Archive für August 2008

R.I.P.

20.8.08, Mittwoch. Schlechte Neuigkeiten: der kleine Kater - Jack - einer von Bienchens Söhnen, ist überfahren worden. Er hatte ja bei unseren südafrikanischen Freunden ein gutes Zuhause gefunden und wurde sehr geliebt. Gestern Abend haben sie ihn kurz vor ihrer Haustür tot aufgefunden. Alle trauern.

Was noch so los ist: Der Sprit wird immer günstiger. Vor 3 Wochen hat es angefangen - seitdem geht es immer weiter bergab. Der Liter vom Feinsten kostet jetzt ca. 94 Eurocent, das ist ganz ok.

Lazarett …

19.8.08, Dienstag. Noch 3 Tage, dann ist Wochenende. Derzeit schreibe ich einen Projektplan, das zieht sich und ist ziemlich öde.
Zuhause: Das Lazarett lichtet sich langsam wieder - Stephan schnieft zwar noch, wird aber morgen wieder arbeiten gehen.
Jenny und Susanne sind auch ganz fit.
Ich bin ja jetzt auch bei Youtube, damit ich euch Filmchen präsentieren kann. Was passiert? Man kann sich nicht losreissen und surft so in dem Fundus rum und gräbt nach Klassikern … hier ist einer davon: Atze - und noch einer: Achmed Have fun :-)

Networking

18.8.08, Montag. Heute die geruhsamere Variante, da meine beiden Chefs nicht da waren. Da kommt man dann auch mal dazu, was fertigzumachen … Eine nette Ex-Kollegin (von meiner vorherigen Firma) hat einen neuen Job und hat mich am Mittwoch zum Feiern eingeladen. Einen anderern Ex-Kollegen habe ich bei uns im Haus getroffen, der arbeitet bei AXON, die ihn an UNISYS vermietet, die Firma, die bei uns für die EDV zuständig ist (alles klar?). Mit dem gehe ich morgen einen Kaffee trinken, wir haben uns mit einem weiteren Ex-Kollegen verabredet, der inzwischen beim Gesundheitsministerium arbeitet. So langsam wird das was mit meinem “Netzwerk” - die Welt ist klein in Wellington und die Jobs werden gewechselt wie die Unterhosen.

Zuhause herrscht Lazarett, Stephan ist heute daheim geblieben, er ist wirklich schlimm erkältet. Er wird morgen noch dableiben, das hat wirklich keinen Wert. Jenny schnieft auch durch die Gegend, Susanne hüstelt leicht … vielleicht sollte ich ins Hotel ziehen, um der Seuche zu entgehen :-(
Heute ist Andreas und Annas Postkarte aus Athen angekommen, das hat mich wirklich sehr gefreut! Ich fand auch erstaunlich, dass Karten aus Griechenland nach Deutschland i.d.R. 4 - 6 Wochen dauern und nach Neuseeland geht es viel flotter. Mehr als 10 Tage hat das nicht gedauert, Respekt. Vielen Dank und liebe Gruesse!!! Inge treibt sich noch (mit Grossfamilie) in Dänemark rum - bin gespannt, ob da ein Kärtchen kommt.
Das Wetter war heute wieder erstklassig, momentan regnet es nur nachts. Das ist schon ok so ;-) Schöne Woche!

Winter, beach, fun

17.8.08, Sonntag. Nach dem Gym - diese Woche hab ich mich sogar 3x gequält - habe Susanne und ich das schöne Wetter für einen Ausflug genutzt. Der Wind hat sich heute etwas gelegt und der Himmel hatte deutliche Blau-Anteile ;-) Stephan hat noch ordentlich die Rüsselseuche und kann sich nicht weit von der nächsten Taschentuchpackung entfernen - und Jenny wollte lieber zuhause Fahrrad fahren. Na dann …

Hier zunächst ein Bild vom Donnerstagmorgen, Hagel satt:
Hagel
 
Strandwetter :-)
Beach
 
Strandimpression
Beach
 

Hier ein kleines Filmchen. Wer mich kennt, weiss, dass es ein Klassiker ist …


 
Auf dem Rückweg haben wir uns noch einen Kaffee gegönnt und sind zu einem tollen Aussichtspunkt gefahren, der einen weiten Blick über das Hafenbecken von Wellington erlaubt. Wie ihr euch vorstellen könnt, hätte es bei richtig blauem Himmel noch ein bisschen besser sein können … und man hätte einen tollen Blick auf die Stadt gehabt.
Beach
 
… und jetzt ein kleiner Schwenk nach rechts - hier sieht man, wie der Hutt River ins Meer fliesst:
Beach
 
