Archive für Januar 2009

Power

21.1.09, Mittwoch. Ein herrlicher Tag (trotz frühem Aufstehen) und kaum sitzt man am Schreibtisch und will sich voller Energie auf sein Tagwerk stürzen - fällt der Strom aus. Nicht ein bisschen oder nur auf dem Stockwerk … in halb Wellington, inklusive einiger Vororte, ist ALLES aus. Nix geht mehr. Mit einer Handvoll Kollegen, die auch früh da sind, überlegen wir, was wir machen können. Die Kaffeemaschine geht auch nicht mehr - das ist natürlich die Katastrophe ueberhaupt. Sehr schlecht. Warm wird es auch langsam. Per Handy erkundige ich mich, was bei Stephan so geht. Er hat Pech, muss arbeiten - in seinem Gebäude funktioniert alles.
Eine Kollegin kommt schimpfend aus der Toilette … alles dunkel. (Was hat sie erwartet?). Ich hab ja ein Handy mit Lampe, da ist das kein Problem. Nach einer halben Stunde wird es mir zu bunt, es ist noch nicht mal eine Zeitung da, so dass man sich mit Lesen beschäftigen koennte. Da es immer wärmer wird, entscheide ich mich, den 13. Stock zu verlassen und auf Kaffeesuche irgendwo im CBD zu gehen - manche Gebäude haben ja Generatoren. Wenigstens kommt man über das Treppenhaus raus.

Vor dem Haus stehen 2/3 meiner Kollegen und warten darauf, dass es irgendwie weitergeht … rein kommt man also nicht wieder :-)

Auf der Strasse (DIE Haupgeschäftsstrasse in Wellington, Lambton Quay) weit und breit kein Strom, keine Ampeln, keine Elektrobusse - und kein Kaffee zu kriegen. Die Rettung: In Stephan’s Bürohaus ein paar Strassen weiter ist ein Café, da treffen wir uns und schlürfen in Ruhe ein Eimerchen. Das Gebäude ist separat abgesichert wegen des Rechenzentrums. Leider geht nach einer halben Stunde nach und nach alles wieder an: Ampeln, Beleuchtungen der Schaufenster, etc. also mache ich mich wieder auf den Weg, zurück an die Arbeit. Es herrscht eine lustige Atmosphäre, denn alle haben alle Termine verpasst und man sortiert gemütlich das entstandene Chaos wieder aus.

Gestern Abend haben wir auf dem Weg zum Gym übrigens noch den Druckreiniger ausgetauscht. Die Zahnbürsten unserer Gäste bleiben damit verschont :-) Heute haben wir aber keine Lust, es ist ein wunderschöner Sommertag mit strahlend blauem Himmel, da lungern wir lieber faul rum …

Kurze Woche

20.1.09, Dienstag. Ein Dienstag, der sich wie ein Montag anfühlt … Das ist zwar eine kurze Woche, aber irgendwie versucht man 5 Werktage in 4 zu stopfen. Der Gedanke “ich bin urlaubsreif” kommt da ganz schnell ;-)
Wir lassen uns aber nicht unterkriegen, denn das Wetter ist klasse und man kann sich viel draussen rumtreiben. Wir hoffen natürlich, dass das noch eine ganze Weile so bleibt, damit Stefan, Inge und Susanne da auch noch was davon abbekommen. Vermutlich muessen wir sie alle erstmal auftauen :-)

Happy Woche!

Die Unvollendete …

19.1.09, Montag. Es ist Feiertag und das Wetter meint es ganz besonders gut mit uns. Wir beschliessen, den Rest vom Deck noch zu schrubben und machen uns ans Werk. Ist ja nicht mehr viel.

Deck
 

Leider gibt der Kärcher mittendrin den Geist auf :-( Sehr unfein von ihm - wir waren fast fertig. Geländer und die Seiten sind gemacht und der Rest sieht jetzt doof aus:

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Auf dem Gerät ist natürlich noch Garantie, aber bis die Jungs das Ding eingeschickt haben usw. und wir wieder damit arbeiten können, ist das Deck wahrscheinlich wieder verwittert …
Wir lassen uns den Tag aber nicht verderben und lassen es uns gutgehen.

