Problemhäuser

23.6.11, Donnerstag. Die Regierung hat ein Lösung für einen Teil der kaputten Häuser in Christchurch gefunden. Heute wurde die Entscheidung bekanntgegeben, dass einige Bereiche mit heftigen Schäden erstmal nicht mehr wieder aufgebaut werden – was Infrastruktur anbelangt. Die Häuser dort sind stark beschädigt und die Regierung kauft den Eigentümern die Buden ab. Zum letzten Schätzwert aus dem Jahr 2007. Kein schlechtes Geschäft, wenigstens bleiben die Leute so nicht auf Schulden sitzen (es sei denn, sie haben es fertiggebracht, sich darüberhinaus zu verschulden). Wir reden hier von 5100 Burgen!
Weitere Bereiche werden noch untersucht, es kann also noch einiges dazukommen. Natürlich ist das Alles ein Tragödie – aber wenigstens wissen die Menschen jetzt, wie sie finanziel dran sind und können sich entscheiden, wie sie ihre Zukunft gestalten wollen.

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Natur …

22.6.11, Mittwoch. Die Natur dreht uns derzeit richtig schön durch die Mangel – in Christchurch hat es heute morgen schon wieder geknallt, in New Plymouth gabs heftige Tornados und die Aschewolken aus Chile haben den Flugverkehr ziemlich lahmgelegt. Auch in Australien geht so gut wie nix mehr mit Fliegen. Man glaubt es kaum – toi toi toi – hier in Wellington sitzen wir vergleichsweise gut, obwohl dies geologisch gesehen die gefähliche Ecke ist.
Gibt es eigentlich noch gute Nachrichten? Kaum – der Euro ist am Krachen, was auch nicht schön ist 🙁
Sorry – heute etwas launig.

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Urlaub & Winterschlaf

21.6.11, Dienstag. Während unsere Katze voll auf Winterschlaf ist, hör ich von euch immer nur Urlaub und Sommerferien (Sri Lanka, Rügen etc.)!!! Ich habe verstanden – und wir sind alle neidisch …
Kalt und grau ist heute auch noch der kürzeste Tag des Jahres, es ist auch gar nicht richtig hell geworden. Naja, wenigstens gejt es ab jetzt wieder aufwärts und es sind jede Menge Weihnachtsfeiern 🙂
Happy Mid-Winter Christmas!

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All good mit Alex

20.6.11, Montag. Wir haben Alex grad vom Tierarzt abgeholt – alles Bestens und ok! Sie hat schon wieder Hunger … Danke fürs Daumendrücken 🙂

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127

19.6.11, Sonntag. Leider auch kein tolles Wetter … aber wir haben uns aufgerafft und sind mit Alex am Strand gewesen. Sie hatte einen Riesenspass daran im Wasser zu planschen, ihr sind Kälte, Wind und Regen herzlich egal. Morgen wird es haarig – sie hat Termin beim Tierarzt für die Sterilisation. Wir hoffen, dass alles gutgeht.
Jenny hat von einer Freundin nachträglich zum Geburtstag eine Maus bekommen. Auch hier hoffen wir, dass es diesmal gutgeht!!! Bienchen hat Besuchsverbot in Jenny’s Zimmer …
Der neue Kumpel heisst Max – wir vermuten jedenfalls, dass es sich um ein Männchen handelt 😉 Ein hübsches Tierchen, schwarzweiss gemustert wie eine Kuh. Der Schwanz ist relativ lang – und hat einen interessanten Knick (wir vermuten, dass das ein Geburtsfehler ist, es scheint ihm nichts auszumachen). Bei Gelegenheit werde ich Bilder machen. Jenny hat sich so gefreut und wir hatten ja noch sämtliches Zubehör und sogar noch Futter da, da konnten wir schlecht „nein“ sagen …

Ansonsten war heute eher Ruhetag, da es gestern doch recht spät geworden war. Wir hatten abends noch einen Film geschaut:
127 Hours. Da Simone ja gerne anspruchsvolle Wanderungen macht und Bergsteiger-Fan ist, hatten wir uns dieses Werk ausgesucht. Kritik? Nur was für Fans! Es gibt tolle Aufnahmen dieser aussergewöhnlichen Landschaft (Grand Canyon), aber die Story ist doch sehr platt und zieht sich ziemlich. Eigentlich dreht es sich hier um selbstgemachtes Elend: Ein junger Typ, der an ausgeprägter Selbstüberschätzung leidet, macht sich alleine – und auch ohne irgendjemand zu sagen wo er hingeht – auf die Socken. Da es sich hier nicht um Hallenhalma sondern um anstrengendes Klettern in recht lebensfeidnlicher Umgebung handelt, kommt es, wie es kommen muss. Der Meister schmiert ab in eine Felsspalte und ein grosser Steinbrocken klemmt ihm den Arm so ein, dass er sich nicht befreien kann. Im Laufe der Zeit reifen verschiedene Erkenntnisse in seinem Hirn: Alleine klettern und niemandem Bescheid geben ist keine gute Idee (und da er ein langjähriger Kletterer war, wusste er das sowiese schon vorher) – dazu wurde ihm dann klar, dass er sich von seiner Hand trennen muss, falls er eine Überlebenschance haben will.
Mein Fazit: Wenn er das nicht überlebt hätte, wäre er ein klassischer Kandidat für den Darwin Award gewesen (ist ja eine wahre Geschichte) – Mitleid fällt mir hier schwer.

