Abenteuer Haus II

9.10.10, Wir hoffen, dass ihr euch für uns freut 🙂
:-)
 
Heute Abend haben wir mit Simone, Carola & Nicolai EINIGES zu feiern … Es gibt Bilder von Caro und Nic’s Hochzeit (und wir können endlich unser Geschenk loswerden!!), Simone zeigt Bilder vom Mt. Blanc, wir zeigen welche von Rarotonga und dann werden Nic’s frischgebackener Dr. der Meeresbiologie, der Geburtstag und unser Haus begossen 🙂
 
Hier noch ein kleiner Nachtrag zum Geburtstag – Jenny’s Klappkarte für mich, sehr süss!!

:-)
Dazu gab es noch ein paar Feder-Ohrringe, sehr schick 🙂

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Happy Birthday, Sabine

8.10.10, Freitag. Vielen herzlichen Dank euch allen für all die guten Wünsche 🙂 Ich hab mich sehr gefreut, dass mich noch (fast) keiner vergessen hat 😉 In den nächsten Tagen werde ich den Email-Berg abarbeiten, versprochen!!
Ich habe übrigens ein tolles Geschenk bekommen: ein Haus 🙂
Abgewickelt ist das Ganze noch nicht ganz – aber heute haben wir den wichtigsten Schritt auf dem Weg zum Eigenheim getan! Wie schon geschildert, läuft so ein Deal hier ja ganz anders als in D.
In dem Vorvertrag, in welchem man sich über den Kaufpreis einigt, werden darüberhinaus auch verschiedene Bedingungen und Fristen vereinbart – sogenannte „Conditions“. Erst wenn alle Bedingungen erfüllt sind, kann der Eigentumsübergang stattfinden. Typische Bedingungen sind beispielsweise: der Verkauf einer anderen Immobilie bis zu einem bestimmten Datum, die Finanzierungszusage einer Bank, Gutachten von Sachverständigen, Dokumentation der lokalen Verwaltung über Genehmigungen und geologische Gegebenheiten etc.
Solange die Bedingungen nicht erfüllt sind, können sowohl Käufer als auch Verkäufer relativ leicht aus dem Vertrag aussteigen. Es ist eine Standardprozedur, die über Anwälte abgewickelt wird. Für eine Immobilienabwicklung ist dann hinterher ein Pauschalhonorar fällig, zwischen NZ$500 und NZ$1500 (ca. €230 – €720). Der Bericht der Verwaltung kostet knapp NZ$300 und ein Sachverständiger nochmal zwischen NZ$300 und NZ$600. Falls es komplizierter wird, können noch weitere Kosten dazukommen, beispielsweise bei Erbpacht oder bei Land, welches von Maori beansprucht wird etc.. Bei uns gibt es keine Komplikationen und da wir eine Bankzusage bekommen haben und unsere Anwältin alle Gutachten und Papiere auf Herz und Nieren geprüft und grünes Licht gegeben hat, sind wir ab heute „unconditional“ – der restlichen Kaufabwicklung stehen keinerlei Bedingungen mehr im Weg 🙂 Happy Birthday!!!

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Abenteuer Haus

6.10.10, Mittwoch. Nach einem superlangen Tag bin ich im Hotel grad noch zum Essen gekommen und dann nach dem Duschen tot ins Bett gefallen. Stephan hat die Stellung gehalten und abends Finanzverhandlungen geführt, da wir beschlossen haben, Nägel mit Köpfen zu machen.