Anschliessend sind wir heim - nach Whitby - gefahren und haben dort einen Aussichtspunkt besucht. Das Licht hat schon etwas nachgelassen, aber ich denke, ihr könnt sehr schön die pittoreske Lage unseres Kaffs erkennen ;-)
Beach
 
Noch ein Blick nach rechts - das Pauatahanui Inlet (mit etwas Gestrüpp im Weg …)
Beach
Leider sind die Tage noch recht kurz und die Sonne verschwindet nach 17.30 Uhr recht schnell, aber wir haben das Gefühl, dass es jetzt doch langsam Richtung Frühling geht. Die ersten Lämmer haben wir auch schon gesehen …

+++ News +++
Wir haben in Erfahrung gebracht, was aus Jenny’s Urgrossmutter - Stephan’s Oma - geworden ist. Ihr habt sie ja alle gekannt und die reizende alte Dame auch gern gehabt. Die liebe Familie hat sie ins Heim gesteckt und mit Hilfe chemischer Keule ruhig stellen lassen. Wie kann man nur?
Wir hoffen natürlich, dass ihren netten Sohn und dessen liebevolle Frau dereinst das selbe Schicksal ereilt - das wäre wenigstens ausgleichende Gerechtigkeit.

best player

16.8.08, Samstag. Jenny und ihr Netball-Team haben heute leider verloren :-( Trotzdem hat Jenny zum 2. Mal den “Best Player Award” für die beste Spielerin der Tages abgegriffen - da sind wir alle riesig stolz drauf :-)
Stephan ist krank, eine Monstererkältung und das ausgerechnet am Wochenende. Das Wetter ist sehr schön, blauer Himmel und Sonnenschein - allerdings Sturmwinde. Als ich vorhin Jenny’s Freundin Melanie abgeholt habe, hab ich ein paar Minuten im Auto gewartet. Der Wind hat richtig die Karre geschüttelt und beim Fahren muss man auch an manchen Stellen vorsichtig fahren. Noch ca. 20 Stundenkilometer mehr und unser roter Kleinwagen kann fliegen …

Medaillen …

15.8.08, Freitag. Martin hat gefragt, was mit den neuseeländischen Medaillen los ist. Kurze Antwort: NIX.
Die Reiter hatten sich ein paar Chancen ausgerechnet, hat aber nicht geklappt. Im Medaillenspiegel tauchen also keine Kiwis auf. ABER: ich hab natürlich genauer nachgeguckt. Im ewigen Medaillenspiegel der olympischen Spiele der Neuzeit (so heisst das wirklich! und zählt seit 1896) hält Neuseeland immerhin Platz 27!!! Noch vor Nationen wie z. B. Spanien, Griechenland, Kenia und Jamaica. Unsere Nachbarn, die Tonganer haben auch mal eine Medaille geholt und liegen auf Platz 103. Insgesamt gibt es 112 Plätze. Na - mal sehen, wie es weitergeht ;-)

Happy Weekend :-)

Wellington

14.8.08, Donnerstag. Da demnächst wieder 2 Wanderer den Sprung über die Teiche machen werden, hier mal ein bisschen Info zu Wellington. Die Hauptstadt Neuseelands ist schon eine tolle Stadt - um einen riesigen natürlichen Hafen herum gelegen, breitet sie sich über viele Hügel in alle Richtungen aus. Die Innenstadt wirkt richtig städtisch, aber 500m weiter weg denkt man, man sei auf dem Dorf. Die ca. 160.000 Einwohner sind eine hochinteressante Mischung, hier die offizielle Statistik:

  • 70.2%  Europäer (Pakeha)
  •  7.8%  Maori
  •  5.2%  Polynesier von umliegenden Inseln (Cook Island, Tonga, Fiji, Tokelau, Niue etc.)
  • 13.0%  Asiaten
  • 12.9%  ”andere” (Aliens?)

Wenn ihr das zusammenrechnet kommen mehr als 100% heraus, das liegt daran, dass Personen auch mehreren Gruppen angehören können. Irisch-Maori it z. B. eine recht häufig vorkommende Mischung.

Wellington ist in Neuseeland auch das Zentrum für Kunst und Kultur, Museen, Oper, Ballett, Ausstellungen und Konzerte aller Art (Klassik, Rock, Metal …) etc. - alles da. Das Nachtleben geht auch in Ordnung :-) und die Sportangebote sind überwältigend vielfältig. Das Wetter ist immer interessant und hat mit Vorhersagen i.d.R. recht wenig zu tun und - ganz wichtig - die Menschen hier sind mehr als aufgeschlossen, freundlich und hilfsbereit - also wir fühlen uns wirklich wohl hier und sind hochzufrieden!