Deck
 

Heute hat Erika Geburtstag, Happy Birthday!!!! Da gibt es natürlich ein paar Blumen aus unserem Garten:

Deck
 
:-)

Happy Birthday, Stephan

18.1.09, Sonntag. Danke für die lieben Wünsche per Mail und Telefon! Wir haben uns einen gemütlichen Tag auf dem Deck gemacht - jetzt gibt es noch ein Filmchen: Wall-E :-)

Kultur

16.1.09, Samstag. Soll keiner sagen, wir hätten hier am Ende der Welt keine Kultur. Die Ausstellung der Chinesischen Tonkrieger ist in der Stadt. Da sind wir (sonst eher Kulturbanausen) heute hingepilgert. Die Schau ist nicht riesig, aber liebevoll gemacht und sehr informativ. Original-Krieger sind natürlich keine dabei, denn diese dürfen nicht ausserhalb Chinas gebracht werden. Einzige Aussnahme: 2 original Tonkrieger stehen im British Museum in London. Die anderen Exponate (Geld, Waffen, Grabbeigaben etc.) waren echt und ganz erstaunlich. Hier die Bilder:
Der linke Typ ist der Chef, der China geeint hat, Kaiser geworden ist und dann mit den Tonjungs bestattet wurde. Der rechte Typ hat die Eintrittskarten gecheckt und Fragen beantwortet. Eigentlich hat der immer nett gegrinst, aber für das Foto hat er wohl den “offiziellen” Gesichtsausdruck aufgesetzt … (verblüffende Ähnlichkeit :-) )

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Grabbeigaben: Öllampen, rituelle Gefässe vom Feinsten - ist schon doll, was die damals mit primitiven Werkzeugen auf die Reihe gebracht haben:

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So haben die Tonkrieger ausgesehen, als sie ausgegraben wurden. Sehr leuchtende Farben und die Freunde sind bis zu 2 m gross! Nach der Ausgrabung sind die Farben der Originale leider sofort abgeblättert - nach 2000 Jahren plötzlich mit Luft, Feuchtigkeit etc. konfrontiert, da war der Lack schnell ab.

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Die Waffen (Speere, Bogen etc.) haben es auch nicht überlebt, deswegen stehen die Kerlchen mit leeren Händen da.

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Ein paar Grabwächter:

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Eine Teil-Armee - sortiert nach Rang und Waffengattungen:

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Eines der Prunkstücke der Ausstellung - die Kutsche des Oberbefehlshabers:

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Faszinierend!

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Das Leichenhemd: ein massgeschneiderter Jadeanzug aus über 1900 Teilen, zusammengenäht mit Kupfer-, Gold- oder Silberfäden. Jade sollte irgendwie konservieren - hat aber nicht funktioniert. Die Ägypter waren da erfolgreicher.

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Links DAS Schwert, wohl das erste vernünftige Schwert, sehr gelungen und - obwohl kein Stahl - einigermassen flexibel und lang. Es wurde aus einer besonderen Mischung von Kupfer, Zinn und einem weiteren Metall gemacht und war den anderen Bronzewaffen haushoch überlegen. Da Bronze spröde ist und zum Zerbröseln neigt, waren die Waffen aus diesem Material nie sehr lang und effektiv. Diese Sorte Schwert ist schon was Besonderes.
Auf der rechten Seite sieht man andere Bronzeschwerter aus der Zeit - kein Vergleich!

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Wir haben anschliessend noch die Weta Cave besucht - ein bisschen Gegenwartskultur. Da man Peter Jackson bei der Filmproduktion nicht über die Schulter schauen kann (vieles streng geheim!) - gibt es die Weta Cave, das ist eine Art Filmmuseum von Weta Productions. Die haben nicht nur “Herr der Ringe” ausgestattet sondern auch viele andere Hollywood Produktionen und Kinderfilme.
Am Eingang wird man selbstverständlich vom überlebensgrossen Ober-Ork begrüsst ;-)

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Faszinierendes Gerümpel aller Art:

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… und den kennt ihr alle, konnte ich mir nicht verkneifen :-)

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Man kann sich auch einen kleinen Film anschauen, durch den man einen richtig tollen Einblick in die Filmarbeit bekommt. Da werden Waffen geschmiedet, Monster animiert, falsche Wunden modelliert, angemalt und Kettenhemden gestrickt - ganze Welten entstehen an den Rechnern - sehr kreativ, innovativ und interessant. Wenn ich mein Gehalt nicht bräuchte, würde ich da morgen anfangen und kostenlos arbeiten.

geschafft!