7.10.10, Donnerstag. Einige Telefonkonferenzen später … bin ich wieder im Lande und morgen schreiten wir zum ersten Teil der Tat. Ein Immobilienkauf läuft hier ganz anders ab, als in Deutschland.
Wenn man eine Burg gefunden hat, die die persönlichen Kriterien erfüllt und von der man denkt, dass sie den finanziellen Möglichkeiten entspricht, macht man ein Preis-Angebot. Das läuft in 99% der Fälle über einen Makler, Privatverkäufe sind extrem selten. Der Grund ist u.a., dass Makler für die zugesicherten Eigenschaften des Objekts garantieren müssen. In einem Land, in dem über 80% der Gebäude sogenannte „leaky buildings“ (= undicht und feucht) sind, ist das sehr wichtig. Keine Übertreibung – selbst die Regierung hat diesen Prozentsatz eingeräumt und bastelt (relativ unfähig) an neuen, interessanten Bauvorschriften. Steinhäuser gibt es – gerade im Grossraum Wellington – so gut wie gar nicht. Die modernen Holzhäuser sind so billig zusammengezimmert, dass man schon beim Besichtigen (oder Vorbeifahren) den ersten Infarkt bekommt. Wir wohnen ja derzeit selbst in einem fast neuen Haus (gerade mal 2,5 Jahre alt), welches undicht ist und an einigen Stellen ziemlich bröselt. Wenn ich Zeit hab, mach ich mal ein paar Bilder. Unser Vermieter befindet sich seit über einem Jahr in einem ausgedehnten Rechtsstreit mit dem Bauträger und versucht seine 7-Jahres-Garantie geltend zu machen. Passieren tut nix – die Burg bröselt weiter vor sich hin … Viele Bauten sehen auch nur aus wie Holzhäuser, sind es aber nicht. Billigster Press-Span trifft es eher.
Alte Gebäude, z. B. aus der Kolonialzeit um ca. 1900, sind entsprechend superteuer (teurer als Neubauten), da sie ordentlich (und mit richtigem Holz) gebaut sind. Das ist – grob umrissen – die Situation hier in NZ. Wie schon öfter betont: das Land hier ist klasse und zum Leben in den meisten Bereichen wesentlich angenehmer als Deutschland, aber die Sache mit den Häusern ist hier ziemlich übel. Neu bauen kommt für uns nicht in Frage, da das Abenteuer eine Nummer zu gross für uns ist. Der Pfad durch die hiesigen (und regional extrem unterschiedlichen und teilweise unsinnigen) Bauvorschriften ist sehr teuer und kaum überschaubar. Ausserdem gibt es nur in neuen Baugebieten Grundstücke zu kaufen. Dort gibt es aber keinerlei Infrastruktur wie Bus, Ärzte, Schulen, Läden etc.. Wir wohnen in einem solchen Neubaugebiet und hassen es wie die Pest.

Allein die Fahrdienste für Jenny – Schule, Sport, etc. – machen einen fertig. Falls wir in der City nicht rechtzeitig loskommen oder im Stau stehen, sind wir im Eimer. Nächstes Jahr geht die Stressschraube noch ein paar Umdrehungen höher, da Jenny dann aufs College geht, das ist wieder in einem anderen Teilort und Vor- und Nach-Schulbetreuung gibt es dann auch nicht mehr.

Wir haben jetzt das Glück gehabt, ein Haus zu finden, was vielen unserer Wünsche entspricht: Es wurde anfangs der 80ger Jahre gebaut, von jemandem, der sein Handwerk offensichtlich gelernt hat und Decken und Wände gut isoliert hat. Das ist selbst heute (immerhin schreiben wir das Jahr 2010!!!) hier noch nicht üblich und auch nicht vorgeschrieben. Laut Bauvorschriften müssen nur ein paar Styropor-Chips auf den Dachboden gekippt werden, das ist KEIN Witz und erfüllt hier den Tatbestand der Isolierung.
Angesichts dessen haben wir eine Wunderburg gefunden! Wir beschäftigen uns seit fast 3,5 Jahren mit „Wohnen in Neuseeland“ und das ist das Beste, was uns bisher über den Weg gelaufen ist. Da die Lage auch noch gut ist und der Preis dank der Wirtschaftskrise erschwinglich ist, schlagen wir jetzt zu.
Neuseeländer haben auch eine ganz andere Mentalität, was Häuser betrifft: Qualität ist uninteressant, sie verstehen teilweise gar nicht, was Europäer zu meckern haben. Viel wichtiger ist doch z.B. eine Garage, noch besser: eine Doppelgarage und Platz für ein Boot. Isolierung? Will keiner wissen. Doppelverglasung? Na gut – ist seit letztem Jahr halt Vorschrift. Dafür zieht es hörbar durch die hohlen Wände, die Steckdosen und die Lampenfassungen. Macht ja nix, geheizt wird mit Strom oder Holzöfen. Energiekrise gabs hier noch nicht und die Winter sind ja nicht so kalt. Häuser werden hier auch häufiger gewechselt als die Autos. Ist ein Schuppen mies, wird verkauft, das ist hier normal …
Andere Länder – andere Probleme 😉

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man lernt NIE aus, Leute

4.10.10, Montag. Stephan hat die nächste Prüfung bestanden – 070-294 🙂 nur noch eine! Macht er nächste Woche, Respekt!
Die „294“ muss ich auch noch machen, also dann am 20.10.10 wieder für mich Daumen drücken.