Muskelkatertag …

13.8.08, Mittwoch. Nicht ganz so schlimm, wie befürchtet ;-) aber trotzdem ausreichend, der Muskelkater. Heute hatte ich wieder mal einen Lehrgang, so gegen 14.00 Uhr habe ich dann angefangen, mit dem Sekundenschlaf zu kämpfen. Morgen geht das auch noch so weiter, zum Glück nur den halben Tag … Dafür dann nächste Woche nochmal ein Tag - Erfahrungsaustausch über den Lehrgangsteil von dieser Woche.
Das stellt meine Geduld doch nicht unerheblich auf die Probe, ich würde schon mal gerne auch was arbeiten. Ich versuche, da mit Philosophie ranzugehen und sage mir: schliesslich werde ich ja gut dafür bezahlt, den Ringelpietz mitzumachen.
Stephan bekommt langsam Lust, den Arbeitsplatz zu wechseln, Anfang September ist er dann ein Jahr in dem Job. Das ist für hiesiege Verhältnisse schon echt lang! Er hat schon einige Kollegen kommen und gehen sehen. Ende August/Anfang September ist auch eine gute Zeit für Bewerbungen - das fiskalische Jahr ist rum und bei vielen werden (soweit vereinbart) die Jahresprämien im August ausgezahlt - das wird natürlich abgewartet, dann macht man sich auf zum nächsten Job. Horrido

back to work

12.8.08, Dienstag. Leider wieder an die Arbeit … aber es ist ja eine kurze Woche :-) und morgen + übermorgen bin ich wieder auf Lehrgang. Der Lehrgang ist diesmal im Haus, kein Ausflug in die Wallachei.
Heute waren wir im Gym - Stephan hat sich aufgerafft, ich bin ganz stolz auf ihn! Es gab zwar noch leichtes Gejammer wg. Muskelkater, aber er ist mitgegangen. Ich habe heute bei einem Kurs mitgemacht: ABS-Training (Abs = Bauchmuskeln). Das ist extra-fies, kann ich nur sagen. Ich hatte das schon mal gemacht, da konnte ich hinterher noch nicht mal schmerzfrei grinsen … Bin gespannt, ob das wieder so ist, oder ob sich da mal ein leichter Trainingserfolg einstellt.
Wettertechnisch ist wieder Regen angesagt - diesmal die tropische Variante, ähnlich heftig wie Monsun. Soll leider auch die ganze Woche so weitergehen :-(

das Leben ist schön

11.8.08, Montag/Urlaubstag - kann ich nur empfehlen. Leider haben die Wettergötter diesmal nicht so mitgespielt aber es war erträglich. Wir haben in Ruhe ausgepennt und uns dann für ein frühes Mittagessen beim Inder entschieden. Stephan hat den gestrigen Ausflug zum Gym recht gut überstanden, ich hatte Schlimmeres (Gejammer) erwartet ;-)
Beim Inder haben wir uns so rettungslos überfressen, das war nicht mehr feierlich, Leute. Das Essen hat nicht ganz die Klasse (und schon gar nicht das Ambiente) wie unser Nobel-Inder in Heidelberg - aber es ist richtig gut dort und sehr preiswert. Beispiel Mittagstisch: Vorspeise kostet 6 NZ$ (< 3€) und das Hauptgericht - was man dann schon fast gar nicht mehr braucht bzw. schafft - um die 8.50 NZ$ (also < 5€). Verschiedene Saucen und ein leckeres Nan-Brot sind auch dabei und natürlich Reis, soviel man reinschaufeln kann. An Getränken gibt es eine gute Auswahl, BYO ist aber auch möglich. BYO bedeutet “bring your own” (bring dein eigenes Zeug mit) und bezieht sich auf alkoholische Getränke. Nicht alle Restaurants, Kneipen und Cafés haben eine Alkohollizenz (Liquor license), und Alkohol ist vergleichsweise teuer, daher erlauben die Wirte das Mitbringen. Nicht-alkoholische Getränke sind eher preisgünstig, Wasser ist umsonst.

Heute Nachmittag haben wir uns noch ein Filmchen gegönnt: Vantage Point. Auf deutsch heisst das Machwerk “8 Blickwinkel” - ziemlich dämlicher Titel. Der Film ist aber ein echter Hammer, spannend wie ein Einsatz hinter feindlichen Linien. Mal wieder eine Autoverfolgungsjagd der Sonderklasse und Action bis der Arzt kommt. Supergute Schauspieler: Dennis Quaid, William Hurt, Forrest Whittaker, Sigourney Weaver und Matthew Fox (das Leckerli aus der Serie LOST) usw.. Nix für schwache Nerven - mein Urteil: ***** (5!), gleich hinter Rambo IV und meine Empfehlung: UNBEDINGT reinziehen!!!!!!!!!!
Also gut, morgen gehts wieder zur Maloche - schöne Woche ;-)