Blickrichtung

27.7.16, Mittwoch. Heute mal ein Blick in eine andere Richtung – click. Die Ereigisse in den USA schlagen ja überall sonst auf der Welt auch Wellen … Ich befürchte, dass Michael Moore Recht hat.

Wir leben wirklich in Crazy Times – too many people making too many problems ( und das ist ein Zitat aus den 80gern …)
Insgesamt habe ich das Gefühl, dass es erst VIEL schlechter werden muss, bevor es wieder besser wird. Wenn man zurückschaut in der Geschichte, ist das immer wieder so gelaufen. Mehr oder weniger mit Gewalt (30jähriger Krieg, 1789, 1848, WWI & II, Ruanda 1994 etc.) Auch in D wird es nicht besser werden.

Wenn ich auf meine persönlich Geschichte zurückblicke, was ich in den verschiedenen Phasen meines Lebens gedacht und gehofft habe – seitdem ich politisch denke, kann ich mich erinnern, dass JEDE Regierung (egal welcher Couleur) ganz wichtig Erzählt hat, dass es alles viel besser wird – wir müssen nur noch eine kleine Weile den Gürtel enger schnallen, dann … !

Falsch. Es kam immer wesentlich schlimmer, als ich dachte. Und Fortschritt hat immer nur fär andere stattgefunden, die sowieso schon in komfortablen Sphären hausen. Technischer Fortschritt hat die Arbeitswelt radikal verändert. Aber statt dass wir alle weniger Stunden arbeiten, koennen nun viel weniger Leute die gleiche Arbeit machen. Wo ist da der Fortschritt/das Positive für mich?
Ich bin in einem Haushalt aufgewachsen, wo nur einer arbeiten gehen musste – und es ging uns sehr gut. Heute müssen dafür beide Partner arbeiten – wo ist da die ‚bessere Zeit‘?

Nicht, dass hier in NZ alles toll wäre – aber es ist nicht ganz so fies wie in Europa oder America, denn hier leben die Politiker mitten im Volk. Sie werden nicht von Heerscharen von Sicherheitsleuten bewacht und müssen sich anständig benehmen. Wenn sie betrunken aus dem Taxi fallen oder zuviel Schwachsinn verzapfen, kreigt das jeder mit und es ist umgehend in der Zeitung und da kann dann schon mal ein Misthaufen vor dem haus erscheinen 😛

Da wir Neuseeländer automatisch Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis in Australien haben, können wir auch abruecken, wenn es uns nicht passt, was sich die ‚da oben‘ leisten. Das ist auch keine leere Drohung, die Statistiken zeigen, dass dies in manchen Jahren schon Realität war. Die Regierung muss dann zähneknirschend den Quark runterfahren und Programme auflegen, mit denen Arbeitskräfte wieder heimgelockt werden 😀

Hier einer, der das mit dem Quark auch begriffen hat – und keine Einwanderer mehr will – klick
Und hier noch ein sehr lesenswerter Beitrag von Vera Lengsfeld – klick

Über sabine.scholl

Dies ist der Neuseeland-Blog von Sabine, Jenny und Stephan Scholl. Ausgewandert April 2007 :-)
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1 Antwort zu Blickrichtung

  1. inge örtel sagt:

    Ja, Du hast Recht… ich erlebe das ja nun schon ein paar Jahre länger und da war es auch schon so… die Namen haben sich geändert, die Lage aber nicht! Halten wir durch!!! Bussi

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