UND: Wir haben den Entschluss gefasst – wir werden uns nun ins Abenteuer „Hauskauf“ begeben.
 
5.10.10, Dienstag. Die Lernkurve wird ganz schön steil. Wir kennen uns ja nicht wirklich damit aus, wie das hier abläuft und wollen nichts verkehrt machen! Das Objekt: klick!!
Morgen verschwinde ich für 2 Tage nach Auckland 🙁 aber am Wochenende gehts weiter …

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Frühling!

2.10.10, Samstag. Nach den trostlosen Tagen mit schwerem Dauerregen ging gestern der Frühling los 🙂 Herrlicher Sonnenschein & TShirt-Wetter. Jenny, Simone & ich hatten uns zu einem Spiele-Nachmittag verabredet und Stephan hatte geplant, auf die nächste Prüfung zu lernen. Bei dem Wetter kann man aber nicht in der Bude hocken, also haben wir einen kleinen Ausflug gemacht. Stephan konnte seine Pläne nicht umschmeissen, aber wir 3 haben uns auf den Weg gemacht. Jenny hat Simone ganz stolz ihr College (ab Januar) in Whitby gezeigt und Simone fand es auch toll. Sie hat gleich gemeint, dass sie sich am liebsten auch gleich dort anmelden würde 🙂
Anschliessend haben wir Simone auch gezeigt, wo wir ganz am Anfang gewohnt haben – und der Blick ist immer noch umwerfend!! Ich konnte es nicht lassen und hab wieder mal ein paar Bilder gemacht – mir wird das nicht langweilig (ich hoffe, euch auch nicht!). Die Sicht war so gut, dass man am Horizont die Hügelkette der Südinsel sehen konnte. Im Vordergrund ist Porirua Harbour zu sehen.
Ascot Park
 
Dies sind übrigens die Hügel, die von den Buschbränden vor einiger Zeit verwüstet wurden, vielleicht erinnert ihr euch an die Bilder und den Film die ich damals gemacht hatte. Die Natur hat sich fast vollständig davon erholt und es laufen auch immer noch Aktionen für die Tier- und Pflanzenwelt.
Ascot Park
 
Ein weiterer Schwenk nach rechts zeigt das Pauatahanui Inlet:
Ascot Park
 
SImone war beeindruckt – und Jenny nahm sich Teenager-Allüren – „ich will nicht fotografiert werden …“
Ascot Park
 
Auf dem Weg zuück sind wir bei der hochinteressanten Kolonialstil-Villa (siehe Bild von gestern!!) vorbeigefahren. Wir haben vor, damit unser Behausungsproblem zu lösen 🙂 und Simone hat die Burg auch sehr gut gefallen.
Wieder daheim hat Stephan den Grill angeschmissen – die Saison ist eröffnet!!! Gegessen haben wir dann drinnen, weil der Wind noch recht kalt war und in unserem Garten ab ca. 17.00Uhr keine Sonne mehr ist.
Ascot Park
 
3.10.10, Sonntag. Tag der Wiedervereinigung und offensichtlich Zombie-Tag, denn in allen deutschen Medien ist wieder der unsäglichste aller Untoten zu sehen – H. Kohl … Es ist schon erstaunlich, dass er immer noch gefeiert wird, angesichts der nie erblühten Landschaften im Osten, der verbrannten Erde im Westen, des ‚temporären‘ Solidaritätszuschlages (der ein oder zwei Jahre dauern sollte *LOL*) und seiner noch heute andauernden kriminellen Weigerung, Verbrecher beim Namen zu nennen.
Naja, wir haben das alles hinter uns gelassen und schauen nach vorne 🙂

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Erdrutsch!

