdem gibt es nur in neuen Baugebieten Grundstücke zu kaufen. Dort gibt es aber keinerlei Infrastruktur wie Bus, Ärzte, Schulen, Läden etc.. Wir wohnen in einem solchen Neubaugebiet und hassen es wie die Pest.

Allein die Fahrdienste für Jenny – Schule, Sport, etc. – machen einen fertig. Falls wir in der City nicht rechtzeitig loskommen oder im Stau stehen, sind wir im Eimer. Nächstes Jahr geht die Stressschraube noch ein paar Umdrehungen höher, da Jenny dann aufs College geht, das ist wieder in einem anderen Teilort und Vor- und Nach-Schulbetreuung gibt es dann auch nicht mehr.

Wir haben jetzt das Glück gehabt, ein Haus zu finden, was vielen unserer Wünsche entspricht: Es wurde anfangs der 80ger Jahre gebaut, von jemandem, der sein Handwerk offensichtlich gelernt hat und Decken und Wände gut isoliert hat. Das ist selbst heute (immerhin schreiben wir das Jahr 2010!!!) hier noch nicht üblich und auch nicht vorgeschrieben. Laut Bauvorschriften müssen nur ein paar Styropor-Chips auf den Dachboden gekippt werden, das ist KEIN Witz und erfüllt hier den Tatbestand der Isolierung.
Angesichts dessen haben wir eine Wunderburg gefunden! Wir beschäftigen uns seit fast 3,5 Jahren mit „Wohnen in Neuseeland“ und das ist das Beste, was uns bisher über den Weg gelaufen ist. Da die Lage auch noch gut ist und der Preis dank der Wirtschaftskrise erschwinglich ist, schlagen wir jetzt zu.
Neuseeländer haben auch eine ganz andere Mentalität, was Häuser betrifft: Qualität ist uninteressant, sie verstehen teilweise gar nicht, was Europäer zu meckern haben. Viel wichtiger ist doch z.B. eine Garage, noch besser: eine Doppelgarage und Platz für ein Boot. Isolierung? Will keiner wissen. Doppelverglasung? Na gut – ist seit letztem Jahr halt Vorschrift. Dafür zieht es hörbar durch die hohlen Wände, die Steckdosen und die Lampenfassungen. Macht ja nix, geheizt wird mit Strom oder Holzöfen. Energiekrise gabs hier noch nicht und die Winter sind ja nicht so kalt. Häuser werden hier auch häufiger gewechselt als die Autos. Ist ein Schuppen mies, wird verkauft, das ist hier normal …
Andere Länder – andere Probleme 😉

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