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IMAC – reloaded

17.6.11, Freitag. Endlich Wochenende – man merkt es unter anderem auch daran, dass das Wetter nicht mehr mitspielt 🙁

18.6.11, Samstag. Simone’s neuer Rechner ist da!!! Sie hat sich von uns anstecken lassen und sich (nach einer ordentlichen Brutzeit von ca. 2 Jahren) für einen IMAC entschieden. Ja – auch mit Win 7 als Betriebssystem (auch wenn’s manchen Leuten jetzt die Fussnägel hochrollt).
Also: Unboxing the Imac 🙂 …
Simone & ihr IMAC
 
Simone ist ganz fertig nachdem sie die Monster-Kiste (über 20 kg) zu uns geschlappt hat. Und jetzt wuchten wir ihn aus der Umverpackung …
Simone & ihr IMAC
 

Selbst die einzelnen Kartöngchen sind edel!
Simone & ihr IMAC
 
Auch die Tastatur ist schick … aber:

Simone & ihr IMAC
 

OMG!!! Die Maus hat keine Tasten!!! Ist nackt!!
Simone & ihr IMAC
 

Keine Sorge – alles Bestens und los gehts mit der Zauberkiste 🙂
Simone & ihr IMAC
 

Bis alles runtergeladen und drauf ist, was dazugehört, sind wir Essen gegangen – bei dem Wetter eine gute Freizeitbeschäftigung – happy Wochenende!!!

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Wellington-Wetter

16.6.11, Donnerstag. Herrliches Wetter!! Blauer Himmel, Sonnenschein und KEIN Wind – einfach sensationell und wunderschön. Ein alternativ-Winter. Dafür ist es allerdings nachts sehr kalt, wir sind sehr froh, dass unser Haus so gut isoliert und daher warm ist.
Ich habe eine neue Kollegin, die einen Zeitvertrag bekommen hat, die kommt grad aus England (vor 3 Wochen angekommen) und ist völlig begeistert von Wellington. So toll hatte sie es sich nicht vorgestellt 😉 Ich glaube, wenn sie letztes Jahr gekommen wäre, wär sie nach 3 Wochen auf dem Heimflug gewesen … da sind einem vor lauter Regen ja bald Flossen gewachsen.
Unser Ministerium durchläft derzeit die nächste Umstrukturierung, alle haben den Kragen eingezogen und wir hoffen, dass wir auch bei dieser Runde unsere Jobs behalten. Daumendrücken, Leute. Auf dem sonstigen Jobmarkt ist tote Hose, sonst hätte ich mich schon umgeschaut.

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ein Schmunzler

15.6.11, Mittwoch. Heute war nix Besonderes und nicht wirklich was Epocheles zu berichten. Aber ich hab ein bisschen Entertainment für euch: klick – und unbedingt das Filmchen anschauen 🙂

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tragisch

14.6.11, Dienstag. Nach der ersten Erleichterung, dass diesmal niemand tödlich verletzt worden war, wurde heute erst klar, wie schlimm die gestrigen Erdbeben in Christchurch wieder waren.
Einige tausend weitere Häuser werden abgerissen werden müssen und man weiss noch nicht, ob auf diesen Grundstücken überhaupt wieder gebaut werden kann. Viele Parzellen stehen nun permanent unter Wasser, die Schäden durch Verflüssigung des Untergrundes ist diesmal besonders stark.
Auch hat es nicht aufgehört zu schütteln und zu Beben. Der Premierminister verkündet zwar immer noch tapfer, dass CHCH wieder aufgebaut wird – aber ich hege da so leise Zweifel. Die Menschen, die jetzt immer noch dort sind, haben sicher die Nase gestrichen voll, so dass der Exodus weitergehen wird und bevor sich der Boden nicht wieder beruhigt hat, kann sowieso nicht mit dem Wiederaufbau angefangen werden. Die Versicherer werden sich auch aus dem Geschäft zurückziehen … wer schafft dann dort Arbeitsplätze oder kauft Häuser? Was bleibt dann noch?

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Christchurch …

13.6.11, Montag. Es hat wieder feste gewackelt in CHCH. Zwei heftige Beben – eines mit 5.5 und das nächste mit 6.0 🙁 Stephan und seine Kollegen haben das schwerere Beben auch in Wellington mitbekommen. In unserem Gebäude haben wir nix gemerkt. In diesem Video sieht man den Effekt recht deutlich – jemand hat grad seinen Pool gefilmt – click. Ausführliche Berichte hier: Dominion Post.
Und dann war da noch die Familie „Pechvogel“ aus Timaru (ein kleines Hafenstädtchen auf der Südinsel auf dem halben Weg zur Antarktis):
Samstag Nacht (gegen 0.15 Uhr) wurde Sohnemann (15) von der Polizei gestoppt und auf die Wache geschleift, weil er mit dem dreifachen der erlaubten Alkoholmenge im Blut erwischt wurde. Nachdem sie ihn durch die Mühle gedreht haben, riefen die Polizisten dann seine Mutter an, damit sie ihn abholt. Sie hats nicht ganz bis nach Timaru geschafft, denn die Kollegen haben sie mit ca. 1,6 Promille abgegriffen … (ca. 2.15 Uhr). Ihr Lebensgefährte, der sie alle beide abholen wollte, wurde dann so gegen 3.00 Uhr morgens mit ca. 1,0 Promille verhaftet. Dumm gelaufen.

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