1.10.10, Donnerstag. Gestern Abend hat es zwischen zwei Ortsteilen unserer Stadt (Plimmerton & Pukerua Bay) einen ordentlichen Erdrutsch gegeben – der hat dazu geführt, das ein Zug entgleist ist. Das ist eigentlich schlimm genug, aber dazu kam noch, dass ein entgegenkommender Zug nicht mehr bremsen konnte und draufgeknallt ist. Die beiden Lokführer (unglaublich: Vater und Sohn!) konnten gerade noch die Leute in den Zügen warnen und abspringen und es wurden insgesamt nur 2 Passagiere schwerer verletzt (nicht in Lebensgefahr). Beide Fahrerkabinen wurden völlig zermatscht. Bilder hier click

Was war sonst noch? Die Mehrwertsteuererhöhung – von 12,5% auf 15% ist heute in Kraft getreten. Uns trifft es nicht so sehr, da auch gleichzeitig Steuererleichterungen seit heute gelten, die bei uns für mehr Geld in der Tasche sorgen. Die schwächeren Einkommen haben nicht soviel davon. Die Zeitung hatte heute dazu die Schlagzeile (sinngemäss): „Kaffee gleichbleibend – Viagra teurer!“ … nachlesen? click

Bevor ich’s vergesse: Was meint ihr eigentlich dazu?
Villa am Kinloch Place
 
Happy Weekend 🙂

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ein Erfolg

30.9.10, Mittwoch. Heute sind wir gelobt worden – ich hab mit meinem Team ein Teilprojekt erfolgreich abgeschlossen. Es gab ein ordentliches Frühstück und die Rede war nicht so lang 😉
Das hebt die Stimmung, was auch dringend notwendig ist: Es regnet hier seit fast 48 Stunden am Stück wie aus Eimern und das drückt nicht nur aufs Gemüt sondern löst Erdrutsche aus und sorgt dafür, dass die meisten Verkehrsteilnehmer fahren wie die ersten Menschen!
Naj – wenigstens ist es relativ warmer Regen.

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Ruhe

29.9.10, Mittwoch. Heute ist Ruhetag – ausnahmsweise nix los: keine Prüfungen, Zahnarztbesuche oder ähnliche Spässe. Jenny ist (wie angekündigt) bei Freunden wg. der Schulferien. Das ist fast wie Urlaub. Leider ist das Wetter mies, aber zum faul rumlungern reichts immer 😉

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next please!

28.9.10, Dienstag. Bestanden 🙂 Der nächste Meilenstein auf dem Weg zum MCSE liegt hinter mir (70-293 für die Eingeweihten). Das war nicht einfach – ein ziemlicher Brecher. Eine Prüfung brauch ich noch, Stephan muss noch 2 machen. Das wird nochmal ein Kraftakt, aber wir geben nicht auf!!!
Und ihr dürft weiter Daumen drücken 🙂

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Buden …

27.9.10, Montag. Ein paar eurer Emails waren ja richtig ungläubig in Sachen Hausqualität … Es gibt halt kein Land, in dem alles perfekt ist. Hier sind es eben die Häuser – und jeder Europäer flucht. Es gibt sogar noch Schuppen mit Asbest-Isolierung, wir machen hier also keineswegs einen auf „Prinzessin auf der Erbse“! Es sind wirklich Bruchbuden – Simones Behausung is im Grossen und Ganzen ganz ordentlich hat aber beispielsweise Automatiklüftung. Immer eine frische Brise – auch wenn die Fenster zu sind. Ist im Winter nicht die reine Freude.
Es gibt schon Ausnahmen, die sind aber recht spärlich. Die muss man finden und dann auch sofort zuschlagen – wenn man (finanziell) kann.
Eine Alternative wäre: selber bauen! Auch damit haben wir uns schon beschäftigt. Da muss man aber sehr viel Zeit und/oder sehr viel Geld haben. Plus: unendliche Geduld. Eine Baugenehmigung ist hier noch komplizierter als in Deutschland und unter Umständen viel teurer. Den Handwerkern muss man rund um die Uhr auf die Finger schauen, sonst wird gepfuscht, dass sich die Balken biegen. Wenn man aber zu genau hinschaut, kann es einem passieren, dass die Werker keine Lust mehr haben und einfach abhauen. Alles dagewesen 😉

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