16.1.09, Freitag. Geschafft, Woche erledigt - und jetzt: Langes Wochenende :-) Montag ist Wellington Day = Feiertag. Dann eine kurze Woche, so ist das nett.

Happy Weekend, Leute :-)

Badefreuden

15.1.09, Donnerstag. Nach der Arbeit gings ins Gym - auch wenn es sehr schwer fiel. Das Wetter ist einfach klasse … da soll man dann freiwillig in die Muckibude und im Mief schwitzen. Anschliessend gings in die Badewanne. Unser dusseliger kleiner Kater fand das ganz toll, hat auf dem Badewannenrand schön balanciert und ist dann mitsamt dem Kopfpolster elegant in die Suppe gefallen. Ganz prima …
Mal abgesehen davon, dass man nackt und blind (ich hatte keine Brille auf) einem panischen Tier mit scharfen Krallen gegenübersitzt, verteilt das Tierchen potenziell jede Menge Wasser in der ganzen Bude ;-) Naja, ich hatte noch Glück, es ging unblutig ab und Jenny hat Memphis mit einem Handtuch eingefangen, um das Schlimmste zu verhindern. Stephan hat sich königlich amüsiert - na wenigstens hat er nicht gefilmt …

Sommer 09

14.1.09, Mittwoch. Ihr könnt es wahrscheinlich schon nicht mehr hören oder sehen ;-) hier ist ein toller Sommer!! Wir geniessen es sehr - in der Mittagspause im Strassencafé oder am Wasser und nachmittags auf dem Deck …

Summer
 

Eine kleine Dusche?

Summer
 

… und später in der Abendsonne dösen. Dabei hören wir Musik, denn im benachbarten Park (Aotea Lagoon, Luftlinie ca. 200m entfernt) finden derzeit ab und zu Live-Konzerte statt. Heute waren Klaviersachen von Elton John und Joshua Kadison dran, sehr nett für einen Sommerabend. Ab 20.00 Uhr ist dann Ruhe, das ist ganz in Ordnung :-)
Summer
 

alle platt

13.1.09, Dienstag. Heute erst der 2. Arbeitstag - aber wir waren noch im Gym - und jetzt sind wir platt. Jenny auch. Sie war mit dem Ferienprogramm im Park in Wellington und entsprechend ausgepowert. Wir werden also alle früh ins Bett fallen.

Es gibt Neues von Peter: er war im Urlaub ja auf der Südinsel unterwegs und will jetzt eine Kneipe in Greymouth übernehmen. Mit ca. 8.000 Einwohnern ist das die grösste Stadt an der Westküste - und sie hat den zweifelhaften Ruf die Stadt mit den grössten Niederschlagsmengen (in Neuseeland) zu sein. Das Konzept klingt also richtig vielversprechend … ;-)

1. Arbeitstag

12.1.09, Montag. Das war nicht schön, den Hintern sooo früh aus dem Bett zu heben. Naja - wir haben es überstanden. Stephan ist während der Fahrt nach Wellington dann eingefallen, dass es seine gesammelten Zugangskarten und security token vergessen hat. Ungeschickt. In seinem Rechenzentrum kommt man nicht mal aufs Klo ohne zwei Karten einzusetzen …
Bei Jenny lief es auch nicht ganz so reibungslos. Sie sollte ja um 9 Uhr bei Ferienprogramm antanzen … um 8.30 hat sie mich ganz aufgelöst angerufen, weil sie ihren Hausschlüssel nicht gefunden hat. Haben wir halt vereinbart, dass sie ein ein bisschen im Garten warten muss, bis wir (so früh wie möglich) heimkommen. Das Wetter war sehr schön heute, also kein Problem. Um 15.30 Uhr klingelt bei Stephan das Telefon, dass Jenny nicht mit dem Fahrrad heimfahren kann, weil sie völlig durchnässt ist … Zum Abschluss des Tages im Ferienprogramm hatten sich die lieben Kleinen kurz noch eine Wasserschlacht geliefert. Toll.
Da haben wir unser nasses Kind samt Fahrrad auf dem Heimweg eingesammelt …
Zuhause hat sich dann Jenny’s Hausschlüssel wieder eingefunden, damit war dann der Tag wieder halbwegs gerettet. Mal sehen, ob der Dienstag reibungsloser verläft ;-)

Ich hab noch ein Bild vom Deck-Fortschritt für euch - diese Ecke fehlt noch:

Deck
 
Wenn das Wetter am Wochenende mitspielt, werden wir das Werk vollenden!